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Creditreform Forderung nach 16 Jahren und angeblichem Titel/Vollstreckungsbescheid

| 04.09.2020 15:01 |
Preis: 48,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


Zusammenfassung: Vollstreckungsbescheid Creditreform

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Mann hat am 16.06.2020 ein Schreiben vom Inkassobüro Creditreform bekommen mit der Aufforderung eine Zahlung zu leisten aus einer nicht bezahlten Rechnung einer Versicherung vom Jahr 2004. Angeblich wurde damals ein Titel erwirkt in 58097 Hagen. Mein Mann war in den frühen 2000 er Jahren Student, viel umgezogen und viel auch im Ausland unterwegs, er weiß schlichtweg nicht mehr, ob er damals einen Vollstreckungsbescheid zugestellt bekommen hat oder nicht. Er weiß im Grunde überhaupt nichts mehr darüber und hat auch keine Unterlagen mehr. Wir wären bereit die Hauptforderung zu zahlen, jedoch war dieser Betrag sicherlich deutlich niedriger, als das was Creditreform mittlerweile verlangt. Leider sind keinerlei Kostenaufstellungen in dem Brief von Creditreform. Gibt es eine Möglichkeit den Betrag der Hauptforderung bei dem Gericht in Hagen einzusehen, wo ja angeblich 2004 der Titel erwirkt wurde? Oder kommt das dann einem Schuldeingeständnis gleich? Außerdem verlangt Creditreform, dass wir mit ihnen in dieser Sache Kontakt aufnehmen, jedoch vermute ich, dass in den Moment, in dem wir das tun, es die Verjährung verlängert, oder? Natürlich droht Creditreform mit Zwangsvollstreckung und Schufa Eintrag. Ich frage mich, warum Sie das nicht längst gemacht haben, sondern 16 Jahre abgewartet haben. Welche Zinsen die Creditreform auf den ursprünglichen Betrag drauf gerechnet hat, sind rechtens und wie wäre die beste Vorgehensweise in diesem Fall um Creditreform möglichst wenig zusätzlich zahlen zu müssen und die Verjährung nicht beim ersten Kontakt sofort zu verlängern. Auf das erste Schreiben vom 16.06 haben wir nicht reagiert, da wir es für einen Witz hielten nach 16 Jahren. Nun kam ein zweites Schreiben mit den massiveren Drohungen zwecks Zwangsvollstreckung etc. - dies wollen wir natürlich nun umgehen!
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
04.09.2020 | 17:19

Antwort

von


(1393)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Zunächst sollten Sie Creditreform kontaktieren. Dies hat keinen Einfluss auf etwaige Verjährungsfristen.

Fordern Sie von Creditreform einen Nachweis, dass diese berechtigt sind die Forderung beizutreiben. Diesen Nachweis muss Creditreform durch Vorlage einer Vollmacht oder eine Forderungsabtretung führen. Im weiteren fordern Sie Creditreform auf eine Kopie des Vollstreckungstitels sowie eine Forderungsaufstellung zuzusenden.

Liegt Ihnen dies vor, gleichen Sie dies mit der dort angeführten Wohnadresse ab. Im weiteren erheben Sie die Einrede der Verjährung in Bezug auf die Zinsen. Und etwaige angeführte Kosten in der Forderungsaufstellung.

2. Parallel schreiben Sie das Mahngericht an und lassen Sie einen Auszug aus der Mahnakte zusenden. Es kann sein, dass das Mahngericht keine Unterlagen mehr dazu hat, da die Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist.

3. Schließlich kontaktieren Sie die Versicherung, die Sie aus dem Mahn- und Vollstreckungsbescheid ersehen und bitten diese eine Kopie des der Forderung zugrunde liegenden Versicherungsvertrages zuzusenden.

4. Sobald Ihnen alle Unterlagen vorliegen prüfen Sie, ob

- Der Mahn-und Vollstreckungsbescheid Sie betrifft und keine Identitätsverwechslung vorliegt;
- Betrifft Sie der Mahn- und Vollstreckungsbescheid und waren Sie zu dem Zeitpunkt an der im Vollstreckungsbescheid angeführten Adresse wohnhaft, sollte die Forderung bereinigt um die verjährten Zinsen und Forderung beglichen werden, da die Forderung aus dem Vollstreckungsbescheid noch nicht verjährt ist.
- Betrifft Sie der Vollstreckungsbescheid nicht, da die Wohnadresse nicht mit einer früheren Anschrift übereinstimmt, teilen Sie dies Creditreform mit, da es sich dann um eine Identitätsverwechslung handelt. Hier ist dann anwaltlich zu prüfen, ob eine Vollstreckungsgegenklage bzw. eine Widereinsetzung in vorigen Stand in Betracht kommt, was eine Prüfung der Mahnakte voraussetzt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Bewertung des Fragestellers 06.09.2020 | 11:41

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Vielen DANK!!!


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