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Cybersex-Rollenspiel (Ageplay) im Chat

| 05.07.2019 14:04 |
Preis: 108,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


15:55
Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne hätte ich von Ihnen eine rechtliche Einschätzung zu folgenden Szenarien, zu denen ich im Internet leider nichts eindeutiges finden konnte.

Es findet in einem geschlossenen, nicht-öffentlich einsehbaren Chat zwischen zwei erwachsenen/volljährigen (über 18 jährigen) Personen ein fiktives Cybersex-Rollenspiel statt, auf dessen Inhalt sich beide Personen zuvor diskret und einvernehmlich geeinigt haben. Dabei wurde vorher ausdrücklich ausgeschlossen, dass der Inhalt dieser gemeinsamen Fantasie seinen vertraulichen, fiktiven Rahmen verlässt - also in keine andere Praxis überführt wird, als in die des gemeinsamen, virtuellen Auslebens der Fantasie in Textform durch den gegenseitigen Austausch von Chatnachrichten. Der Inhalt wird nicht veröffentlicht, nicht gespeichert und soll in keiner Weise in die Realität überführt werden.

Die eine Person nimmt in dieser Fantasie sich selbst als Rolle ein, spielt also eine mindestens 22 jährige Person.

Die andere Person nimmt hingegen die Rolle einer fiktiven minderjährigen Person (z. B. 14 jährig) ein.

In der Fantasie haben beide Personen einvernehmlichen Geschlechtsverkehr. Die dabei fantasierten, sexuellen Handlungen werden von beiden Personen in Form von Chatnachrichten niedergeschrieben bzw. verfasst und damit der Geschichtsverlauf gesteuert/beeinflusst.

Nun zu meinen Fragen:

1. Soweit ich verstanden habe ist das Ausleben solcher gemeinsamen Fantasien per Chatnachrichten in einem nicht-öffentlichen Rahmen zwischen zwei Privatpersonen NICHT strafbar – ist das richtig?

2. Ändert sich die Rechtslage, wenn dies zwischen zwei Privatpersonen auf einem Chatportal geschieht, für dessen Nutzung man z. B. minütlich Gebühren bezahlt?

3. Ändert sich die Rechtslage für eine oder beide Person(en), wenn die Rolle der minderjährigen fiktiven Person durch einen professionellen Chatter bzw. Moderator gespielt wird (beide Personen wissen darüber bescheid), wenn hierbei aber NICHT pro versendeter Nachricht sondern eben nur minütlich für die Nutzung der Chatplattform abgerechnet wird – der professionelle Chatter über diese Plattform also eher eine Bonusleistung als Dienstleistung erbringt, da die Gebühr nur für das Online-sein aber nicht für den Nachrichtenwechsel fällig wird?

Ich bin insbesondere bei der 3. Frage an der Rechtslage sowohl für den Kunden des kostenpflichtigen Chats, als auch für die des professionellen Chatters UND gesondert davon für die des Chatbetreibers als Bereitsteller dieses Kommunikationsmediums, aber nicht des Nachrichteninhaltes, interessiert.

Ich hoffe auf und freue mich über eine verständliche und aufklärende Antwort bzw. Einschätzung von Ihnen.

Vielen Dank!
05.07.2019 | 14:33

Antwort

von


(2161)
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30449 Hannover
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

1. Soweit ich verstanden habe ist das Ausleben solcher gemeinsamen Fantasien per Chatnachrichten in einem nicht-öffentlichen Rahmen zwischen zwei Privatpersonen NICHT strafbar – ist das richtig?

Das ist nicht strafbar, korrekt.

2. Ändert sich die Rechtslage, wenn dies zwischen zwei Privatpersonen auf einem Chatportal geschieht, für dessen Nutzung man z. B. minütlich Gebühren bezahlt?

Nein, das geschieht dann im Rahmen der Vertragsfreiheit und wenn es dem Kunden vermittelt wurde, dass dies Geld kostet und er nicht nur absichtlich um
Zeit und Gebühren zu kreieren hingehalten wird, sondern auch eine adequate Leistung erhält.

3. Ändert sich die Rechtslage für eine oder beide Person(en), wenn die Rolle der minderjährigen fiktiven Person durch einen professionellen Chatter bzw. Moderator gespielt wird (beide Personen wissen darüber bescheid), wenn hierbei aber NICHT pro versendeter Nachricht sondern eben nur minütlich für die Nutzung der Chatplattform abgerechnet wird – der professionelle Chatter über diese Plattform also eher eine Bonusleistung als Dienstleistung erbringt, da die Gebühr nur für das Online-sein aber nicht für den Nachrichtenwechsel fällig wird?

Hier gilt bezüglich des Minutenpreises meine vorherige Antwort. Eine Strafbarkeit liegt darüber hinaus ebenfalls nicht vor, wenn der User über den Preis in Kenntnis ist und auch über die Umstände, dass ein professioneller chatter die fiktive Rolle der Minderjährigen übernimmt.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da Sie nur einmal unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir für Sie eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 05.07.2019 | 15:44

Das heißt, nochmal zum eindeutigen Verständnis, egal ob die fiktive Rolle einer minderjährigen Person von einer Privatperson oder von einem professionellen Chatter bzw. Moderator oder IKM-Schreiber eingenommen bzw. gespielt wird, es ist in keinem der Fälle strafbar eine solche Rolle einzunehmen und darin sexuelle Handlungen mit einem über 22-Jährigen zu spielen bzw. zu fantasieren?

Vielen Dank schonmal!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.07.2019 | 15:55

Sehr geehrter Fragesteller,

das begründet keine Strafbarkeit, solange beide um die Umstände wissen, es im vertraulichen Rahmen bleibt und beide Personen volljährig sind.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich unsere Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 05.07.2019 | 15:59

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Vielen Dank für die klare rechtliche Einschätzung!


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