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Chef lässt meinen Mann nicht arbeiten, stattdessen Minusstunden machen


05.03.2007 14:18 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrte Damen und Herren,

durch innerbetriebliche Umstrukturierungen in der Chefetage in der Firma meines Mannes ist es jetzt so, dass er an seinem ursprünglichen Arbeitsplatz keine Arbeit mehr hat (es kommt keine Arbeit mehr rein), aber theoretisch könnte er auch mit auf die Baustelle. Sein Chef untersagte ihm dies jedoch. Nun muss er zu Hause sitzen und Überstunden und Urlaub abfeiern. Da beides aber in zwei Wochen verbraucht ist, soll er Minusstunden machen, die er irgendwann mal bezahlen muss. Ist dies überhaupt zulässig?

Vielen Dank

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Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn die Situation, dass Ihr Mann derzeit nicht beschäftigt werden kann, nicht durch sein Verhalten bedingt ist, ist eine Verrechnung dieser Stunden nicht ohne weiteres zulässig.

Ihr Mann sollte seinem Arbeitgeber noch einmal unverzüglich seine Arbeitskraft anbieten und ihn auffordern, ihn zu beschäftigen. Beschäftigt der Arbeitgeber Ihren Mann dann nicht, gerät der Arbeitgeber in Annahmeverzug und schuldet Lohn ohne Arbeit.

Der Aufbau von Minusstunden und die Verrechnung von Stundenguthaben durch Überstunden kann allerdings dann erfolgen, wenn eine entsprechende Vereinbarung besteht. Das wäre der Fall. wenn die Arbeitszeit flexibel über ein Arbeitszeitkonto abgerechnet wird und eine Verrechnung von Plus- und Minusstunden vereinbart ist.

Ich empfehle Ihnen, noch einmal den Arbeitsvertrag auf entsprechende Regelungen zu überprüfen und einen Anwalt mit der Sache zu beauftragen, wenn Ihr Mann keine Klärung mit dem Arbeitgeber erzielen kann. Wenn der Arbeitgeber unberechtigt Urlaub und Überstunden verrechnet, müsste auf Lohnzahlung geklagt werden, um den Urlaub und die Überstunden zu bewahren.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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