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CFD Handel - Aktien ohne Genehmigung einfach verkauft. Was tun?

18.10.2013 12:40 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Sehr geehrtes Frage einen Anwalt Team,

zur Zeit plagt mich ein rechtliches Problem.

Ich habe über den CFD Händler CMC MArkets bei einer Margin von 6.000€ für 50.000 € mitte August Balckberry Aktien erworben. Anfangs liefen die Aktien ganz gut in kurzer Zeit um die 10.000 Gewinn. Dann kamm Ende September ein Gewinnwarnung von BB heraus, der Markt war zu diesem Zeitpunkt geschlossen. Die Aktie verlor massiv an Wert und CMC Markets verkaufte automatisch ohne mich zu fragen die CFDs bei einem undenkbaren Kurs. Das Ende vom Lied ist ich verlor alles und muss jetzt auch noch mehr als 6000 € nachzahlen !!!

Könnnen Sie mir bitte helfen hier gegen diese Forderung vor zu gehen?

Ein Freund erzählte mir dass das von CMC Markets gerne so gemacht wird und hier schon öfters Anwälte für das Recht des Kunden eintreten mussten. Sollte ich hier einen guten Anwalt bekommen bin ich gerne bereit neben meiner Rechtschutzversicherung noch Geld drauf zu legen.

viele Grüße

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die wesentliche Frage ist hier, ob der Händler (nachfolgend von mir zur Vereinfachung „H" genannt) die Wertpapiere veräußern durfte und wenn nein, was dieses für Konsequenzen hat.

Veräußern durfte H die Wertpapiere vor allem in zwei Fällen:

1. Mit ausdrücklicher Zustimmung von Ihnen
2. Mit einer entsprechenden Ermächtigung aus dem Anlagevertrag

Zu 1.)

Nach Ihrer Schilderung liegt eine ausdrückliche Zustimmung von Ihnen nicht vor.

Zu 2.)

Hier kommt es auf die Anlagebedingungen ( insbesondere den Wertpapierprospekt ) an. Theoretisch wäre es möglich, dass hier ein Verkauf nach einer bestimmten Zeit oder bei einem bestimmten Wert/Ereignis möglich ist.

Bitte sehen Sie mir nach, dass eine abschließende Antwort ohne Kenntnis und genaue Prüfung der Anlagebedingungen an dieser Stelle nicht möglich ist. Diesem Aspekt sollte man aber unbedingt nachgehen.

Im Ergebnis ist es jedenfalls so, dass H die Beweislast dafür hat, dass er legitimiert gewesen ist, die Aktien zu verkaufen. Ohne eine entsprechende Legitimation hätte H sich Ihnen gegenüber schadensersatzpflichtig gemacht was im Extremfall dazu führen könnte, dass Sie sogar Ihre vollständige Einlage wieder erhalten. Dieses müsste im Rahmen einer einzelfallbezogenen Prüfung
anhand der Anlagebedingungen und sonstigen relevanten Unterlagen untersucht werden.

Selbst wenn H hier zum Verkauf legitimiert sein sollte, wären aber auch aus einem anderen Aspekt heraus Schadensersatzansprüche denkbar.

In solchen Konstellationen kommen nämlich häufig verschiedene Schadensersatzansprüche sowie Anspruchsgegner in Betracht.
Gegenüber dem Träger7 Emittenten der Aktien könnten unter Umständen Ansprüche aus Prospekthaftung bestehen, sofern im Prospekt falsche Angaben gemacht worden sind, nicht vollständig aufgeklärt worden ist oder insbesondere das mit der Anlage verbundene Risiko heruntergespielt worden ist.

Gleichzeitig käme auch noch gegebenenfalls eine Haftung des Beraters (hier wohl H), der Ihnen die Anlage damals vermittelt hat in Betracht. Hier hat der Bundesgerichtshof in langwieriger Rechtsprechung Grundsätze zur so genannten Beraterhaftung geprägt.

Nach dem sog. Bond-Urteil des BGH muss der Anlageberater anlagegerecht und anlegergerecht beraten.

Mit anlegergerecht ist gemeint, dass der Berater auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen muss und herausfinden muss, welche Anlageform für ihn sinnvoll ist.

Ist für den Kunden beispielsweise eine sichere Anlageform angemessen oder verlangt er sogar eine sichere Anlageform, so dürfen beispielsweise keine hoch spekulativen Aktienfonds oder Ähnliches vermittelt werden.

Alleine dieses könnte schon eine Beraterhaftung auslösen.

Ohne genaue Einsicht in den Verkaufsprospekt und den genauen Ablauf des Verkaufs sowie des weiteren Verlaufs innerhalb des Fonds kann leider aus der Ferne keine abschließende Beurteilung gegeben werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte. Gerne würde ich Sie in der Angelegenheit weiter unterstützen. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung auf dem Bereich des Kapitalanlagerechts und der Führung entsprechender Gerichtsverfahren kann ich Sie kompetent unterstützen. Bei Interesse können Sie sich gerne (zunächst natürlich völlig unverbindlich) per E-Mail (info@kanzlei-newerla.de) an mich wenden.

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