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DBA Deutschland/Schweiz, Erbrecht; Steuerrecht DE

| 11.09.2014 05:40 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Schweizerin und lebe seit über 20 Jahren in Bayern.

Von meinen Eltern, Schweizer und in der Schweiz ansässig gewesen, habe ich nun eine Ferienwohnung (unvermietet, zum privaten Gebrauch) und ein Wertpapierdepot geerbt.

1. Stimmt meine Interpretation des DBA, dass ich als Schweizerin dieses Erbe (von
Schweizern), auch wenn seine Höhe die Freigrenze übersteigt, in Deutschland nicht
versteuern muss, obwohl ich meinen ständigen Wohnsitz in Deutschland habe ?

Mir ist bekannt, dass ich es jetzt und künftig mit Erträgen bzw. Eigenmietwert in der
Schweiz zu versteuern habe.

2. Nach meiner Auffassung müsste ich nur die Kapitalerträge aus dem Aktiendepot und,
falls ich die Wohnung irgendwann saisonal vermieten möchte, diese Mieteinnahmen
versteuern.

3. Könnte ich bei meiner DE-Steuererklärung Verluste aus Aktienverkäufen von den
Gewinnen aktiv abziehen ? Die schweizer Bank erstellt kein Reporting mit Verlusten.

Könnte ich bei meiner DE-Steuererklärung den in der CH auf manche Erträge bereits
einbehaltenen EU-Steuerrückbehalt geltend machen und diese Erträge für die Steuer
unberücksichtigt lassen?

Im Voraus herzlichen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Ihre Interpretation ist richtig. Das in den Artikeln 5 bis 7 (also Betriebsvermögen und Liegenschaften) des DBA nicht erwähnte Vermögen darf vorbehaltlich des Absatzes 2 nur der Wohnsitzstaat des Erblassers besteuert werden In Absatz 2 ist für die Bundesrepublik Deutschland das Besteuerungsrecht in den Fällen uneingeschränkt aufrecht erhalten worden, in denen der Erwerber des Vermögens unbeschränkt steuerpflichtig ist. Danach hätte Deutschland wiederum ein Besteurungsrecht für das Aktiendepot. Hiervon wird wieder eine Ausnahme dahingehend bestimmt, wenn wenn Erblasser und Erwerber Schweizer sind, was bei Ihnen der Fall ist.
3. Es kommt hier u.a. darauf an, wann die Aktien gekauft wurden. Für das Steuerjahr 2014 gilt Altverluste können dann zwar mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften (zB bei Immobilienveräußerungen) verrechnet werden. Die Möglichkeit, Altverluste mit Aktien- oder Fondsgewinnen zu verrechnen, entfällt dann aber.
Entscheidend ist bei der Besteuerung der Betrag, der Ihnen netto zufließt.
Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 11.09.2014 | 08:53

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"Begeistert hat mich die sehr kurze Responderzeit früh morgens. Meine Hauptfrage wurde hinlänglich und verbindlich beantwortet. Die Nebenfragen kann ich im Detail auch mit meinem Steuerberater klären. Also alles bestens. Vielen Dank."