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DBA: Firma in der Schweiz

15.10.2010 10:33 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Ein in Deutschland ansässiger Geschäftsführer einer schweizer GmbH, an der er selbst 100% der Anteile hält, bezieht ein Gehalt aus dieser schweizer GmbH. Wo ist das Gehalt zu versteuern ?

-- Einsatz geändert am 15.10.2010 12:14:16
Eingrenzung vom Fragesteller
15.10.2010 | 12:10

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage wäre anhand des § 15 Abs. 4 DBA-Schweiz zu beantworten. Zu der Beantwortung der Frage haben Sie nicht ausreichend Tatsachen vorgetragen: Es fehlen Angaben, ob Sie in der Schweiz Lohnsteuer entrichtet haben und die in der Schweiz ausgeübte Tätigkeit nichts mit der Tätigkeit in Deutschland zu tun hat.

§ 15 Abs. (4) Vorbehaltlich des Absatzes 15a kann eine natürliche Person, die in einem
Vertragstaat ansässig, aber als Vorstandsmitglied, Direktor, Geschäftsführer
oder Prokurist einer in dem anderen Vertragstaat ansässigen Kapitalgesellschaft
tätig ist, mit den Einkünften aus dieser Tätigkeit in diesem anderen Staat
besteuert werden, sofern ihre Tätigkeit nicht so abgegrenzt ist, daß sie lediglich
Aufgaben außerhalb dieses anderen Staates umfaßt. Besteuert dieser andere
Vertragstaat diese Einkünfte nicht, so können sie in dem Staat besteuert
werden, in dem die natürliche Person ansässig ist.

Zu beachten wäre noch die besondere Steuertarif gem. § 32b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 EStG, wenn es sich um Einkünfte, die in DE steuerfrei sind, handelt.


Ich kann das mangels Angaben nicht abschließend beurteilen.

Nachfrage vom Fragesteller 16.10.2010 | 11:17

Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass das Gehalt in der Schweiz komplett versteuert wird.
Die Tätigkeiten in der Schweiz und in Deutschland sind unterschiedlich und haben nichts miteinander zu tun.
Dienstreisen nach Dtl. gibt es nicht.
Grenzgänger kommt auch nicht in Frage, weil der Aufwand über 60 Tage in der Schweiz ist und dies auch dokumentiert wird.
Ich hoffe, ich konnte die Tatsachen ausreichend komplettieren.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.10.2010 | 14:05

Sehr geehrter Fragesteller,

nach den Vorgaben dieser Plattform wird Ihre Frage unter Zugrundelegung Ihrer Angaben beantwortet, die Sie unter einem ausgelobten Einsatz gestellt haben. Die Auslassungen im Sachverhalt können zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen und fallen demnach Ihnen zu Last. Es ist eine einmalige Nachfrage zur Klärung von Unklarheiten in Antwort zugelassen. Es ist aber nicht zugelassen, weiteren Sachverhalt nachzuschieben. Sie haben erstmal die Angaben ausgelassen und sie dementsprechend ergänzt bzw. nachgeschoben. Hätte ich bereits bei der ersten Frage die Angaben zur Bearbeitung gehabt, hätte ich sie unter Berücksichtigung des ausgelobten Einsatzes nicht angenommen.

Ich kann Ihnen aber kulanterweise weitere Hinweise erteilen:

Die Beantwortung Ihrer Frage wirft auch die Fragen bzgl. des verdeckten Gewinnausschüttungen ( § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG bzw. § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG) auf. Ob solche vorliegen, lässt sich anhand von weiteren Informationen ermitteln, zB ob Sie für die Verhältnisse Ihrer GmBH ein zu hohes Gehalt beziehen, ob Sie Einzahlungen in Rentenkasse vornehmen, einen zu teueres Kraftfahrzeug fahren und so weiter. Es stellt sich eine Reihe von Fragen, zu der Sie zum einen keine Angaben gemacht haben.

Diese Fragen stellen sich, weil Sie gem. § 1 Abs. 1 AStG eine nahestehende Person zu Ihrer GmbH sind, weil Sie gem. § 1 Abs. 2 AStG mehr als 25 % der Gesellschaftsanteile besitzen. Dann können unter Umständen Ihre Einkünfte berichtigt werden.

Erst bei der Beantwortung aller diesen Fragen, ist möglich Ihre Frage abschließend zu beurteilen. Man müsste dazu auch die Bilanzen haben und Sie müssten andere sachdienliche Angaben machen.

Eine weitere Voraussetzung der Freistellung von der deutschen BEsteerung unter Progressionsvorbehalt ist, dass die Tätigkeit Ihrer GmbH auch innerhalb der Schweiz stattfindet ; (sie darf nicht nur außerhalb der Schweiz stattfinden).

Unter Berücksichtigun dieser Umstände könnte in Deutschland Ihr Gehalt von der deutschen Besteuerung unter Progressionsvorbehalt freizustellen sein.

Ich kann aber immer noch nicht die Frage abschließend beurteilen, weil mir weitere Tatsachen fehlen. Sie sollen sich diesbezüglich an einen Rechtsanwalt oder Steuerberater wenden. Ich stehe insoweit auch zur Verfügung. Es müsste unter Berücksichtigung der Rechtsprechung beurteilt werden, ob und inwieweit Sie zur Besteuerung herangezogen werden können.

Ich hoffe, Ihre Frage ausreichend beantwortet zu haben.

Ergänzung vom Anwalt 15.10.2010 | 16:38

Sehr geehrter Fragesteller,

es kommt zwar deutlich aus der Antwort hervor, dass § 15 nur vorbehaltlich § 15a DBA-Schweiz gilt. Insoweit sollen Sie auch den § lesen und versuchen zu subsumieren, ob der § an Sie anwendbar ist.


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