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BtmG Strafe zu Hoch ?


| 20.01.2006 14:17 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Problem ist, dass ich im Sommer 05 auf dem "Sonne Mond und Sterne" Festival in Saalburg Thüringen war und dort bei einer Routineuntersuchung der Polizei bei mir 0,8Gr Amphetamin und ein "Campingmesser (Klappmesser)" sichergestellt wurden. Bei der anschliessenden Vernehmung vor Ort, habe ich den Besitz der Droge sofort zugegeben und natürlich Eigenbedarf angegeben, zu dem Messer, welches ich mittlerweile zurück habe, gab ich an, dass es sich ausschliesslich um ein sog. Campingmesser handelt, mit dem ich Holz geschnitten und Leinen gekürzt habe usw.. Ein Schweiss-Test wurde vorgenommen, keine Urin bzw. Blutprobe.
Eine weitere Vernehmung gab es nicht.
Nun bekam ich heute eine Brief der Staatsanwaltschaft, in der mir als Strafe, 50 Tagessätze zu je 60€ also 3000€ bzw. 50 Tage Ersatzfreiheitsstrafe auferlegt wurden.
Da ich bisher nicht Vorbestraft bin und die Menge nun doch sehr gering ist (0,8gr Menge insg., nicht Amphetaminanteil), wahrscheinlich hier im Grenznahengebiet NRW wohl auch fallengelassen werden würde, geht es mir darum, inwiefern diese hohe Strafe gerechtfertigt bzw. anfechtbar ist.

- Habe ich Anspruch auf einen Verteidiger, wenn ja wie wo?

- Wenn ich es anfechten sollte, wo ist der Gerichtsstand, bei mir
oder am Ort der Tat?

- Bin ich jetzt vorbestraft ?

- Bei Wahl der Freiheitsstrafe, mit welchen Vollzugsbedingungen
muss ich rechnen (offener-, geschlossener Vollzug ?)


Da der Polizeieinsatz an diesem Tag sehr hoch war ( wahrscheinlich 1-2 100schaften + Hubschrauber etc.) und nach dem Ende des Festivals jedes 2. Auto rausgewunken wurde, waren die Kosten hierfür wohl sehr hoch, jetzt habe ich als beschuldigter das Gefühl mit meiner Strafe den Einsatz mit bezahlen zu müssen.
20.01.2006 | 14:49

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich möchte sie sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Informationen wie folgt summarisch beantworten.

1. Einen Anspruch auf einen Verteidiger haben Sie nicht, da kein Fall der erforderlichen Pflichtverteidigung nach § 140 StPO vorliegt (insbesondere Höhe der Strafe). Von daher können Sie nur einen Wahlverteidiger kostenpflichtig beauftragen!

2. Sie haben nach Ihrer Schilderung nach einen Strafbefehl erhalten. Gegen diesen ist der Einspruch binnen 2 Wochen ab Zustellung möglich. Hier wäre ggf. denkbar, nur gegen das Strafmaß vorzugehen. Dies sollten Sie überlegen. In diesem Zusammenhang würde ich aber dringend anraten, über einen Anwalt Ihres Vertrauens Akteneinsicht zu nehmen. Da ich beruflich häufiger auch in Thüringen bin, könnte ich dies auch übernehmen. Eine abschließende Aussage zur Erfolgaussicht kann ich allerdings ohne Akteneinsicht und etwaiger Besprechung mit der Staatsanwaltschaft nicht tätigen! Der Gerichtsstand beurteilt sich zunächst nach der Anklagebehörde.

3. Sie sind nicht „vorbestraft“ (Vorbestraft iSd. poliz. Führungszeugnisses), da keine 90 Tagessätze erreicht wurden.

4. Bei der von Ihnen angesprochenen „Freiheitsstrafe“ wäre offener Vollzug nach § 10 StVollzG denkbar. Voraussetzung dabei ist aber, dass in Ihrem Fall u a. keine Gefahr besteht, dass während des Vollzuges weitere Straftaten begangen werden. Dies kann ich ohne Akteneinsicht pp. nicht beantworten.

5. Nein, die Strafe wird nicht für die Finanzierung dieses Einsatzes benutzt. Dies wäre auch unzulässig insoweit.

Ich hoffe, dass Ihre Fragen mithin beantwortet worden sind. Ansonsten stehe ich für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere (sehr zu empfehlende!) Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 20.01.2006 | 15:29

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, noch zu erwähnen wäre, dass ich zum Tatzeitpunkt 24 Jahre war (deutsche Staatsbürgerschaft) und in meinem Fahrzeug während der Kontrolle bei einem Mitfahrer ca.20gr Gras festgestellt wurden, hiervon wusste ich allerdings nichts.
Ich habe mich zu jederzeit kooperativ verhalten,
Ihr Angebot würde ich gerne in Anspruch nehmen, allerdings stellt sich mir auch die Frage des Kosten / Nutzen Faktors.

-Wie hoch wären die Kosten ca. ?

-Würde eine Prozesskostenbeihilfe für mich in betracht kommen ?

-Mit welcher Mindeststrafe müsste ich GROB GESCHÄTZT im erfolgsfall rechnen ?

- Wann/wie müsste ich mich entscheiden, ob ich die Geld oder Freiheitsstrafe wähle ?

Nach Ihrer Antwort, werde ich mich per mail bei Ihnen melden, sofern finanzierbar für mich :-(

Für Ihre Mühe im voraus herzlichen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.01.2006 | 15:45

ich nehme Bezug auf meine Antwort auf Ihre Email!

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