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Computerbeschlagnahmung


13.06.2005 14:36 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Guten Tag,

am 31.05. wurden mein PC und mein Notbook von der Polizei beschlagnahmt.

Der Grund ist verdacht auf Verbreitung gewalt- oder tierpornografischer Schriften § 184 a StGB

Leider habe ich dieses im Jahr 2003 gemacht war mir da aber nicht im klaren das dieses eine Straftat ist und es ist auch seit dem nicht wieder vorgekommen.

Nun meine Frage:
Welche Strafe steht darauf ich bin Verheiratet und habe zwei Kinder soll ich die Tat zugeben ist das Strafmildernd?

Bekomme ich den PC und das Notbook wieder da befinden sich meine ganzen Arbeiten drauf.
Daten die ich für die Arbeit brauche. Steuererklärung usw.

Für eine schnelle Antwort wäre ich dankbar, meine Vernehmung ist am Mittwoch den 15.06.2005

Danke

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Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.


Die Verbreitung der von Ihnen geschilderten pornographischen Handlungen wird gem. § 184 a StGB mit Freiheitsstrafe bis 3 Jahre oder mit Geldstrafe sanktioniert. Beim Strafmaß wird es auf die Schwere der Tat ankommen.

Ein Geständnis kann strafmildernd wirken. Zunächst wäre aber zu prüfen, ob Ihnen die Tat überhaupt nachgewiesen werden kann. Erst dann können Sie nämlich verurteilt werden.

Sie sollten deshalb, bevor Sie irgendetwas gestehen, was Ihnen vielleicht gar nicht vorgeworfen wird, zunächst über einen Strafverteidiger Akteneinsicht nehmen und mit ihm das weiter Vorgehen besprechen.

Ihr Laptop unterliegt solange der Beschlagnahme, bis die Ermittlungen abgeschlossen und die darauf befindlichen Daten im Hinblick auf den Tatvorwurf ausgewertet wurden. Sie können allerdings eine Kopie verlangen, wenn Sie Daten benötigen.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 13.06.2005 | 16:22

Guten Tag Herr Schwartmann,

bei der Hausdurchsuchung wurde mir von den Beamten ein Foto gezeigt das mit meinen damaligen AOL Namen gesendet wurde.
Das ist doch schon beweis genug das ich es war oder nicht?

Nach dem ich den Provider gewechselt habe, habe ich den Rechner 2 maL NEU Instaliert somit sind alle Daten gelöscht worden.

Braucht man als Beweis die IP Nummer?

Sollte ich nicht besser mit den Beamten zusammen arbeiten?

Den Laptop bekomme ich wieder oder darf er auch von der Kripo komplett behalten werden?

Da ich eine private Insolvens am laufen habe, habe ich nun leider nicht die möglichkeit mir einen Anwalt zu leisten und möchte daher so schnell und günstig aus dieser Sache kommen soll ich diese bei der Vernehmung erwähnen und sagen das ich mit einer Geldstrafe einverstanden wäre.

Der Vorfall tut mir ja auch leid und ich hatte damals schon genug ärger mit meiner Frau.

Mein Einkommen liegt bei 2300 € Brutto wie hoch wäre da die Strafe?

Für Ihre Antwort danke ich Ihnen

mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.06.2005 | 11:41

Die Tatsache, daß ein Foto von einem Ihnen zugeordneten AOL-Namen versendet wurde, ist zwar ein Indiz für Ihre Täterschaft, beweist diese allein aber noch nicht. Es wird auf die IP-Adresse ankommen. Wenn die Tat schon Jahre zurückliegt, ist zweifelhaft, ob Ihr Provider die IP-Adresse noch gespeichert hat und Ihnen die Tat damit nachgewiesen werden kann. Deshalb sollten Sie sich möglichst nicht zur Sache einlassen, bevor Sie keine Akteneinsicht genommen haben, was aber nur über einen Rechtsanwalt geht.

Auch den Laptop bekommen Sie erst wieder, wenn die Kripo die darauf befindlichen Daten ausgewertet hat, was natürlich einige Zeit in Anspruch nehmen wird.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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