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DHL Schaden

05.02.2010 20:00 |
Preis: ***,00 € |

Transportrecht, Speditionsrecht


Guten Tag!

Ich bin Hädler bei Ebay und habe eine Bronzefigur verkauft und über DHL verschickt. Preis 750 Euro... ich habe natürlich höhert versichert. Ich habe die Figur unter Zeugen verpackt und ausreichend gepolstert mit Styropor, Luftpolsterfolie und Formteile aus Karton. Die Außenverpackung war Wellpapkarton und mit Strechfolie eingewickelt. Beim Schütteln des Pakets hat sich nichts bewegt oder verschoben. Das Paket ist dennoch beschädigt angekommen. Bei der Bronzefigur ist der Arm abgebrochen. Der Schaden wurde sofort DHL gemeldet, allerdings hat der Käufer sich geweigert die Figur DHL auszuhändigen mit der Befürchtung, dass die Figur noch mehr beschädigt wird. Nun bekomme ich von DHL eine Ablehnung der Schadenregulierung. Ein sehr widersprüchliches Schreiben indem einmal als Grund für die Ablehnung die Abwesenheit der Bronzefigur genannt wird und andererseits die "mangelhafte" Verpackung die den AGBs nicht etspricht.
Ich habe DHL schriftlich widersprochen. Mein Widerspruch wurde abgelehnt. Daraufhin habe ich die Herausgabe des verwendeten Verpackungmaterials gefordert. Mir wurde mitgeteilt, dass die Verpackung sofort nach Begutachtung vernichtet wurde.

Ich möchte den Kunden nicht hängen lassen und ein für ihn und mich zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.

Welche weiteren Schritte muss ich einleiten und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit den Fall zu gewinnen?

Ich danke im Voraus für die Hilfe

Rustam

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für DHL Paket (7/2009) wird unter § 7 1 festgelegt, dass DHL zu Ihren Gunsten und auf Ihre Rechnung eine Transportversicherung abschließt. Ich nehme an Sie haben die Versicherung mit einer Deckungssumme von 2.500 EUR gewähl. In § 7 II 2 AGB findet sich eine Ausschlussklausel für mangelhafte Verpackung, auf welche sich DHL in Ihrem Fall beruft.

Ich gehen davon aus, dass Sie die Versendung des Paktes mittels Einlieferungsschein in Nachweis bringen können.

Die Streitfrage wird somit sein, ob Sie das Paket ordenlich verpackt haben. Da es sich bei der oben genannten Klausel § 7 II 2 AGB um eine Ausschlussklausel handelt, muss DHL die mangelhafte Verpackung in Nachweis bringen. Soweit DHL die Verpackung vernichtet hat, wird dies schwierig sein. Darüberhinaus können Sie als Gegenbweis noch einen Zeugen bennen, der aussagen wird, dass Sie das Paket ordentlich verpackt haben.

Die Verpackung wird somit nicht das Problem sein.

Wie auch aus dem Schreiben von DHL gervorgeht, müssen Sie den Schaden in Nachweis bringen. Sie müssen nachweisen, dass die Figur bei Ankunft beschädigt war. Dies sollte Ihnen mittels des Kunden (gegebenfalls Stellungnahme) problemlos gelingen.

Sie müssen auch die Schadenshöhe in Nachweis bringen. Ich denke, dass die Figur wohl aufgrund des Materials und des Wertes repariert werden kann. In diesem Falle ist es ratsam einen Kostenvoranschlag einzuholen.

Das weitere Vorgehen hängt nun von dem erhaltenen Schreiben der Versicherung ab. Bitte überprüfen Sie dieses Schreiben dahingehend, ob eine Frist zur Klageerhebung (6 Monate) genannt wird. Wenn nicht würde ich es noch einmal mit einem Anschreiben an DHL versuchen, in welchem Sie eine Schriftliche Aussage Ihres Zeugen zur Verpackung, einen Aussage des Kunden zum Schaden (vielleicht auch ein Foto) und einen Kostenvoranschlag beifügen. Setzen Sie der Gegenseite eine kurze Frist (14 Tage) zur Begleichung des Schadens.

Sollte DHL noch immer nicht reagieren, so können Sie Klage erheben. Aufgrund des von Ihnen angegeben Sachverhalts sehe ich die Erfolgschancen für ein Obsiegen als sehr gut an. Sie können den entstandenen Schaden nachweisen und auch den Einwand entkräften, das Paket nicht ordnungsgemäß verpackt zu haben.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


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