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DBA Australien - Progressionsvorbehalt


15.05.2007 19:16 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Hallo meine Damen und Herren,

Ich hatte bis mitte Februar 2006 ein Arbeitsverhältnis mit einem in Deutschland ansässigen Arbeitgeber und hatte Einkünfte im Steuerjahr 2006 bis Ende Februar. Mitte Februar habe ich mein Arbeitsverhältnis aufgehoben und Anfang März nach Australien ausgewandert, und Mitte März bei einem in Australien ansässigen Arbeitgeber angefangen. Seit dem Umzug habe ich in weder einen Wohnsitz noch Einkommen in Deutschland. Allerdings hatte ich die Abmeldung vordatiert, so dass das Arbeitsverhältnis mit dem Australischen Arbeitgeber bereits zwei Tage vor der Abmeldetag (Deutschland) angefangen hat. Tatsächlich habe ich natürlich Deutschland Anfang März verlassen, das Reisen dauert ja etwas.

Meine Frage lautet, ob mein Australischer Einkommen in die Bestimmung des Deutschen Steuersatzes einbezogen wird/werden soll, oder ob nicht eher mein Einkommen aus Deutschland in Australien berücksichtigt werden soll, oder weder noch? Wie ist dies im DBA-Abkommen zwischen Deutschland und Australien geregelt?

Ich bin ein EG- aber kein Deutscher Staatsbürger, und hatte von März 2000 bis Mitte Februar 2006 meinen festen (einzigen) Wohnsitz in Deutschland.

Besten Dank.
Sehr geehrter Herr,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:
Ihre unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland endete durch den Wegzug nach AUS Anfang März 2006. Dies hat zunächst die allgemeine Folge, dass Sie bis Anfang März 2003 in Deutschland steuerpflichtig waren und ab wohl Mitte März in AUS steuerpflichtig sind. D.h. Sie müssen für das ersten Monate des Halbjahres 2006 noch in Deutschland eine Steuererklärung abgegeben und können für die Zeit danach in AUS eine Steuererklärung abgeben. Die Staatsanghörigkeit spielt für Ihre Besteuerung keine Rolle. § 2 Abs. 7 S. 3 EStG (dt. Einkommensteuergesetz), da ich davon ausgehe, dass Sie ab März 2006 nicht mehr beschränkt steuerpflichtig in Deutschland sind.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.

Mit besten Grüßen
RA Hermes

Nachfrage vom Fragesteller 18.05.2007 | 14:07


Sehr geehrte Damen und Herren,

besten Dank für die schnelle Antwort. Dass ich eine Steuererklärung sowohl in Australien als auch in Deutschland abgeben muss, war mir schon von vornherein klar. Meine Frage lautet vielmehr,

a) ob mein Australisches Einkommen in der Bestimmung Deutschen Steuersatzes berücksichtigt werden soll - nach meiner Ansicht nein. Hätte ich z.B. bis Ende Februar 10000 EUR in Deutschland verdient, und danach ab März noch 10000 EUR in Australien, wird doch mein Deutscher Steuersatz mit Einkommen von 10000 EUR bestimmt und nicht von 20000 EUR. Richtig?

b) ob oder nicht ich für 2006 beschränkt steuerpflichtig in Deutschland bin - ich habe kein Deutsches Einkommen nach Ende Februar, und bis dahin war ich unbeschränkt steuerpflichtig.

Im Klartext sollte mein Australisches Einkommen wohl den Deutschen Finanzamt nicht dem geringsten interessieren, da ich dieses Einkommen erst nach dem Wegzug nach AUS eingefahren habe.

Für Ihre sachkundige Antwort freue ich mich sehr.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.05.2007 | 15:13

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.
Die nach Ende der unbeschränkten Steuerpflicht erzielten ausländischen Einkünfte aus AUS i.H.v. ... EUR sind gemäß § 32b Abs. 1 Nr. 2 EStG bei der Bemessung des anzuwendenden Steuersatzes zu berücksichtigen. Ich muss Sie enttäuschen, Ihr Meinung ist nicht richtig.

Mit besten Grüßen

RA Hermes

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