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BtmG-Verstoß - mit 200g Heroin erwischt

23.12.2005 18:54 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Ich hoffe ich erhalte bald antwort bin nämlich total verzweifelt. Mein Freund wurde an der Holländischen Grenze auf dem Heimweg mit 200g Heroin erwischt. Da er keine Strafeinträge hat, und er eine feste Arbeitsstelle besitzt, einen festen Wohnsitz und eine 7 Wochen alte Tochter möchte ich wissen, wie seine Chancen stehen.
Da er sofort ein Geständnis abgelegt hat und eine Therapie machen möchte, sucht bereits Therapieplatz von der U-Haft aus.
Würde gerne wissen, ob es möglich ist, mit einer Bewährungsstrafe zu rechnen und was das mindest Strafrecht ist. (Vorfall und U-Haft wird in NRW (Kleve) abgesessen)
Vielen Dank im voraus

Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt:

Eine verbindliche Prognose ist hier natürlich nicht sicher möglich. Auch wenn das sofortige Geständnis, das Bemühen um einen Therapieplatz und das nach Ihrem Bericht bisher straffreie Leben sicherlich zugunsten Ihres Freundes sprechen, handelt es sich bei 200 g Heroin ersichtlich um eine nicht geringe Menge. Zudem bleibt auch mit Ihrem Bericht offen, inwieweit Ihr Freund hier einen Handel mit Betäubungsmitteln beabsichtigte.

Die Rechtsprechung enthält wegen der doch oft divergierenden Tatumstände sehr unterschiedliche Strafzumessungen, so dass eine Prognose in Ihrem Fall, von dem Sie auch nur einige Rahmenumstände mitteilen, wie schon erwähnt nicht möglich ist. Angesichts der empfindlichen Strafandrohung bereits in § 29 BtmG,

(1) 1Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
1. Betäubungsmittel unerlaubt anbaut, herstellt, mit ihnen Handel treibt, sie, ohne Handel zu treiben, einführt, ausführt, veräußert, abgibt, sonst in den Verkehr bringt, erwirbt oder sich in sonstiger Weise verschafft,

kann ich aber nur anraten, die eingeschlagene Strategie des Geständnisses und einer avisierten Therapie konsequent fortzuführen – von der m.E. UMGEHEND nötigen Beauftragung eines erfahrenen Strafverteidigers ganz abgesehen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Rückfrage vom Fragesteller 24.12.2005 | 14:29

Sehr geehrter Herr Dr. Schimpf,

zu Ihrer Frage ob er damit handelt, kann ich mit nein beantworten. Er wurde beauftragt von jemand, gegen Bezahlung, die Menge zu holen. Da er das Geld für die "geleistete Arbeit" gut gebrauchen konnte, hat er zugesagt, ihm diesen Gefallen zu tun.
Vielen Dank, das Sie mir so schnell geantwortet haben.
Und hoffe Sie können jetzt in etwa sagen was ihm an Haft droht.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.12.2005 | 17:05

Sehr geehrte Fragestellerin ,

danke für Ihre Nachfrage und die ergänzenden Informationen.

Auf Grundlage der Rechtsprechung in vergleichbaren Fällen halte ich eine Strafaussetzung für Bewährung leider für unwahrscheinlich – auch wenn letztlich der Tatrichter Umstände berücksichtigen könnte, welche Sie nicht kennen / mitteilen und ich nicht berücksichtigen kann.

Ich hoffe trotzdem, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de

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