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Centurionet, Proinkasso


04.02.2007 14:12 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht



Sehr geehrte damen und Herren,

gestern habe ich ein Schreiben der Proinkaso erhalten, in dem ich aufgefordert werde 165,31 Euro für die Nutzung von Centurio.com zu zahlen.
Tatsächlich habe ich mich im Oktober angemeldet, allerdings den Zugang am gleichen Tag noch gekündigt, da für mich als Macintosh User die Benutzung gar nicht möglich war. Laut AGBs war die Kündigung nur über einen (versteckten) Link möglich und nachdem ich das wie gefordert gemacht hatte, bekam ich dafür aber leider keine Bestätigung.
Nachdem ich per E-Mail die erste Zahlungsaufforderung bekam, habe ich via Kontaktfomular geschrieben, dass ich den Dienst nicht nutzen konnte und deshalb sofort gekündigt habe.
Wie muss ich weiterverfahren?
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Nach Ihren Angaben besteht keine Zahlungspflicht (vorbehaltlich der Kenntnis aller Unterlagen/Umstände, die im Rahmen der Erstberatung nicht gegeben sind.) Denn soweit es hier um die Inanspruchnahme von „Leistungen“ im Rahmen von Fernabsatzverträgen ging, stand Ihnen ein Widerrufsrecht zu. Diese Recht haben Sie auch fristgerecht ausgeübt („Kündigung“). Erloschen ist es zudem nicht, da Sie angeben, niemals Leistungen in Anspruch genommen haben.

Teilen Sie daher dem Inkassobüro mit, dass eine Leistungspflicht Ihrerseits nicht besteht. Sollte das Inkassobüro von seinen Forderungen nicht absehen, empfehle ich die Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes, der ein Abwehrschreiben aufsetzt. Erfahrungsgemäß hat es sich dann mit der Forderung der Gegenseite „erledigt“. Gerne stünde auch ich insoweit zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 04.02.2007 | 20:58

Vielen Dank erstmal für die schnelle Antwort.
Bin ich nicht in der Beweispflicht, da ich mich ja wirklich angemeldet habe und für die Kündigung keinen Nachweis habe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.02.2007 | 21:25

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Grds. sind Sie beweispflichtig dafür, dass Sie (fristgemäß) gekündigt haben bzw. von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht haben.

Sie haben hier einen „versteckten link“ aufgerufen. Soweit Sie die Linkadresse noch abgespeichert haben, können Sie jederzeit substanziiert vortragen, dass Sie durch Klicken dieses links Ihr Kündigungsrecht/Widerrufsrecht ausgeübt haben. Dann muss sich die Gegenseite dazu „erklären.“

Soweit Sie also wie beschrieben vortragen können, sieht es mit der „Beweislast“, etc., für Sie nicht unbedingt schlecht aus.

Ansonsten muss man die Zahlungsaufforderung auch in weiteren Punkten angreifen, was allerdings die Kenntnis des Online-Auftritts, des Ablaufs der Anmeldung sowie der gesamten Korrespondenz voraussetzt.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

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