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Burnout-krankmeldung-kündigung-ALG1

| 26.01.2017 10:54 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Sperrzeit bei Eigenkündigung oder Aufhebungsvertrag eines Arbeitnehmers bei Arbeitslosengeld I vor dem Hintergrund einer burn out- Erkrankung

Guten Tag! Ich habe ein Burnout und schon einige Krankmeldungsvorschläge abgelehnt da es auf der Arbeit keine Vertretung gibt und meine Kollegen es auf ihren Schulter austragen müssten und ich es ihnen nicht zumuten kann, selbst aber auch nicht mehr weiter weiß. Wenn ich kündige und noch die letzten Monate durchhalte bekomme ich eine Sperre um ALG1 zu beantragen sobald ich arbeitslos bin? Ich bin allein erziehend mit 1 Kind und habe alle Betreuungsmöglichkeiten für ihn ausgeschöpft, zu meinen Arbeitszeiten bekomme ich keine Betreuung und habe auch kein Soziales Netzwerk was mich unterstützen könnte. Nun überlege ich wie es weitergehen soll ohne Existenzängste zu bekommen oder jemandem zu schaden und brauche dringend Rat. Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Hat die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer sich versicherungswidrig verhalten, ohne dafür einen wichtigen Grund zu haben, ruht der Anspruch für die Dauer einer Sperrzeit. Versicherungswidriges Verhalten liegt (u. a.) vor, wenn die oder der Arbeitslose das Beschäftigungsverhältnis gelöst oder durch ein arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlass für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben oder dadurch vorsätzlich oder grob fahrlässig die Arbeitslosigkeit herbeigeführt hat (Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe).

Wenn aber die Eigenkündigung von Ihnen krankheitsbedingt erfolgt, kann sich das anders darstellen.

Hier müssen Sie allerdings dann zu sehen, dass Ihnen ein Arzt ein Attest beziehungsweise Gutachten darüber erstellt, dass Sie nur mithilfe einer Eigenkündigung beziehungsweise eines Aufhebungsvertrages hinsichtlich Ihres Arbeitsverhältnisses einer weiteren Gesundheitsschädigung zuvorkommen können und ein Arbeitsplatzwechsel aus medizinischer Sicht notwendig erscheint, um einer weiteren Schädigung vorzubeugen.

In der Regel muss sich die Arbeitsverwaltung, also die Agentur für Arbeit, damit zufrieden geben, da man Ihnen Ihr Kündigungsverhalten beziehungsweise das Verhalten, ein Aufhebungsvertrag einzugehen, nicht mehr angelastet werden darf und deswegen die Sperrzeit wegfallen muss.

Denn ansonsten hätte das zufolge, dass Sie in einem Arbeitsverhältnis bleiben müssen, was Ihnen angesichts der dortigen Umstände gesundheitlichen Schaden zufügen würde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 26.01.2017 | 11:50

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