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Crosstrainer: Rückgabe wegen Knieschmerzen?

| 14.10.2014 11:37 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin


Zusammenfassung: Hinsichtlich eines Mangels im Rechtssinn ist zu unterscheiden, ob eine Kaufsache fehlerhaft ist bzw. nicht richtig funktioniert, oder ob die Beschaffenheit nicht zu den individuellen Voraussetzungen des Käufers passt.

Sehr geehrte/r Herr/Frau Rechtsanwalt/wältin,

vor etwa zwei Jahren habe ich einen Crosstrainer gekauft in Deutschland.

Vom Benutzen bekomme ich Knieschmerzen. Erst jetzt ist mir aber klar geworden, dass meine Knieschmerzen von dem Gerät kommen und nicht von anderem Sport, den ich bis jetzt gemacht habe. Das Gerät hat ein TÜV-GS-Siegel.

Der Laden will das Gerät nicht zurücknehmen. Welche Möglichkeiten gibt es für mich, eine Rücknahme zu erzwingen oder sonst irgendwie das Geld zurückzubekommen? Weiterverkaufen möchte ich es nicht, da es ja gesundheitsschädlich ist.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Ratsuchender

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtigung des Ihrerseits ausgelobten Mindesteinsatzes geboten kurz beantworten darf.

Ich sehe derzeit keine Möglichkeit, eine sofortige Rücknahme des Geräts zu erzwingen.

Ansprüche könnten Sie binnen zwei Jahren, § 438 I Nr. 3 BGB, nach Übergabe der Kaufsache unter dem Aspekt der Mängelgewährleistung aus §§ 434, 437 BGB geltend machen.

Dann müssten Ihnen ein mangelhaftes Gerät, das nicht die vereinbarte Beschaffenheit aufweist, übergeben worden sein, es also "nicht so funktionieren, wie es sollte."

In diesem Fall hätte der Verkäufer jedoch zunächst das Recht auf Mängelbeseitigung.

Sollte das Gerät jedoch mangelfrei sein, also "nur" die korrekte Funktion des Geräts nicht zu Ihnen passen, so wie nicht jeder jede Übung oder Sportart ausüben kann, läge kein Mangel im Rechtssinn vor, ein Recht zur Rückgabe bestünde dann nicht.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine hilfreiche erste Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.10.2014 | 17:15

Sehr geehrter Herr Jeromin,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich würde nur gern sichergehen, ob Sie in Ihrer Antwort berücksichtigt haben, dass die Benutzung des Gerätes nicht nur für mich mit Schmerzen verbunden und damit unzumutbar ist. Aufgrund der geringen Schwungmasse des Geräts bekam bisher jeder, der es benutzt hat, Knieschmerzen. Das hätte ich in der Frage deutlicher herausstellen können. Ich habe nur allgemein und kurz geschrieben dass das Gerät "gesundheitsschädlich" ist.

Vielleicht ändert das etwas an der Rechtslage.

Freundliche Grüße
Ihr Ratsuchender

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.10.2014 | 17:59

Sehr geehrter Fragesteller,

dass auch andere Personen das Gerät benutzt haben und allesamt danach unter Knieschmerzen litten, war bislang in der Tat nicht erkennbar.

Wenn das Gerät aufgrund zu geringer Schwungmasse im Grunde fehlerhaft konstruiert wäre und sich damit nicht für seine bestimmungsgemäße Verwendung eignen würde, läge ein Sachmangel vor.

Ob dies der Fall ist, wird sich letztlich aber nur in einem Prozess klären lassen (es sei denn, Sie lassen außergerichtlich ein Privatgutachten erstellen und verlassen sich darauf, dass die Gegenseite dieses anerkennt), wenn das Gericht ein entsprechendes Gutachten einholt, wobei ich Sie nochmals auf die 2-Jahres-Frist hinweisen darf.

Aber auch dann dürfte die Gegenseite zunächst nachbessern, wenn sie dies wollte, es sei denn, es würde sich herausstellen, dass die gesamte Produktionsreihe unbrauchbar ist und nicht nur ein Fehler an dem von Ihnen erworbenen Gerät vorliegt.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage damit beantwortet zu haben, wünsche in der Sache viel Erfolg und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.10.2014 | 18:01

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