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Bürgschaft aus einem Leasingvertrag für Sohn

24.01.2020 18:16 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Im Fall der Abrechnung eines Leasingvertrages besteht meist Verhandlungsspielraum im Bereich der Gutachten zum Zustand des Fahrzeugs. Ein Bürge steht lediglich für die Pflichten des Schuldners ein und wird nicht Partner des mit dem 3. abgeschlossenen Vertrages mit eigenen Rechten.

Im Leasingvertrag meines Sohnes habe ich 2016 eine Bürgschaft abgegeben mit Laufzeit bis September 2020.
Über das Vermögen meines Sohnes wurde 2019 ein Insolvenzverfahren eröffnet. Mein Sohn hat diesen Umstand am 9.8.19 dem Leasinggeber mitgeteilt und am 12.9.19 das Fahrzeug zurückgegeben.
Ich (Bürge) persönlich hatte bis heute nichts davon erfahren.
Heute bekomme ich vom Leasinggeber eine Zahlungsaufforderung über 7.385,30 EUR bis 3.2.20
bzgl.ausstehenden Raten (3705,-)ab FZ-Übergabe sowie offenen Leasingraten bis 12.9.19 (2260,-), Minderwertausgleich (hypothetischer RW ./. Schätzwert lt. Gutachten 1470,-), Forderung aus vorzeitiger Vertragsabrechnung (2290,-), Kosten für die Erstellung von Gutachten (60,-) sowie 30,- Rücklastschriftsgebühren.
Ich würde gerne erfahren, ob die Forderung in der mitgeteilten Höhe rechtens ist, bzw. ob über das Vorgehen nicht mit mir als Bürgen, im Vorfeld hätte gesprochen werden müssen. Ich wurde nicht informiert und mir wurde auch keine Möglichkeit eingeräumt, einen Käufer zu suchen, bzw. das FZ selbst zu übernehmen. Letztlich hätte ich ja die Leasingraten zu Ende führen können (bis Ende 9/2020) und so wenigstens die Kosten der vorzeitigen Vertragsabrechnung sparen können.
Habe, als mittlerweile Rentner, wirklich Probleme mit der Summe.
Vielen Dank
Mit freundlichen Grüssen

24.01.2020 | 19:22

Antwort

von


(569)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

ohne Durchsicht der Verträge und auch der Berechnung im einzelnen wird man Ihre Frage nur schwerlich beantworten können. Die Leasinggesellschaften sind oftmals bei der Berechnung des Minderwertes recht großzügig und bemängeln zum Beispiel schon Steinschläge bei der Rückgabe eines Fahrzeugs, das vertragsgemäß mit einer Laufleistung von etwa 60.000 km zurückgegeben werden durfte, obwohl dies auch bei einer ganz normalen Benutzung eines Fahrzeuges schlicht nicht vermieden werden kann. Wenn Ihnen das Gutachten vorliegt, können Sie versuchen hier dagegen zu argumentieren. Allerdings können Sie aufgrund des Zeitablaufes vermutlich auch kein Alternativgutachten mehr einholen. Das Fahrzeug wird vermutlich längst verkauft sein.

Sie schreiben hier einmal von "ausstehenden Raten (3705,-)ab FZ-Übergabe" und von "offenen Leasingraten bis 12.9.19 (2260,-)," dies ist nicht ganz verständlich. Wenn die Leasinggesellschaft die Raten bis September 2020 verlangt hat, kann sie natürlich nicht noch einmal die Kosten für die vorzeitige Vertragsauflösung geltend machen. Vielleicht wurden ihnen aber auch nur rückständige Leasingraten in zwei Positionen in Rechnung gestellt.

Soweit Sie bemängeln, dass nicht mit Ihnen besprochen wurde, sollten Sie diese Frage vor allen Dingen Ihrem Sohn stellen. Allerdings werden die Forderungen gegen diesen wegen der Insolvenz vermutlich nicht werthaltig sein. Als Bürge haben Sie sich lediglich gegenüber der Leasinggesellschaft verpflichtet, für dessen Verbindlichkeiten einzustehen, nicht weiterer Vertragspartner mit Rechten gegenüber der Leasinggesellschaft geworden.

Soweit Sie von einem Verkauf des Pkw durch Sie sprechen, weise ich darauf hin, dass ein Leasingvertrag eher einer Miete ähnelt und es grundsätzlich vorgesehen ist, dass das Fahrzeug am Ende des Vertrages in einem bestimmten Zustand zurückgegeben wird. Aus diesem Grunde wurde Ihnen ganz offenbar auch kein Restwert des Fahrzeuges im Rahmen der Abrechnung der Leasinggesellschaft in Abzug gebracht.

Sie sollten in jedem Fall mit der Leasinggesellschaft über eine Ratenzahlung sprechen, wenn sie die Summe nicht in einen Betrag aufbringen können. Vermutlich wird dies leicht zu verhandeln sein, da diese ja von der Insolvenz Ihres Sohnes wissen. Sie sollten auch einmal bei Ihrem Sohn nachfragen, ob sein Insolvenzverwalter Gelder erwirtschaften wird, die er gegebenenfalls dann auch an die Gläubiger ausschüttet. Vielleicht geht Ihr Sohn ja auch arbeiten hat monatlich Abzüge vom Gehalt im Rahmen von pfändbaren Einkommen. Wenn Sie Zahlungen tätigen, können Sie sich auch selber als Gläubiger im Insolvenzverfahren des Sohnes aus übergegangenem Recht anmelden und gegebenenfalls auf diesem Weg noch in Zukunft Gelder zurückerhalten.

Ich bedaure keine detaillierteren Auskünfte geben zu können, was aber der fehlenden Kenntnis des Leasingvertrages und auch der Abrechnung geschuldet ist.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

ANTWORT VON

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