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Chancen Aufenthaltsbestimmungsrecht für Vater?

19.04.2012 10:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Notfall! Bekannte ( Deutsche ) die in Portugal studiert hat und dort mit einem Mann lebt
( unehelich ) ist jetzt schwanger, möchte gegen den Willen des zukünfigen Vaters das Kind bekommen. Sie will am liebsten zurück nach Deutschland und hier in Ruhe ihr Kind zur Welt bringen. Sie könnte hier auch eine qualifizierte Arbeit bekommen. Der zukünftige Vater ist dagegen, daß Sie wieder nach Deutschland geht und hat angekündigt, dies zu verhindern.

Frage: Was hat der Vater ( Portugiese ) für Rechte, wenn Sie ihr Kind in Deutschland bekommt, insbesondere ist er der Meinung, er könne den Aufenthaltsort des Kindes ( soll natürlich Portugal sein ) bestimmen.
- was passiert, wenn Sie den Vater bei der Geburt nicht angibt - hat er Rechte das feststellen zu lassen ( z.B. Gentest )
- hat er das AUFENTHALTSBESTIMMUNGSRECHT für das Kind, wenn es in Deutschland geboren wird ?
- wie sind die Regelungen zum Umgang mit dem Kind ( Umgang / Info zur Entwicklung des Kindes will die Mutter natürlich gewähren )
- Unterhaltsanspruch bei Vater im Ausland ( EU ), aber dieser Pkt. ist nicht so wichtig

Bitte erläutern Sie mir kurz die Fragen, damit ich die Informationen schnell weiterleiten kann.


19.04.2012 | 11:40

Antwort

von


(407)
Ernst-Reuter-Allee 16
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Gegenwärtig ist das Kind noch nicht geboren. Somit kann der Lebensgefährte der werdenden Mutter auch deren Umzug nach Deutschland nicht verhindern. Ihre Freundin kann daher ihren Aufenthaltsort ohne Probleme wieder nach Deutschland verlegen.

Rechte erhält der Lebensgefährte erst mit der Feststellung der Vaterschaft. Mit der Feststellung der Vaterschaft gehen dann aber auch die Pflichten einher.

Nach der Geburt des Kindes kann der Vater dann vor dem Familiengericht in Deutschland einen Antrag auf Feststellung der Vaterschaft stellen bzw. die Vaterschaft vor dem Jugendamt oder dem Standesamt anerkennen. Die Anerkennung der Vaterschaft wird aber erst mit Zustimmung der Mutter wirksam. Erteilt die Mutter die Zustimmung nicht, kann der Vater sodann auf Feststellung der Vaterschaft vor dem Familiengericht klagen.

Gegenwärtig hat der Vater dann nicht automatisch die gemeinsame elterliche Sorge für das Kind inne. Allerdings besteht die Möglichkeit bereits jetzt für den Vater eines nichtehelichen Kindes nach erfolgter Vaterschaftsfeststellung, eine Entscheidung zur gemeinsamen elterlichen Sorge herbeizuführen. Es ist auch davon auszugehen, dass in der nächsten Zeit hier eine gesetzliche Regelung zur gemeinsamen elterlichen Sorge des Kindes ergehen wird.

Den Aufenthaltsort des Kindes und der Mutter kann er damit aber auch noch nicht bestimmen. Die Mutter müsste sich bei einer Entscheidung zur gemeinsamen elterlichen Sorge dann das Aufenthaltsbestimmungsrecht alleine übertragen lassen. Es ist nicht davon auszugehen, dass ein Gericht dem Vater in diesem Fall das Aufenthaltsbestimmungsrecht zusprechen würde.

Über den Umgang müssen sich die Eltern verständigen. Aufgrund der räumlichen Distanz wird es in diesem Fall schwierig sein, eine akzeptable Umgangsvereinbarung zu finden, denn gerade bei kleinen Kindern ist es sinnvoll, dass der Umgang regelmäßig, meist mehrmals wöchentlich stattfindet, damit eine Vater-Kind-Beziehung aufgebaut werden kann. Der Vater müsste aber hier von Portugal anreisen bzw. die Mutter mit dem Kind nach Portugal reisen.
Wenn sich die Eltern nicht auf den Umgang verständigen können, dann muss der Vater wiederum einen Umgangsantrag beim Familiengericht stellen, welches dann eine Umgangsregelung treffen wird.

Der Unterhaltsanspruch des Kindes richtet sich nach deutschem Unterhaltsrecht und wäre von der Mutter gegenüber dem Vater geltend zu machen. Wegen der Höhe des Unterhaltes ist auf die Düsseldorfer Tabelle abzustellen.





Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

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