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Chemotherapie, Kostenerstattung

| 22.07.2018 16:16 |
Preis: 48,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Guten Tag!
Mein Mann ist an einem Hirn-Tumor erkrankt. Zur OP war er in Uniklinik eingewiesen. Er ist gesetzlich versichert und hat eine Zusatz-Versicherung (für stationäre Behandlung: 2-Bett-Zimmer und "Chefarzt"-Leistungen).

Nach Entlassung wurde er zur Chemo/Radiotherapie an Strahlenambulanz Uni weiter überwiesen.
Am ersten Termin haben wir ein Rezept für Chemo-Tabletten bekommen. Der Arzt meinte, wir müssen in Vorkasse treten, die Kosten werden aber von der Versicherung erstattet. In Apotheke haben wir bar bezahlt, Originale von Rezept und Quittung wurde an die gesetzliche Kasse zur Erstattung verschickt. Antwort der Krankenkasse: es handelt sich um ein privates Rezept, die Kosten werden nicht erstattet. Die Zusatzversicherung hat es auch abgelehnt, da es um ambulante (nicht stationäre) Behandlung geht.

Es waren im Rahmen der Chemotherapie mehrere Rezepte für gleiches Medikament/Dosis erstellt, nur das erste Mal war es als "privat" verschrieben.

Nachhinein habe ich Verdacht, dass mein Mann bei der Überweisung von einer Klinik in die andere (Uni-Intranet, alles automatisch) fehlerhaft als "Privat"-Patient erfasst wurde. Mein Mann war nach OP (Gehirn!) nicht in der Lage, alle Papiere, die er unterschrieb, zu kontrollieren, wir beiden standen unter Schock nach Diagnose. Später habe ich in Unterlagen ein Blatt entdeckt, wo er zustimmt, die Kosten selbst zu bezahlen, falls Privatversicherung sie nicht vollständig erstattet.

Die Kosten für Chemo-Tabletten (2500 €) sind nicht meine einzige Sorge. Am Anfang waren wir zur Vorstellung bei dem Direktor der Strahlenambulanz, jetzt steht noch ein Termin bei ihm vor. Es kann sein, dass es im Rahmen der "Chefarzt-Behandlung" erfolgt und wir anschließend wieder zur Kasse gebeten werden.

Mein Brief an den Direktor der Strahlenambulanz ist unbeantwortet geblieben (überhaupt keine Reaktion). Was könnte ich jetzt tun, um Schaden zu minimieren?

Vielen Dank im Voraus!!!
22.07.2018 | 20:25

Antwort

von


(310)
Sachsenkamstr. 21
81369 München
Tel: 08989040989
Web: http://www.arzthaftung-wegen-behandlungsfehler.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Was könnte ich jetzt tun, um Schaden zu minimieren?
1. Kosten für Chemo-Tabletten
Nur mit der Begründung, es handelt sich um ein privates Rezept, die Kosten werden nicht erstattet, darf die Krankenkasse die Kostenerstattung nicht ablehnen. Daher müssen Sie gegen die Ablehnung Widerspruch einlegen mit der Begründung, dass es sich um ein indiziertes, erstattungsfähiges Medikament handelt. Dann wird die Krankenkasse prüfen, ob das der Fall ist, indem sie einen Arzt des MDK beauftragt.
Die Zusatzversicherung hat die Kostenerstattung zu Recht abgelehnt, da es um nicht stationäre Behandlung geht.

2. "Chefarzt-Behandlung"
Die Zusatzversicherung wird die Kostenerstattung zu Recht ablehnen, da es um nicht stationäre Behandlung geht.
Der Direktor der Strahlenambulanz ist sehr beschäftigt und wird sich mit der Frage der Kostenübernahme nicht auseinander setzen.
Daher sollen Sie folgendes machen:
1. Sie klären Ihren „Status" (Privat/ges. versichert) mit der Klinik. Dafür schreiben Sie die Klinik an. Die Zustimmung, die Kosten selbst zu bezahlen, falls Privatversicherung sie nicht vollständig erstattet ist üblich und bezieht sich logischerweise nur auf die Leistungen Ihrer Privatzusatzversicherung (für stationäre Behandlung: 2-Bett-Zimmer und "Chefarzt"-Leistungen). D.h. die Behandlung selbst erfolgt im Rahmen der GKV. Allerdings, um sicher zu gehen, empfehle ich Ihnen, diese „allgemeine" Zustimmung zu widerrufen, da Sie doch kein Privatpatient, sondern ein der GKV sind.
2. Die Chefarzt-Sprechstunde muss nicht automatisch teurer sein. Falls das der Fall sein soll, werden Sie einen Chefarzt-Behandlungsvertrag unterschreiben müssen. Die o.g. allgemeine Zustimmung widerrufen Sie. Auf jeden Fall können Sie vor der Sprechstunde noch mal fragen, ob durch die Chefarzt-Sprechstunde für Sie Zusatzkosten entstehen.








Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.


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