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Carport anders als bestellt

28.02.2014 17:39 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Torsten Vogel


Zusammenfassung: Bei einem Carport können Regelungen des Kaufrechtes oder des Werkvertragsrechtes zu Anwendung kommen. Dies Unterscheidung ist entscheidend für die Mängelgewährleistungsrechte.

Ich habe am 08.01.2012 einen Auftrag für die Errichtung eines Carports erteilt mit sehr genauen und detaillierten Plänen und Maßen.

Nach Fertigstellung des Carports stellte sich heraus, dass die Maße und die Details dieses Carports nicht nach dem vertraglichen Plan errichtet wurden. Nun möchte ich den Rückbau des Carports gegen die bereits geleistete Zahlung.

Ist hier eine Klage auf Grundlage meiner Vorstellungen möglich, da ich etwas anderes bekommen habe als beauftragt, z.B. Maße der Pfetten, Holzsortierung, Detailausbildungen in den Sichtbereichen usw.

Vorzugsweise wird ein Anwalt im Raum Dresden um Auskunft gebeten, der eventuell auch den Klageauftrag erhält.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Aus Ihren Ausführungen geht hervor, dass es sich nicht um einen Carport "von der Stange" bsw. ein Fertigprodukt aus dem Baumarkt o.ä. handelt, sondern dieser nach Ihren Plänen gefertigt wurde, oder hätte gefertigt werden sollen.
Daher sind auf diesen Carport werkvertragliche Normen anzuwenden.
Ihre Rechte beim Vorliegen von Mängeln richten sich somit nach § 634 BGB.
Sie teilen leider nicht mit, ob es bereits eine Aufforderung an der Werkunternehmer zu Mangelbeseitigung gab. Dies stellt jeweils den ersten Schritt beim Vorliegen von Mängeln im Werkvertragsrecht dar.
Sie müssen dem Werkunternehmer grundsätzlich die Möglichkeit zur Nachbesserung des mangelbehafteten Werkes gem. § 635 BGB gewähren.
Sie haben auch grundsätzlich keinen Einfluss auf die Art und Weise der Mangelbeseitigung. Das Wahlrecht zwischen Nachbesserung und Neuerrichtung ebenso wie die Art und Weise der Nachbesserung obliegt dem Werkunternehmer, anders als bsw. im Kaufrecht.

Sie haben daher zunächst keinen Anspruch auf Rückzahlung des Werklohnes, sondern wie ausgeführt auf Nacherfüllung.

Zu den sekundären Mangelrechten, wie Minderung, Schadenersatz, Selbstvornahme, Rücktritt kommen Sie erst nach erfolglosen Ablauf einer Frist zur Nacherfüllung oder bei deren Verweigerung durch den Werkunternehmer.

Sie sollten daher dem Werkunternehmer eine angemessene Frist zu Nacherfüllung in einer gerichtsfest nachweisbaren Form setzen.
Ideal wäre hierbei die Überbringung der Nachfristsetzung durch Boten.
Als angemessen wird in der Regel eine Frist von 14 Tagen angesehen.

Sollte innerhalb der Frist keine Nachbesserung erfolgen oder diese unzulänglich sein, sollten sie sich an einen Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht in Ihrer Nähe wenden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

T.Vogel

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