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Cousine aus der Türkei holen

25.07.2019 09:16 |
Preis: 48,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Meine Cousine leidet unter Epilepsie und lebt alleine. Ihre Eltern sind beide Blind und Pflegebedürftig, sie werden von ihrem Jüngeren Bruder versorgt.
Sie hat kaum bzw keinen Kontakt zu ihren Eltern und auch sonst niemanden der sich um sie kümmern würde.
Mein Anliegen besteht darin sie nach Deutschland zu holen, sie könnte bei meinem Vater leben und ihn bei den alltäglichen Aufgaben helfen. Er wäre im Notfall nicht allein und sie auch nicht. Beide würden davon Profitieren.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider ist das reiner Familiennachzug, also wenn man nicht als Arbeitnehmer/Selbstständiger tätig ist, nicht so einfach.

Nach § 36 Aufenthaltsgesetz gilt, Abs. (2) "Sonstigen Familienangehörigen eines Ausländers kann zum Familiennachzug eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, wenn es zur Vermeidung einer außergewöhnlichen Härte erforderlich ist."

Die Anforderungen sind sehr hoch, wie ein Blick in die betreffenden Verwaltungsvorschriften zeigt:
"Härtefallbegründend sind danach solche Umstände, aus denen sich ergibt, dass entweder der
im Bundesgebiet lebende oder der nachzugswillige Familienangehörige auf die familiäre
Lebenshilfe angewiesen ist, die sich nur im Bundesgebiet erbringen lässt (z. B. infolge einer
besonderen Betreuungsbedürftigkeit). Bei Minderjährigen sind das Wohl des Kindes und
dessen Lebensalter vorrangig zu berücksichtigen. Der Verlust eines Anspruchs auf Er-
teilung einer Aufenthaltserlaubnis zum Kindernachzug infolge einer Überschreitung der Altersgrenze für den Nachzug stellt grundsätzlich keinen Härtefall dar.

Umstände, die ein familiäres Angewiesensein begründen, können sich nur aus individuellen
Besonderheiten des Einzelfalls ergeben (z. B. Krankheit, Behinderung, Pflegebedürftigkeit,
psychische Not). Umstände, die sich aus den allgemeinen Lebensverhältnissen im Herkunftsland des nachziehenden Familienangehörigen ergeben, können insoweit nicht berücksichtigt werden. Keinen Härtefall begründen danach z. B. ungünstige schulische, wirtschaftliche, soziale und sonstige Verhält-
nisse im Heimatstaat.

Das scheint zwar hier nicht unmöglich, müsste aber selbst mit anwaltlicher Hilfe erst einmal dargelegt werden können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.07.2019 | 09:22

Da mein Vater an Parkinson leidet und kognitiv in der Lage ist zu entscheiden wo er leben will, kommt nur die Betreuung und Pflege zu Hause in Betracht.
Eine 24h Betreuung würde die Krankenkasse nicht übernehmen.
Er braucht die Art von Betreuung welches ihm ein Familienmitglied gegeben würde. Eine stundenweise Betreuung funktioniert nicht.
Er braucht Unterstützung im alltäglichen Leben, Haushalt.
Er ist Rentner und hat eine Eigentumswohnung.Er hat im letzten Jahr seine Frau verloren und ist seitdem alleine.
Ich würde gerne versuchen mit der Härtebegründung meine Cousine nach Deutschland zu holen .Mein Vater ist Deutscher Staatsbürger.

"Umstände, die ein familiäres Angewiesensein begründen, können sich nur aus individuellen
Besonderheiten des Einzelfalls ergeben (z. B. Krankheit, Behinderung, Pflegebedürftigkeit,
psychische Not)."
Dieser Umstand würde auf die Situation von meinem Vater zu treffen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.07.2019 | 14:34

Sehr geehrter Fragesteller,

ich antworte Ihnen gerne wie folgt:

In Ordnung, wenn Ihr Vater deutscher Staatsbürger ist das jedenfalls hilfreicher für einen Nachzug der Cousine.
Dann würde ich das versuchen.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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