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Btm besitz

28.02.2008 12:47 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Ich wurde im Zug mit Brutto ca 10g Mariuhana ertappt aber in großer schnellverschlusstüte also netto ungefähr 9g.Woraufhin die Polizei eine durchsuchung in meiner Pension gemacht hat. Hierdurch wurde mir mein Zimmer in der Pension gekündigt. Aber Hptsl. geht es mir um den Drogenbesitz ich bin in der Beziehung ersttäter. Ich hatte vor ca 1 Jahr einen Unfall durch Alkoholeinfluss 1,2%. Ich würde es gern da ich keinen Führerschein habe so Reibungslos wie möglich ablaufen lassen. Wenn es geht mit einer Geldstrafe abwickeln.Aber ich will nicht vors Gericht wenns nicht unbedingt sein muss.Und wenns geht will ich auch nicht meine Quelle verraten.Weil das ein guter Kumpel ist der mir 2x für einen hunderter was mit gebracht hat. Ich habe daraus gelernt und habe bereits nach einem Monat wieder aufgehört mit den Drogen.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihnen Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt:

Sie haben sich des Besitzes von Betäubungsmitteln gemäß § 29 BTmG strafbar gemacht. Der Strafrahmen sieht Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe vor.

Grundsätzlich unterscheidet man hinsichtlich der Strafbarkeit zwischen dem einfachen Besitz von Betäubungsmitteln und dem Besitz in sogenannter "nicht geringer Menge". Die Grenze wird unterschiedlich gehandhabt, hat sich aber in der Rechtsprechung auf etwa 7 Gramm eingependelt. Hierbei gilt aber ausschließlich die Menge des eigentlichen Wirkstoffes. Wenn man bei Ihnen also 10 Gramm Mariuhana gefunden hat, dann liegt der eigentliche Wirkstoff-Anteil weit unter 7 Gramm.

Daher kommt für Sie von vorne herein nur das Delikt des "einfachen" BTM-Besitzes gem. § 29 BTmG in Betracht.

Was die Bestrafung betrifft, hängt dies von unterschiedlichen Kriterien ab. Hierbei wird das Alter und die Vorstrafen berücksichtigt, aber auch das Nachtatverhalten, also ob der Täter beispielsweise einsichtig und geständig ist.

Ohne Kenntnis dieser genauen Angaben und ohne Kenntnis der Ermittlungsakten lässt sich daher eine potentielle Strafe nicht seriös prognostizieren.

Es wäre auch interessant zu wissen, zu welcher Strafe Sie damals wegen des Unfalls verurteilt wurden, da dies auch Auswirkungen auf das jetzige Urteil haben kann.

Insgesamt würde ich aber dazu tendieren, in Ihrem Fall eine überschaubare Geldstrafe zu prognostizieren.

Ob Sie tatsächlich zu Gericht müssen, hängt davon ab, was die Staatsanwaltschaft entscheidet. Die Staatsanwaltschaft könnte das Verfahren wegen Geringfügigkeit gegen eine kleine Geldbuße oder ganz ohne Auflagen einstellen. Dies halte ich aber im Hinblick auf Ihre Vorverurteilung für unwahrscheinlich. Eine andere Möglichkeit wäre es, einen Strafbefehl zu beantragen. Dies wäre ein echtes Urteil, also eine Verurteilung, nur eben dass diese schriftlich und ohne Gerichtsverhandlung erfolgt. Die weitere Möglichkeit ist die Erhebnung der öffentlichen Anklage, die dann eine Gerichtsverhandlung zur Folge hat.

Wie gesagt, dies entscheidet letztlich die Staatsanwaltschaft.

Ihre "Quelle" brauchen Sie nicht zu verraten, da Sie ein umfassendes Aussageverweigerungsrecht haben und überhaupt nichts zur Sache aussagen müssen. Dies darf auch nicht negativ für Sie gewertet werden.

Ich muss aber darauf hinweisen, dass das Benennen der "Quelle" möglicherweise zu einer völligen Straffreiheit führen könnte. § 31 BTmG bietet ausdrücklich die Möglichkeit, von einer Strafverfolgung abzusehen, wenn der Täter die Ermittlungsbehörden bei den entsprechenden Ermittlungen unterstützt. Das müssen aber letztlich Sie selbst entscheiden.

Ich würde insgesamt empfehlen, einen Anwalt mit der Strafverteidigung zu beauftragen. Dieser könnte die Ermittlungsakten prüfen und anhand derer eine Verteidigungsstrategie erarbeiten, die zu einem möglichst günstigen Ausgang führt. Gegebenenfalls könnte im Hinblick auf die geringe Menge eine Einstellung des Verfahrens doch erreicht werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben. Falls Sie eine Rückfrage haben, können Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Falls die dies tun, geben Sie noch bitte noch Ihr Alter und die Höhe Ihrer letzten Verurteilung an. Dann kann man noch etwas mehr zur Strafhöhe sagen.

Gerne stehe ich Ihnen natürlich auch für die entsprechende Strafverteidigung in dieser Angelegenheit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Stefan Aust
Rechtsanwalt


Carl-Spaeter-Str. 76
56070 Koblenz
Tel.: 0261 / 18501
Fax.: 0261 / 32134

Nachfrage vom Fragesteller 07.03.2008 | 16:16

Hallo,
ich bin 23 und wurde bei meiner Alkoholfahrt mit 1800€ Strafe und 12Monate Führerscheinentzug belegt.Ich habe ca ein netto von 1500€ und stehe in einem festen Arbeitsverhältniß.Dieses ich sehr ungern verlieren würde.Deshalb bin ich ziemlich interessiert daran das dieser Fall so glimpflich vorrübergeht wie irgendwie möglich bloß keine Freiheitsstrafe. Nun noch eine weitere Sache ich muß im Juni sowieso eine Mpu machen wegen der trunkenheitsfahrt.Habe ich noch weitere sanktionen auf meinen Führerschein zu fürchten?
Vielen Dank im Vorraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.03.2008 | 14:21

Sehr geehrter Fragesteller,

in strafrechtlicher Hinsicht haben Sie keine weiteren Sanktionen hinsichtlich des Führerscheins zu fürchten, da Sie ja nicht beim Betrieb eines Fahrzeugs, sondern in einem Zug mit den Drogen erwischt wurden. Ungeachtet dessen hat die Führerscheinbehörde aber ein Ermessen, in welchem sie feststellen kann, ob und inwieweit Sie zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet sind. Ich gehe aber davon aus, dass die Entscheidung nach der MPU fallen wird, ungeachtet des nunmehrigen Strafverfahrens.

Eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung haben Sie nicht zu befürchten. Das halte ich für nahezu ausgeschlossen.

Wahrscheinlicher ist eine erneute Geldstrafe oder aber im schlimmsten Fall eine kurze Bewährungsstrafe. Letzteres ist aber im Hinblick auf die geringe Menge BTM bereits unwahrscheinlich.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt

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