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C-Date / Kündigung / Mahnung Inkasso-Androhung

| 17.05.2013 11:00 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Zusammenfassung: Automatische Vertragsverlängerung bei C-Date kann im Einzelfall wirksam sein

Ende März 2012 habe ich mich u.a. auf der Casual Dating Website "C-Date" angemeldet.
Ende Mai 2012 habe ich mich dort abgemeldet, indem ich im Profil den Kontostuatus geändert habe und ein dort vorbereitetes Fax heruntergeladen und an eine Fax-Nummer in Luxenbourg erfolgreich verschickt habe.

Danach habe ich von der Seite nichts mehr gehört bis sich Anfang Mai die Interdate S.A. aus Luxenbourg bei mir meldete, dass sich mein Abo bei C-Date automatisch nach ihren Geschäftsbedingungen verlängert habe und das sie rund 250 Euro eintreiben wollten. Eine bei der Anmeldung erforderlichen Bankeinzug haben sie dazu genutzt um das Geld abzubuchen. Ich habe den Betrag zurückbuchen lassen.

Daraufhin setze mir die Firma eine Frist zur Zahlung des Betrages, nebst 11 Euro Bearbeitungsgebühr. Bei nicht fristgerechter Zahlung will man ein Inkassobüro beauftragen.

Name (über die bankverbindung) und IP Adresse sind dort bereits bekannt, die IP Adresse wurde auch bereits richtig über den Anbieter recherchiert (ein auch privat genutzer Internet-Anschluss meines Arbeitgebers).

Muss ich (zunächst) zahlen, um dann erneut schriftlich zu kündigen? Oder wie soll ich mich verhalten? Ich möchte einen Rechtsstreit über Inkasso-Anschreiben an meinen Arbeitgeber vermeiden. Dummerweise habe ich nach einem Jahr keinen Nachweis mehr über das erfolgreich verschickte Fax.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie über die Plattform im Jahre 2012 zunächst einen Vertrag abgeschlossen.

Ich gehe nach Ihrer Schilderung deshalb davon aus, dass der Vertrag zunächst wirksam zustande gekommen ist.

Die Frage ist also, ob Sie Ihren Vertrag wirksam beendet haben.

Nach Ihrer Schilderung haben Sie ein Fax geschickt. Ich gehe davon aus, dass es sich dabei um eine Kündigung der Widerruf handelt ( sofern die Widerrufsfrist von 14 Tagen noch einzuhalten gewesen wäre).

In beiden Fällen ist das Problem, dass Sie im Streitfall nachweisen müssen, dass Ihre Kündigung/Widerruf der Gegenseite zugegangen ist. Es genügt also leider nicht, wenn Sie lediglich nachweisen können, dass Sie es versendet haben.

Sofern Sie ein Fax-Protokoll hätten, aus dem hervorgeht, dass Sie das Fax gesendet haben und das Fax auch angekommen ist, könnte dieses helfen. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie aber leider gerade nicht mehr ein solches Dokument/Sendeprotokoll. Daher können Sie leider den Zugang der Kündigung/Widerruf nicht nachweisen.

Folge: Sie können sich nicht auf eine wirksame Kündigung/Widerruf erfolgreich berufen. Sofern die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters vorsehen, dass sich im Falle einer unterlassenen Kündigung innerhalb einer gewissen Frist der Vertrag automatisch verlängert, sind Sie leider an diese Verlängerung gebunden.

Sie sollten sich daher mit der Gegenseite in Verbindung setzen und versuchen vielleicht sich aus Kulanz in der Mitte zu einigen. Die Forderung vollständig zurückweisen sollten Sie (leider) aus den eben genannten Gründen nicht.


Ich wünsche hoffe, dass ich Ihre Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten konnte und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Freitagnachmittag sowie ein erholsames Wochenende!

Bewertung des Fragestellers 17.05.2013 | 12:14

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