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BtMG wegen 8 Hanfsamen

13.05.2019 16:12 |
Preis: 60,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


19:54
Hallo,

vor kurzem ereignete sich eine Hausdurchsuchung bei mir, wegen folgenden Tatverdacht:

Zu einem nicht näheren Zeitpunkt vor dem 27.11.18 bestellte der Beschuldigte von einem bislang unbekannten Absender, vermutlich über das Darknet, insgesamt 8 zum Anbau bestimmte Hanfsamen an seine Adresse. (Diese habe ich nie erhalten)

Dies ist strafbar als vorsätzlicher unerlaubter Erwerb von Betäubungsmitteln gemäß §§ 1Abs.1, 3Abs. 1Nr. 1,29 Abs. 1 Nr. 1 BtMG

Die oben genannten Gegenstände können als Beweismittel von Bedeutung sein.

Die angeordneten Maßnahme stehen in angemessenen Verhältnis zur Schwere der Tat und zur Stärke des Tatverdachts und sind für die Ermittlung notwendig.

Soweit auf Kommunikationsverbindungsdaten zugegriffen wird, gilt dies auch im Bezug auf das informationelle Selbstbestimmungsrecht des Betroffenen.

Aufgrund des Umstandes, dass die Betroffenen mit dem Beschuldigten zusammen wohnen, ist die Annahme gerechtfertigt, dass die Durchsuchung zum Auffinden der Gegenstände führen wird.




Nun bei der Hausdurchsuchung wurden nebst meinem Zimmer noch weiter Zimmer durchsucht sowie der Keller.
Bei der Durchsuchung ist nichts Verdächtiges gefunden worden!

1 Tag später kam dann noch eine Vorladung der Polizei: In der Ermittlungssache Vergehen nach § 29 BtMG

Nun zu meinen Fragen:

Welche Strafe habe ich in Bayern zu erwarten?
( bin bezüglich BtMG nicht vorbestraft jedoch anderweitig schon.
Kommt so ein Vergehen zu einer Gerichtsverhandlung? (Meiner leichenhaften Recherche zu folge wäre ja nur der Anbau von Hanfsamen Strafrechtlich relevant)
Sollte ich die Vorladung der Polizei folge leisten und eine Aussage wie z.B: Ich hatte nie vor Hanf anzubauen machen oder lieber Aussage komplett verweigern.
Darf die Polizei nebst meinem Zimmer noch weitere Zimmer durchsuchen?
Wie sind die letzten zwei Absätze des Tatverdachtes zu verstehen? ..Kommunikationsverbindungsdaten zugegriffen wird... Heißt mein Handy und Innenetatschluss wurden komplett überwacht?
Was haben meine Betroffenen (Familienmitglieder) damit zu tun?
13.05.2019 | 17:41

Antwort

von


(2014)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender,

man kann Ihnen nur raten, keine Angaben zu machen und einen Anwalt aufzusuchen:

Dieser kann dann nach Akteneinsicht den genauen Vorwurf, die Beweismittel und die Strategie abklären.

Ohne Kenntnis des kompletten Akteninhalts wäre jede Aussage fatal, da möglicherweise Sie sich damit dann selbst schwer schaden, was auch später kaum rückgängig gemacht werden kann.

Daher sollten Sie gar keine Angaben machen.

Es handelt sich auch nicht um eine Kleinigkeit.

Das Strafmaß beträgt bis zu fünf Jahren, wenn Ihnen der Anbau nachgewiesen werden kann. Als Ersttäter kann und würde es im Falle einer Verurteilung aber bei einer Geldstrafe bleiben.

Anbau ist dabei die Aufzucht von Betäubungsmitteln mit landwirtschaftlichen Mitteln, also unter Ausnutzung der Wachstumskraft von Samen, Pflanzen und Erdreich. Samen sollen bestellt worden sein.

Ob damit ein Anbau nachgewiesen werden kann, kann aber zweifelhaft werden, wenn nichts gefunden worden ist. Das lässt sich aber erst nach Akteneinsicht verlässlich beantworten.

Ihre Angaben sprechen dafür, dass umfangreich im großen Stil ermittelt worden ist, auch mittels Überwachung der Kommunikationsmittel. Was das mit Verwandten zu tun haben soll, ist mir ein Rätsel.

Hinsichtlich der Hausdurchsuchung hätte Ihnen ein Durchsuchungsbeschluss ausgehändigt worden sein müssen.

Auch diesen Beschluss gilt es genau zu prüfen, auch bezüglich des Umfangs der Orte.


Daher sollten Sie gar keine Angaben machen und einen Anwalt mit der Akteneinsicht beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 13.05.2019 | 19:42

Gut ich werde einen Anwalt beauftragen. Da ich jedoch nicht angebaut habe welches Strafmaß ist zu erwarten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.05.2019 | 19:54

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Anwaltsbeauftragung ist die richtige Entscheidung.

Es kann zu einer Geldstrafe von bis zu drei Monatsgehälter kommen.

Aber möglicherweise kommt hier sogar eine Einstellung in Betracht. Das wird vom Akteninhalt und der daran gebundenen Einlassung abhängen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

ANTWORT VON

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