Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

BtmG - 400€ für guten Zweck oder öffentliche Klage


| 02.11.2007 15:55 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Kugler



Guten Tag,

folgendes Szenario: Nachts (1:55 h), München (Bayern):

Vorgeschichte: Habe zusammen mit einem Freund vor dem Clubbesuch einen Joint konsumieren wollen. Wir zogen uns in einen schlecht beleuchteten Hauseingang nahe des Clubs zurück. Nachdem die Tüte fertig gebaut war und durch meinen Freund angezündet wurde, bemerkten wir zwei Polizisten die in unsere Richtung unterwegs waren. Da wir schon leicht angetrunken waren und nicht mehr die schnellste Reaktion hatten warf ich ein Zelofan-Tütchen mit 1,6 g Marihuana neben mich auf den Boden. Der brennende Joint wurde meinem Freund quasi von den zwei Beamten aus der Hand genommen. Da die Beamten meinten gesehen zu haben dass ich etwas weggeworfen habe, fanden sie nach kurzem Suchen mit der Taschenlampe das Tütchenm mit den 1,6 g Marihuana. Es wurden kurz unsere Personalien gecheckt und ich sollte einen blauen Zettel unterschreiben, auf dem ich den Besitz der 1,6 g bestätigen sollte. Dies tat ich allerdings nicht. Habe frech behauptet dass das Zelofan-Tütchen leider nicht von mir ist, und dass in der nähe dieses Clubs nach längerer Suche bestimmt mehrere Drogenspuren zu finden wären. Außderdem war es nachts und dunkel, hätte genausogut ein Kaugummi gewesen sein können. Auf dem Feld wo man gerne meine Unterschrift gesehen hätte wurde dann "verweigert" notiert. Nebenbei erwähnt bestätigte mein Freund auf so einem blaun Zettel den Beitz des Joints, was mit mir denke ich eher weniger zu tun hat.

Nun erhalte ich Post von der Staatsanwaltschaft:
... hatten Sie auf der Lindwurmstraße in München vor dem Anwesen(...) WISSENTLICH UND WILLENTLICH (??! woher das Recht zu dieser Wortwahl, habe ja nichts unterschrieben) 1,6 g Marihuana im Besitz, ohne, wie Sie wussten, über die erforderliche Erlaubnis(...) zu verfügen.
Sie werden beschuldigt, Betäubungsmittel besessen zu haben... strafbar nach...

Nun beabsichtigt die Staatsanwaltschaft von einer öffentlichen Klageerhebung abzusehen, wenn ich bis zum 21.11.2007 400,00 EUR (!!) an einen Verein (Prop e.V.) bezahle. Dann würde der komplette Vorgang quasi vergessen. Ansonsten droht man in dem Schreiben mit Eintragung ins Bundeszentralregister, Meldung an die Führerscheinstelle sowie Vorbestrafung und Eintrag ins Führungszeugnis.

Nun meine Fragen:

1. Ich habe bereits zwei "Einträge" bzgl. Marihuana. Beide Verfahren wurden eingestellt wegen Geringfügigkeit, lediglich bei einem musste ich 50 EUR an die Wohlfahrt spenden. Resultieren diese 400 Euro aus Wiederholungstaten? Einmal war ich unter 18 glaube ich. Bin jetzt 24 und arbeite als kaufmännischer Angestellter. Die Ansetzung dieses Betrags erscheint mir recht willkürlich.

2. Ist mein Führerschein in Gefahr wenn es zur öffentlichen Klage kommt? Bei keiner der Kontrollen war ein KFZ im Spiel.

3. Welche Kosten erwarten mich bei einer öffentlichen Klage? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass das Verfahren eingestellt wird und ich keinen Cent bezahlen muss?

4. Kann es wegen lächerlicher 1,6 g (leider Wohne ich in Bayern) wirklich zu einer unverhältnismäßig hohen Geldstrafe und weiterer Konsequenzen kommen?

Ich meine, lieber Zahle ich 400 Euro bevor ich danach vielleicht mit Gerichts und Prozesskosten bei einer 4-Stelligen Summe liege.
Was rät also ein Rechtsanwalt in so einer Situation? Gleich einen Anwalt wegen 400 Euro einzuschalten käme ja nochmal teurer. Oder besteht bei der öffentlichen Klage die Möglichkeit auf Ratenzahlung oder Minderung der Summe? War erst 5 Wochen im Urlaub und müsste Tief ins Minus wenn ich in den nächsten 3 Wochen 400 Euro bezahle.

Vielen Dank im Voraus für eine aufschlussreiche Antwort.


-- Einsatz geändert am 02.11.2007 18:38:41
Eingrenzung vom Fragesteller
02.11.2007 | 19:25

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

zunächst möchte ich mich für Ihre gestellte Frage bedanken und diese in Anbetracht Ihres geschilderten Sachverhalts und Ihres Einsatzes kurz wie folgt beantworten.

Laut Ihrem Sachverhalt werden zwei Aussagen von Polizeibeamten bezeugen können, dass Sie beobachtet wurden, wie Sie das Tütchen weggeworfen haben. Zudem wurden Sie im Beisein eines Freundes aufgegriffen, der gerade einen Joint rauchte. Sie sind bereits einschlägig bekannt, so dass das „Angebot“ der StA durchaus vertretbar ist.

Um die Erfolgsaussichten konkret prüfen zu können, müsste Akteneinsicht beantragt werden. Dies ist Ihnen jedoch erst durch Beauftragung eines Anwalts möglich, weil nur der Anwalt Einsicht in die Ermittlungsakten erhält. Die Kosten eines Anwalts würden inklusive der Kosten für eine Gerichtsverhandlung die 400,-- € bei weitem übersteigen.

Mit Zahlung der 400,-- € wird das Verfahren eingestellt, so dass die „Tat“ in keinem polizeilichen Führungszeugnis erscheint. Auch wird keine Meldung an die Führerscheinstelle erfolgen.

Diese könnte Ihnen bei mehrfachen Drogenkonsum den Führerschein entziehen, weil Sie aufgrund des Konsums von Drogen charakterlich ungeeignet sind, ein Fahrzeug im Straßenverkehr zu führen.

Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Kugler
Rechtsanwalt

Zum Abschluss möchte ich Sie noch auf Folgendes ausdrücklich hinweisen:

Diese Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich diese Auskunft lediglich auf die Informationen, die mir Rahmen der Sachverhaltsschilderung zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine umfassende verbindliche Beratung unerlässlich. Deshalb weise ich Sie ausdrücklich daraufhin, dass diese Leistung nicht im Rahmen der Online-Beratung erbracht werden kann.

Bitte beachten Sie auch bei der Beantwortung Ihrer Nachfrage. Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Darüber hinaus ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Schon daraus ist erstichtlich, dass diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen kann. Ich bitte Sie dies stets zu beachten!
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Auf den Punkt gebracht. Vielen Dank. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER