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Bundeswehr


10.12.2007 13:07 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler



Guten Tag,
meine rechtliche frage dreht sich um folgendes :
Ich war vom 1.1.2007 bis zum 30.09.2007 bei der Bundeswehr. Ich war die ersten 4 Monate in Minden, in den letzten 2 Wochen hatte ich starke schmerzen im Knie worauf hin ich zum Arzt bin und die Ärztin mir dort gesagt hat das die Innenbänder gereizt sind.
Als ich dann hier in Hamburg war, haben die Schmerzen aber nicht aufgehört somit bin ich wieder zum Arzt, der mich aber nur mit Medikamenten zu gepackt hat und gesagt hat, es wäre eine reizung im Gelenk da könne man nicht viel machen.
Da sich die Schmerzen über die gesamten 5 Monate in Hamburg hingezogen haben war ich in dieser Zeit sehr häufig beim Arzt und wurde nie zum Röntgen geschickt oder zum CRT.
2 Wochen vor Beendigung meines Wehrdienstes bin ich zu Hause die Treppe herunter gefallen, wobei ich mir das vordere Kreuzband und den Meniskus gerissen habe, dass ist am 16.09 passiert. Am 17.09 war ich im Bundeswehrkrankenhaus und habe mich Röntgen lassen, da die Knochen aber in Ordnung waren, hat mich der mich dort behandelte Arzt zu meinem Truppenarzt geschickt. Dieser hat mich nach Hause geschickt für 2 Tage mit der Information das es evtl. ein Muskelriss und eine Prellung ist, mehr aber nicht. Da mein Knie aber am Dienstag so dick war und ich das Bein nicht mehr strecken konnte, musste ich wieder zum Arzt. Dieser hat dann einen CRT-Termin vereinbart, der aber erst 2Wochen später war und somit 2 Tage vor meiner Entlassung.
Im Krankenhaus nach der Operation die am 8.10.2007 war, wurde mir von den Ärzten dort mitgeteilt, dass der Meniskus 2fach gerissen war und das Kreuzband angerissen war. Sprich das waren die Schmerzen die ich die ganze Zeit davor hatte. Den OP-Bericht habe ich hier vorliegen mit Unterschrift des Arztes.
In meinen Augen haben die Ärzte der Bundeswehr nicht korrekt gehandelt, man hätte mich doch nach dem ich innerhalb 4 Wochen 5 mal da war, zum Röntgen oder zum CRT schicken können, damit man hätte sehen können, dass ein erheblicher Schaden in meinem Knie vorliegt!

Bestehen hier Möglichkeiten gegen die Bundeswehr vorzugehen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Grundsätzlich gilt, dass Sie bei einem ärztlichen Behandlungsfehler den Schaden ersetzt verlangen können, der Ihnen durch den Fehler kausal entstanden ist. Nach Ihren Schilderungen besteht die Möglichkeit, dass eine Befunderhebung durch Röntgen/MRT unterlassen oder verzögert wurde, obwohl diese aufgrund der geschilderten Beschwerden indiziert gewesen wäre. Zu diesem Schaden gehört auch ein Anspruch auf Schmerzensgeld, als Ausgleich dafür, dass eine gebotene Behandlung nicht (zeitnah) durchgeführt wurde und dadurch ggf. Schmerzen/Beschwerden vermeidbar gewesen wären. Beachten Sie, dass nur der „Mehr-“ oder „Verschlimmerungs-“Schaden aufgrund der Verzögerung ersatzfähig sein wird und nicht zudem der, der aufgrund der Verletzung selbst entstanden ist. Denn dieser wäre sowieso eingetreten.

Für den Nachweis der Voraussetzungen der Ansprüche sind Sie darlegungs- und beweisbelastet. Da für die Nachweise sowohl medizinische Fragen, als auch rechtliche Probleme zu beachten sind, rate ich Ihnen zur Vorbereitung und für die Begleitung bei der Durchsetzung von Ansprüchen einen auf das Medizinrecht spezialisierten Kollegen zu beauftragen.

Dadurch vermeiden Sie juristische Fehler bei der Schadensdurchsetzung und können zudem sicher sein, von der qualifizierten vertretenen Gegenseite über den Tisch gezogen zu werden.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.


Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -


www.ra-freisler.de
www.kanzlei-medizinrecht.net




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