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Carport mit 12 Meter Länge, angrenzend an zwei Nachbarschaftsgrundstücken


23.10.2017 14:42 |
Preis: 50,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo, ich habe einen Carport aus massiven Holz selber neben meinem Haus errichtet. Genau auf der Grenze hatte der Nachbar A wohl vor über 25 Jahren seine Doppelgarage aus Kalksandstein errichtet. Diese grenzt mit gut 6,5 Meter an mein Grundstück, um dann in einem 60 Grad Winkel und als Grenzmauer zu dem dahinterliegenden Nachbarn B weiter zu laufen.
Die weiteren 5,5 Meter meines Carports laufen nun entlang der Grundstücksgrenze von Nachbar B.
Beim individuellen Baus des Carports habe ich die Bauvorschrift des Landes NRW (Die Gesamtlänge der Bebauung nach Satz 1 darf je Nachbargrenze 9 m und auf einem Grundstück zu allen Nachbargrenzen insgesamt 15 m nicht überschreiten), so gelesen das ich hier in diesem Falle länger als die 9 Meter bauen durfte, weil ja nach der massiven Garage des Nachbarn A die Grenze von Nachbar B beginnt, welche mit Baumbestand (Hecke über 4m hoch und einen dünnen Flechtzaun) beginnt.
Mein Haus hat eine Bauttiefe von 8 Metern, daran angebaut ist eine Terasse von gut 3 Metern Tiefe, so das sich rechts neben dem Haus dieser lange "Schlauch" (von gut 3,6m Breite und 12 m Länge) zum Nachbarn ergibt. Ich habe praktisch nur diese "Baulücke" überdacht.
Meine Frage ist jetzt natürlich ob ich so richtig gedacht habe und ob dem Nachbar A, mit seiner Massiv Garage eventuell eine Baulast zuzumuten wäre, damit ich den 12 m langen Carport erhalten kann.
Bei einer Baubegehung des Bauamtes argumentierte der Mitarbeiter nämlich, das die 9 Meter Länge nur von meiner Seite aus zu berechnen sei und nicht auf die Zwei Nachbarschaftsgrenzen, die an meine Grundstück angrenzen, aufzuteilen sei.
Vielen Dank für die Auskunft.
23.10.2017 | 15:39

Antwort

von


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Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Baulast werden Sie nicht beantragen können und wäre auch hier gar nicht notwendig.
Solange Sie die 15m einhalten, ist das in Ordnung sofern es auch auf beide Grundstücke aufgeteilt ist.
§ 6 Absatz 11 BauONRW ist hierbei eindeutig, sodass eine eventuelle Verfügung seitens der Behörde zurückgewiesen werden kann.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 24.10.2017 | 15:21

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,
vielen Dank für ihre Antwort auf meine Frage.
Dieser entnehme ich also, das ich den § 6 Absatz 11 BauONRW, richtig umgesetzt habe.
Das Bauamt wird also nicht von mir verlangen können den 12 m langen Carport , der entlang zweier Nachbarschaftsgrundstücke gebaut ist, auf 9 m einzukürzen, weil sie der Meinung sind das ich die 15 m Grenzbebauung, auf mehrere Seiten meines Grundstückes hätte aufteilen müssen.
Es ist also gestattet einen Carport anstatt max. 9 m an einer Grundstücksgrenze auch bis zu 15 m entlang zweier Grundstücksgrenze zu errichten?

Ich danke Ihnen jetzt bereits für eine eindeutige Antwort.
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.10.2017 | 15:33

Sehr geehrter Fragesteller,

in Ihrem Fall geht es um Nachbarschutz, und dieser ist bei einer Trennung der Grundstücke insoweit nicht vorhanden, sodass das jeweilige Schutzinteresse des einen Nachbarn an der Grenze endet und somit dieser auch nur maximal 9m belastet werden kann. Der Überhang belastet daher nur den jeweils anderen Nachbarn, wobei dieses erlaubt ist, da die Aufteilung entsprechend auf mehrere Grundstücke verteilt werden kann, ob nun linear oder über Eck.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.


Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

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