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Chef versucht mich zu kündigen - welche Rechte habe ich während der Probezeit, wenn ich Schwanger bi


18.11.2007 15:55 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Sehr geehrte Damen und Herren,

am 01.08.2007 habe ich bei eine neue Stelle begonnen. Mein Arbeitsvertrag beinhaltet eine Probezeit von 6 Monaten und ist unbefristet. In diesem Vertrag ist festgelegt, dass sich mein Bruttogehalt nach der Probezeit erhöht.
Nun bin ich in dr 15. Schwangerschaftswoche und habe meinen Arbeitgeber vor 2 Wochen darüber in Kenntniss gesetzt. Dieser bat mich um ein Gespräch indem er mich einen Aufhebungsvertrag vorgschlagen hat, dies verneinte ich. Einen Tag nach diesem Gespräch musste ich von einer Mitarbeiterin erfahren, dass ich nun keine Rechnungen und Aufträge schreiben darf, obwohl dies vorher zu meinen Aufgaben gehörte. Nun soll ich nur noch Zuarbeit leisten.
Einen weiteren Tag später bat er mich wieder zu einem Gespräch zu sich und hat mir einen Haltagsjob angeboten obwohl ich derzeit, gemäß Vertrag, ganztags beschäftigt bin. Das Gespräch blieb ohne Ergebnis, da ich mich nicht dazu geäußert habe und er ein Telefonat entgegen nahm. Ich bin von diesem mir entgegen gebrachten Verhalten sehr überrascht und verunsichert, da ich gerne meine Arbeit bis zum Beginn des Mutterschutzes nachkommen möchte. Vor noch wenigen Wochen wurde mir in einem Mitarbeitergespräch bestätigt das man mit mir und meiner Leistung zufrieden ist. Nun versucht er mir das Leben bzw. die Arbeit schwer zu machen, plötzlich wird mir Arbeit weggenomen und nach Fehlern gesucht.
Meine Fragen nun an Sie:

Welche Rechte habe ich in der Probezeit bei einem unbefristeten Vertrag und welche habe ich nach der Geburt?

Wieviel Prozent meines Gehaltes stehen mir und meinem Mann, nach der Geburt, zu? ( da sich ja laut Vertrag mein Gehalt nach der Probezeit erhöht)

Über eine prompte Antwort würde ich mich freuen.

MfG

K.P

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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

In der Schwangerschaft und bis 4 Monate nach der Entbindung haben Sie gem. § 9 MuSchG Kündigungsschutz. Dies gilt auch in der Probezeit und für Änderungskündigungen. Eine Verringerung der Arbeitszeit darstellt würde eine Änderungskündigung darstellen. Sie behalten somit Ihren Anspruch auf Vollzeitbeschäftigung.

Wenn Sie Elternzeit nehmen, dann haben Sie nach §§ 18, 19 BEEG (sh. Anhang) Kündigungsschutz bis zum Ende der Elternzeit. Danach ist das Arbeitsverhältnis mit den vertraglichen oder gesetzlichen Frsiten kündbar.

Für die Zeit des Mutterschutzes (6 Wochen vor der Entbindung/8 Wochen nach der Entbindung) erhalten Sie als Mutterschaftsgeld das Durchschnittseinkommen der letzten 3 Monate vor Beginn des Mutterschutzes.

In der Elternzeit erhalten Sie 67% des Durchschnittsgehaltes der letzten 12 Monate. Bei geringen Einkommen kann das Elterngeld bis zu 100% nach § 2 Abs. 2 BEEG aufgestockt werden.

Die beabsichtigte Erhöhung nach der Porbezeit kommt nur dann zum tragen, wenn sie bereits gezahlt wurde und somit in die Berechnung des Durchschnittseinkommens einfließt.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de


Anhang

§ 18 Kündigungsschutz
(1) 1Der Arbeitgeber darf das Arbeitsverhältnis ab dem Zeitpunkt, von dem an Elternzeit verlangt worden ist, höchstens jedoch acht Wochen vor Beginn der Elternzeit, und während der Elternzeit nicht kündigen. 2In besonderen Fällen kann ausnahmsweise eine Kündigung für zulässig erklärt werden. 3Die Zulässigkeitserklärung erfolgt durch die für den Arbeitsschutz zuständige oberste Landesbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle. 4Die Bundesregierung kann mit Zustimmung des Bundesrates allgemeine Verwaltungsvorschriften zur Durchführung des Satzes 2 erlassen.
(2) Absatz 1 gilt entsprechend, wenn Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerinnen
1.
während der Elternzeit bei demselben Arbeitgeber Teilzeitarbeit leisten oder
2.
ohne Elternzeit in Anspruch zu nehmen, Teilzeitarbeit leisten und Anspruch auf Elterngeld nach § 1 während des Bezugszeitraums nach § 4 Abs. 1
haben.



§ 19 Kündigung zum Ende der Elternzeit
Der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin kann das Arbeitsverhältnis zum Ende der Elternzeit nur unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen.



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