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Chef greift in die Privatsphäre ein und versucht den Mitarbeiter loszuwerden

29.04.2018 00:46 |
Preis: 38,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Hallo,

mein Fall hat sich in den letzten zwei Monaten etwas zugespitzt mit meinem Chef.

Ich arbeite seit Ende 2017 als Assistant Manager in einer Filiale für Bekleidung aber schon vorher in der Firma beschäftigt. Der Shopmanager ist erst einige Monate später dazugekommen.

Anfangs lief alles prima und er hat sich sehr für das Team und auch für mich eingesetzt. Er war auch derjenige,der mich gepuscht hat Assistant Manager zu werden und unseren Area Manager zu überzeugen. Mit Erfolg.

Der Shopmanager ist ein sehr offener Mensch und redet viel über privates Zeug. Was ja nicht schlimm ist.
Als er sich nach kurzer Zeit in der Umgebung mit anderen Shops bzw. weiteren Kollegen 'angefreundet' hat, lernte er nun eine junge Dame kennen die sichtlich jünger ist als er. Sie 22 er 62. Seine Schwärmereien waren nicht zu übersehen. Er als Langzeitsingle muss es nicht leicht gehabt haben.

Doch nun komme ich ins Spiel und die Junge Dame verliebt sich in den Mitte 20jährigen.
Nun sind wir seit 2 Monaten zusammen.

Die Probleme fangen jetzt richtig an. Mit mobbing ist nicht bei mir, weil er die Sprüche zurück bekommt und ich wegen mobbing keine Erfolgsaussichten habe um damit vorzugehen.
Er bezieht andere MA mehr ein und grenzt mich bewusst aus. Macht komische Andeutungen, wegen der Anzahl an MA im shop. Damit komme ich klar, weil ich weiß, dass ich trotz alledem einen guten Job mache.

Seit neuestem (1-2 Wochen) haben wir eine Videoüberwachung im shop. Diese nutzt er per smartphone von zuhause aus. Darf er das? Er hat mir ausdrücklich verboten, dass meine Freundin sich nicht im Shop aufhalten darf und mir mit Konsequenzen per whatsapp gedroht. Er ist der Meinung,dass andere MA sich belästigt fühlen und Ihre Wertsachen im Personalraum gefährdet seien.

Eine Einverständniserklärung unsererseits wegen der Videoaufnahmen existiert noch nicht. Auch im Arbeitsvertrag nicht. Wird hier gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht verstoßen? Ist es eine illegale Überwachung wogegen ich vorgehen kann? Dem Unternehmen möchte ich nicht Schaden, weil es ein gut bezahlter Job ist. Er muss wissen wo seine Grenzen sind und am besten verlässt er den shop. Ich nämlich, werde bleiben. Bloß wie gehe am besten vor?


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ob eine Videoüberwachung unzulässig ist, hängt von vielen Faktoren ab. Die Videoüberwachung von öffentlichen Verkaufsräumen ist zulässig, wenn der Arbeitgeber schützenswerte Interessen, wie zum Beispiel Schutz seines Eigentums oder der Mitarbeiter verfolgt.

Die Videoüberwachung muss für die Betroffenen Personen klar erkennbar sein. Eine schriftliche Einverständniserklärung muß nicht zwingend herbeigeführt sein.

Die Videoüberwachung von nicht der Öffentlichkeit zugänglichen Räumen wie z.B. der Personalpausenraum, sanitäre Anlagen usw. ist meistens nicht zulässig, weil hierdurch das Persönlichkeitsrecht des Mitarbeiters verletzt wird.

Zudem sind die Aufnahmen unverzüglich nach Zweckerreichung zu löschen.

Eine Überwachung der Mitarbeiter, bzw. deren Verhalten ohne einen anderen Zweck ist ebenfalls nicht zulässig.

Soltte daher nur der Verkausfraum überwacht werden und der Arbeitgeber tatsächlich das Eigentum schützen will, wäre die Videoüberwachung zulässig.

Was Sie schildern ist allerdings der Anfang von Mobbing. Ich empfehle Ihnen, ein Mobbingtagebuch zu führen, damit Sie gegebenfalls Schadensersatz/ Schmerzensgeld bei Fortdauer geltend machen können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht


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