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Cannabis und Führerschein

14.05.2019 11:18 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Der Besitz von Cannabis alleine führt noch nicht zum Entzug der Fahrerlaubnis, wenn kein regelmäßiger Konsum nachweisbar ist.

Hallo, Person A wurde vor ca. 5 wochen von 3 Beamten mit einem Durchsuchungsbefel für sein Zimmer geweckt und die Beamten fanden ca. 2 g Cannabis, 2 bongs und 2 Grinder. Person A machte keine Angaben zeigte sich aber Kooperativ und gab den Beamten alles, was für sie von Bedeutung wäre. Anschließend wurde Person A noch mit auf die Wache genommen zum Fingerabdrücke abnehmen und Fotos machen. Person A besitzt einen Führerschein (B) würde sich aber gerne in den nächsten Tagen für den Motorradschein (A2) anmelden damit er ihn diesen Sommer noch bekommt. jedoch hat Person A angst dass die Führerscheinstelle Informiert wurde und sich der Führerschein auf nächstes jahr verschiebt, oder er sogar seinen Autoschein abgeben muss.

Wie Warscheinlich ist es dass dieser Fall eintritt ?

Mit freundlichen Grüßen.
14.05.2019 | 13:04

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich Ihnen folgendermaßen beantworten.

Grundsätzlich erfährt die Führerscheinstelle von einem Strafverfahren, das gegen Sie wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) geführt wird.
Es ist für Sie von Vorteil, dass Sie gegenüber den Polizeibeamten keine Angaben gemacht haben. Damit kann nicht auf ein bestimmtes Konsumverhalten geschlossen werden. Das Konsumverhalten ist bei Marihuana ausschlaggebend dafür, ob Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen werden darf oder nicht. Wenn Sie zum Beispiel gegenüber den Polizeibeamten gesagt hätten, dass Sie jedes Wochenende einen Joint rauchen, wäre Ihre Fahrerlaubnis in Gefahr. Da Sie keine Aussage getätigt haben, besteht diesbezüglich aufgrund Ihrer Aussage diese Gefahr nicht.

Allerdings enthält Ihre Frage keine Angaben dahingehend, ob Ihr Smartphone, ein Tablet, ein Notebook oder ein PC beschlagnahmt wurden und ob Sie die Passwörter hierfür bekannt gegeben haben. Falls dies der Fall war, besteht die Möglichkeit, dass die Polizisten durch das Auslesen des Telefons und der anderen Geräte an Datengelangen, die Hinweise auf Ihr Konsumverhalten geben. Unter Umständen besteht die Gefahr, dass Ihnen auch der Handel mit Betäubungsmitteln nachgewiesen werden kann. Anhand Ihrer Sachverhaltsangaben kann ich nicht beurteilen, ob dies bei Ihnen auch problematisch werden kann.

Sollte sich anhand der elektronischen Geräte kein regelmäßiger Konsum von Cannabis nachweisen lassen und Sie auch nicht mit THC im Blut beim Führen eines Fahrzeugs aufgegriffen worden sind, besteht grundsätzlich keine Gefahr, dass Sie Ihren Führerschein verlieren oder den Führerschein für das Motorrad nicht erwerben dürfen. Die Fahrerlaubnisbehörde entzieht bei regelmäßigem Cannabiskonsum die Fahrerlaubnis. Voraussetzung hierbei ist, dass dieser Konsum nicht in Verbindung mit dem Führen eines Fahrzeugs steht. Dann gelten strengere Regeln.

Wenn man Ihnen allerdings nachweisen kann, dass Sie sich im Besitz harter Drogen, wie Heroin, Amphetamin, MDMA, etc. befunden haben, wird Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen und Sie verlieren Ihren Führerschein.

Ich hoffe, dass ich Ihnen Ihre Frage umfangreich und verständlich beantwortet habe.


Mit freundlichen Grüßen

Stefanie Lindner


Nachfrage vom Fragesteller 14.05.2019 | 19:10

Ein Handy wurde abgenommen. Es könnte sein, dass darauf vereinzelte Nachrichten sind die auf gelegentlichen Konsum deuten. Härtere Drogen und Handel ist auszuschließen.

Vielen Dank für die schnelle Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.05.2019 | 20:59

Wenn der Konsum absolut gelegentlich und nicht regelmäßig stattfand, dürften Sie Ihren Führerschein und Ihre Fahrerlaubnis behalten. Das bloße Beschaffen von Marihuana belegt überdies noch keinen Konsum. Wenn Sie sich nicht dazu äußern, wird man Ihnen höchst wahrscheinlich keinen Konsum anlasten können.

Ich rate Ihnen weiterhin zu schweigen und Akteneinsicht über einen Rechtsanwalt zu beantragen.

Dann wissen Sie genau, welche Informationen den Ermittlungsbehörden vorliegen und was Sie erwarten kann.


Mit freundlichen Grüßen

Stefanie Lindner

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