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DHL Paket verschwunden, Ersatzanspruch geltend machen


25.09.2007 19:51 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

über einen privaten Internetanbieter habe ich Ware im Wert 220 Euro bestellt und per Banküberweisung bezahlt.
Die Ware wurde versichert mit DHL verschickt.
Das Paket ist nicht bei mir abgekommen.
Der Versender hat einen Nachforschungsaufrag bei DHL gestellt.
Das Paket ist verschwunden.
DHL hat dem Versender Unterlagen zugeschickt die er ausfüllen muss, damit der Wert des Pakets ersetzt wird.
Diese Unterlagen hat er nicht zurückgeschickt.

Lt. DHL ist nur der Versender des Pakets der Vertragspartner und kann Ersatzansprüche geltend machen, wurde mir schriftlich von DHL mitgeteilt.

Leider meldet sich der Versender nicht mehr, reagiert nicht auf meine Schreiben, Einschreiben kommen zurück, auch schickt er mir keine Abtretungserkärung.
Ich kann ihn nicht erreichen!

Was kann ich jetzt unternehmen um meinen Ersatzanspruch geltend zu machen.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Im vorliegenden Fall liegt ein sog. Versendungsverkauf vor. Bei einem Versendungskauf versendet der Verkäufer auf Wunsch des Käufers die Kaufsache an einen anderen Ort als den Erfüllungsort (Wohnsitz des Verkäufers) schickt. In der Regel wird für den Transport ein Dritter (Transporteur) in Anspruch genommen. Bei einem Versendungskauf von Privat geht die Gefahr der Lieferung mit der Übergabe an den Transporteur auf den Käufer über.

Anders bei einem gewerblichen Anbieter. Dann haftet der Verkäufer dafür, dass die Sendung unversehrt beim Käufer ankommt.

Insoweit haftet der Verkäufer bei einem Privatverkauf nicht mehr für die Ware, wenn er diese ordnungsgemäß bei dem Transporteur abgegeben hat. Dies heißt allerdings nicht, dass er sich nicht um eine Schadensminderung zu bemühen hat und er einen entsprechenden Versicherungsanspruch gegen DHL durchsetzen muss. Da sich der Verkäufer offensichtlich weigert, besteht nur noch die Möglichkeit Ihren Anspruch gerichtlich durchzusetzen. Soweit DHL den Wertverlust ersetzt sollte, haben Sie einen Anspruch gegen den Verkäufer auf Auszahlung des Wertersatzes.

Diesen Anspruch können Sie mittels eines Mahnbescheides durchsetzen oder Sie beauftragen einen Kollegen mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschafft zu haben.

Bei Unklarheiten oder Nachfragen nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit besten Grüßen
Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Nachfrage vom Fragesteller 26.09.2007 | 11:14

Sehr geehrter Herr Schröter,

schönen Dank für die Auskunft.
Eine Nachfrage habe ich noch:

Lohnt es sich wegen des geringen Streitwertes ein Mahnverfahren durchzuführen oder sogar einen Anwalt zu beauftragen und wer muss die dann anfallenden Kosten tragen?

Viele Grüße
Günther Mersch

Ergänzung vom Anwalt 01.10.2007 | 20:34

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Kosten für das Mahnverfahren belaufen sich auf € 23,-. Soweit allerdings die Gegenseite Widerspruch einlegt, wird das Verfahren an das zuständige Amtsgericht abgegeben, soweit dies von Ihnen beantragt wird.

Die Anwaltskosten für ein Gerichtsverfahren belaufen sich auf € 89,25. Die Gerichtskosten betragen € 75,-, wobei die Kosten für das Mahnverfahren angerechnet werden. Sicherlich müssen Sie bei einer gerichtlichen Geltendmachung in Vorleistung gehen. Ob Sie das Risisko der Anspruchdurchsetzung eingehen wollen, vermag ich jedoch von hier aus nicht zu beurteilen.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom
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