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DHL Express-Paket nicht fristgerecht zugesendet - Schadensersatz?

28.07.2018 14:18 |
Preis: 48,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Sehr geehrte Damen und Herren,

am Donnerstag, den 26. Juli, habe ich in einem Onlineshop Ware bestellt, die kurzfristig für eine Veranstaltung am Samstag, dem 28. Juli, notwendig geworden war.
Als am Freitag das Paket nicht ausgeliefert wurde (ohne Angabe von Gründen), weigerte man sich bei Anruf der DHL-Hotline, mir entsprechende Informationen zu geben, da ich nicht die Person bin, deren Name auf dem Paket stand.
Ein Anruf bei dem Onlineshop brachte mir immerhin die Rückerstattung der DHL-Expressgebühr ein, sowie die Auskunft, dass die DHL am Samstag nachliefern würde, ohne Aufpreis.
Auch dies ist nicht geschehen, stattdessen zeigt der Sendungstracker nun an, dass das Paket sich in einer etwa 100 Kilometer entfernten Stadt in einem Umschlagzentrum befindet. Durch diese Verspätung ist die Lieferung an sich hinfällig, auch wenn sie in einem anderen Kontext noch genutzt werden kann.

Trotzdem möchte ich erfragen, ob es möglich ist, den gezahlten Betrag ein zu fordern, über die DHL-Expressgebühr hinaus. Dieser beläuft sich auf unter 100 Euro. Wie oben erwähnt ist die Lieferung an sich durchaus noch brauchbar, jedoch muss das für diesen Samstag verbindlich geplante Event wegen der verspäteten Lieferung ausfallen.

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Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Gegenüber dem Verkäufer sieht die Rechtslage so aus, dass ein Versendungskauf vereinbart wurde, wobei der Verkäufer per Express versenden musste.

Gemäß § 447 Abs. 1 BGB geht das Risiko mit Übergabe der Sache vom Verkäufer an den Spediteur über.
Weicht er von Anweisungen betr. die Versendungart von Anweisungen des Käufers ab, macht er sicht bei Störungen schadensersatzpflichtig, § 447 Abs. 2 BGB.

Wenn der Verkäufer nachweisen kann, dass er die Ware so rechtzeitig und mittels Expressauftrages an DHL übergeben hat, dass eine Zustellung am nächsten Tag möglich gewesen wäre, ist er Ihnen gegenüber aus dem Schneider.

Bleibt die Frage, ob Sie Ansprüche gegen DHL geltend machen können.

Rechtlich sieht es so aus, dass der Verkäufer mit DHL einen Frachtauftrag geschlossen hat, aus dem heraus gemäß § 425 HGB Schadensersatzansprüche bei verspäteter Lieferung entstehen. Im Wege der Drittschadensliquidation oder nach Abtretung der Rechte vom Verkäufer auf Sie können Sie den Verspätungsschaden beanspruchen, also den Schaden, der dadurch entstanden ist, dass der Expressauftrag von DHL nicht gehörig ausgeführt wurde.

Das kann z.B. ein Ersatzkauf für die dringend am 28.07. benötigte Ware sein, nicht jedoch die Erstattung des Kaufpreises.


Mit freundlichen Grüßen

Mit freundlichen Grüßen



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