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Btmg


| 23.11.2006 21:23 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Hallo
Ich habe demnächst eine Verhandlung der Vorwuf lautet illegaler erwerb von btm. hierbei geht es um acht extasy tabletten jeweils für den preis von 8€ und zwei gramm hasch für jeweils 10€ pro gramm.
es wurden bei mir keine drogen gefunden oder beschlanahmt aber bei einer haus durchsuchung vor einigen monaten (grund dafür ich soll von jemand extasy gekauft haben stimmt auch) wurden in meiner wohnung ziemlich viele utensilien (tütchen,2waagen,wasserpfeife,behältnisse usw)beschlagnahmt. ich habe davor selbst drogen verkauft in nicht geringen mengen und als sie das ganze zeug fanden hab ich es mit der angst bekommen das die wissen wollen wofür das alles ist und ich es brauche. dann hab ich den polizisten gesagt ja ich habe 8 extasy tabletten und 2g hasch von dem typen gekauft wegen dem sie da waren. nur das sie nicht mehr weiter nach fragten.

jetzt meine eigentliche frage.
1.welche strafe wird mich erwarten?
2.ist mein führerschein weg? ich bin seit einem dreiviertell jahr clean.

vielen dank schon mal.
Mfg. ......

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung der mitgeteilten Informationen und Ihres Einatzes wie folgt:

1. Eine Prognose des genauen zu erwartenden Strafrahmens ist auf diesem Wege nicht möglich. Das zu verhängende Strafmaß obliegt der richterlichen Würdigung; diese wird sich bei der Entscheidungsfindung insbesondere auch nach Ihrem Verhalten in der Verhandlung bemessen.

Ausgehend davon, dass Sie bislang strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten sind und dass im Rahmen der Verhandlung nur der Erwerb der 8 Tabletten und der 2 g Haschisch der Urteilsfindung zugrunde gelegt werden, kann Ihre Strafe ungefähr wie folgt aussehen:

Der in Betracht kommende Strafrahmen richtet sich nach § 29 Abs. 1 Nr. 1 Betäubungsmittelgesetz. Hiernach wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer

Betäubungsmittel unerlaubt anbaut, herstellt, mit ihnen Handel treibt, sie, ohne Handel zu treiben, einführt, ausführt, veräußert, abgibt, sonst in den Verkehr bringt, erwirbt oder sich in sonstiger Weise verschafft.

Absatz 5 dieser Vorschrift lautet:

Das Gericht kann von einer Bestrafung nach den Absätzen 1, 2 und 4 absehen, wenn der Täter die Betäubungsmittel lediglich zum Eigenverbrauch in geringer Menge ... erwirbt ... .

Möglich ist also, dass das Gericht von einer Bestrafung absieht, wenn es bei Ihnen eine "geringe Menge" annimmt. Wann eine geringe Menge vorliegt variiert je nach Bundesland; in Ihrem Bundesland ist man diesbzgl. eher streng, so dass Sie auf ein Absehen von der Bestrafung nicht unbedingt vertrauen sollten.

Ansonsten ist eine Verurteilung zu einer geringen Geldstrafe zu erwarten; eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe (die jdf. zur Bewährung auszusetzen wäre) erachte ich für sehr unwahrscheinlich.

2. Ihren Führerschein dürfen Sie behalten. Der Erwerb von besagten 8 Tabletten und 2 g Haschisch rechtfertigt nicht den Schluss, dass Sie zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet sind.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten stehe ich im Rahmen der Nachfrage sowie zur weiteren Beratung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.11.2006 | 22:20

vielen dank für ihre antwort die mich schon sehr erleichtert.
sie haben geschrieben die entscheidung wird sich je nach meinem verhalten in der verhandlung bemessen. wie sollte ich mich verhalten? etwa so wie ich derzeit über drogen denke und dem gericht schilder das ich nichts mehr mit dem teufelszeug zu tuen haben möchte und mein leben mit meinem erst vor kurzen gebohrenen sohn geniesen möchte.würde so eine aussage eine geringere strafe mit sich bringen oder soll ich mich etwas zurückhaltender verhalten und nicht viel von mir geben?
vielen dank für ihre bemühungen
Mit freundlichen grüßen .....

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2006 | 13:17

Sehr geehrter Fragesteller,

Welche konkrete Strategie im Rahmen Ihrer Verhandlung sinnvoll ist, lässt sich ohne nähere Kenntnis der Umstände an dieser Stelle nicht sagen.

Allgemein gilt aber: Wenn Sie sich zum Tatvorwurf nicht äußern und sich "zurückhaltender" verhalten, darf Ihnen dies nicht negativ angerechnet werden.

Sollten Sie sich jedoch dazu entschließen, sich geständig zu verhalten, so bestehen gute Chancen, dass ein Geständnis zu Ihren Gunsten gewertet wird. Ein Geständnis verliert allerdings dann an Wert, wenn die Beweislage ohnehin so eindeutig ist, dass ein Abstreiten der Tat zwecklos wäre.
Ihre persönlichen Lebensumstände werden ebenso gewürdigt. Sofern Sie dem Gericht also schildern, dass Sie seit geraumer Zeit ein drogenfreies Leben führen und einen kürzlich geborenen Sohn haben, um den Sie sich kümmern möchten, kann auch dies zu Ihren Gunsten gewertet werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

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