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Creditreform lehnt seit Jahren Vergleichsvorschläge ab - was tun?

06.10.2013 19:11 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


12:45

Zusammenfassung:

Vergleichsverhandlung mit schwierigem Gläubiger. Insolvenzantrag und nachfolgende Insolvenzeröffnung mit Fortsetzung der Verhandlung.

Habe bei der Renault Bank (RCI Banque) seit 2004 ca. 12.000 EUR (Stand heute) Schulden, die Forderung ist tituliert und die Creditreform Neuss Frormann versucht diese einzutreiben.
Mein Einkommen beträgt ca. 900 EUR netto/mtl, kann also keine Ratenzahlung machen.
Eidesstattliche Versicherung wurde 2007 und 2010 abgegeben, wäre jetzt wieder an der Reihe. Ab November bin ich arbeitslos.
Habe der Creditreform mehrfach Vergleichsvorschläge gemacht, wurden aber fast alle abgelehnt. Im Jahr 2011 wurde ein Vergleich angeboten von 5.300 EUR den ich damals aber nicht bezahlen konnte. Jetzt hätte ich ca. 4.500 EUR zusammen aber die Creditreform will jetzt auf einmal 9.000 EUR!

Meine Frage:
Müssen die nicht mindestens den Vergleich von damals 5.300 EUR anbieten? Die 800 EUR mehr würde ich vielleicht noch irgendwie auftreiben können..
Ist schon etwas unseriös von denen finde ich. Habe ich evtl. rechtliche Möglichkeiten die auf den letzten Vergleich zu zwingen oder gibt es andere Möglichkeiten? Will nicht unbedingt wegen einem Gläubiger ne Privatinsolvenz machen...Dann müsste ich ja auch ein Drittel bezahlen für die beschleunigte Version, wären aber noch 3 Jahre...
Andererseits, wer weiß wie lange die das noch laufen lassen wollen...

Danke für die Antworten!

06.10.2013 | 20:37

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben nachfolgend beantworte:

1. Sie können Gläubigervertreter nicht zum Abschluss eines Vergleiches zwingen. Wenn das damalige Vergleichsangebot von Ihnen nicht angenommen wurde und das Angebot nicht weiter aufrecht erhalten wurde, besteht kein annahmefähiges Angebot mehr.

2. Allerdings ist das damalige Angebot sicherlich eine Grundlage für weitere Gespräche. Ich denke, dass Sie um die Abgabe der Vermögensauskunft nicht umhinkommen.

3. Ansatzpunkt bei der Verhandlung ist die Lauufzeit eines Insolvenzverfahrens. Je nach Höhe des pfändungsfreien Einkommens sollte dies auf die Laufzeit von 72 Monaten hochgerechnet werden. Der sich hieraus ergebene Betrag wäre ein Vergleichsbetrag der zur Verfügung gestellt wird.

4. Soweit keine Vergleichsbereitschaft besteht, kann nach einem Insolvenzantrag und einer Eröffnung des Verfahrens noch immer in Vergleichsverhandlung eingetreten werden. Der Forderungsverlust ist dann für den Gläubiger sehr wahrscheinlich, so dass die Vergleichsbereitschaft steigen dürfte.

5. Die Verhandlung mit Creditreform ist sicherlich keine einfache Aufgabe, da hier wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen. Möglich ist, dass Creditreform von dem Gläubiger Vorgaben erhalten oder die Forderung von dem Gläubiger erworben haben und eine Mindestquote ansetzen.

6. Aus meiner Sicht wäre folgende Vorgehensweise ratsam. Beauftragung eines Rechtsanwaltes, der die Verhandlungen führt. Kommen diese nicht zu einem befriedigenden Ergebnis, wäre ein außergerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren durchzuführen. Verläuft auch dies negativ, ist der Insolvenzantrag zu stellen. Nach Eröffnung des Verfahrens sollten die Vergleichsverhandlungen fortgesetzt werden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit besten Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 07.10.2013 | 10:20

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

==> "Nach Eröffnung des Verfahrens sollten die Vergleichsverhandlungen fortgesetzt werden".

Laufen nach Eröffnung des Verfahrens dann nicht schon die 3 Jahre? Oder habe ich dann immer noch die Vergleichsmöglichkeit und wenn ja ist dann nach Zahlung des Vergleichs die Privatinsolvenz abgewendet und ich bin schuldenfrei? Müssen die dann auch den Eintrag aus der Schufa nehmen? Kostet mich das Verfahren was da ich nur 900 EUR Einkommen habe, bzw. ab November arbeitslos bin.

Danke nochmals!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.10.2013 | 12:45

Die Vergleichsverhandlungen können nach Insolvenzeröffnung fortgesetzt werden. Beispielsweise kann eine dritte Person anbieten einen Betrag x zu zahlen. Im Gegenzug erklärt sich der Gläubiger für befriedigt und erteilt seine Zustimmung nach § 213 Inso auf Einstellung des Verfahrens. Sichelich haben Sie auch bei einer vorzeitigen Einstellung des Verfahrens die Kosten zu tragen.

Der Eintrag in der Schufa wird drei Jahre nach dem erledigenden Ereignis gelöscht.

Gerne kann ich für Sie die Vergleichsführung übernehmen. Bitte kontaktieren Sie mich für den Fall einer Beauftragung per Email.

Mit besten Grüßen

ANTWORT VON

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