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Brückentage in der Zeitarbeit und unbezahlter Urlaub?

| 27.04.2012 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Hallo!
Hier meine Situation.
Seit 01.04. bin ich bei einer Zeitarbeitsfirma eingestellt und auch seit dem 01. bzw. 02.04. an einen Kunden vermittelt.
Gleich in der ersten Woche habe ich für den 03. und 04. Mai 2 Urlaubstage beantragt, die auch mit Ach und Krach von meiner Zeitarbeitsfirma genehmigt wurden. Die Firma, bei der ich eingesetzt bin, ist da ziemlich entspannt.
Nun habe ich erfahren, dass am 30.04. und am 18.05. hier NICHT gearbeitet wird (18.05. weil Brückentag und 30.04. ist die ganze Abteilung nicht da, weswegen ich rechtlich hier nicht arbeiten darf (laut Kunde)).
Ich habe dies meiner Zeitarbeitsfirma mitgeteilt, und von dort wurde mir gesagt, noch mehr freie Tage stünden mir nicht zu, die beiden Tage müsse ich mit unbezahltem Urlaub nehmen. Ich wies auf mein bereits stark gefülltes Stundenkonto hin, was den Ausfall dieser beiden Tage durchaus bedienen würde. Nein das könne man so nicht machen, ich muss unbezahlten Urlaub beantragen.
Nun meine Frage:
Ist das rechtens?
a) wenn hier im Unternehmen niemand arbeitet, habe ich ja für diesen Tag im Prinzip keinen "Einsatz"
b) wenn sich doch die Stunden bereits auf meinem Stundenkonto angehäuft haben, warum kann ich diese nicht für die Brückentage verwenden?

Ich habe jetzt notgedrungen erstmal einen Tag unbezahlten Urlaub für Montag beantragt, aber bei dem 18. sehe ich das nicht so ein...
Vielen Dank für die Auskunft!
MfG

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihre Zeitarbeitsfirma darf Ihnen selbstverständlich keinen unbezahlten Urlaub aufzwängen. Hierfür besteht keine Rechtsgrundlage.

Sofern der Kunde Betriebsurlaub anordnet, so darf dies grundsätzlich unter Anrechnung auf den Jahresurlaub der Arbeitnehmer geschehen. Der AG darf also bei Betriebsurlaub die Urlaubszeit der Mitarbeiter bestimmen. Es besteht aber unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt ein Anspruch darauf, dass unbezahlter Urlaub genommen werden muss. nichts anderes gilt im Verhältnis zur Zeitarbeitsfirma.

Diese könnte Sie an den beiden Tagen allenfalls an einem anderen Kunden vermitteln, wenn dies dem Vertrag mit dem aktuellen Kunden nicht widerspricht oder dieser sich damit einverstanden erklärt. Aus praktischen Gründen wird es aber wohl kaum möglich sein, Sie für diese beiden Tage so kurzfristig woanders einzusetzen.

Das Risiko, einen Mitarbeiter zeitweise einmal nicht vermitteln zu können, trägt aber die Zeitarbeitsfirma. Ihren Vergütungsanspruch verlieren Sie nicht, weil kurzfristig einmal keine Einsatzmöglichkeit besteht.

Sie sollten daher auf die Anrechnung der freien Tage auf den bezahlten Urlaub bestehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Sascha Steidel, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.04.2012 | 14:40

Zunächst einmal vielen Dank!
Wie ist das nun mit meinem Stundenkonto? Bin ich verpflichtet, für derartige Tage an denen "Betriebsurlaub" herrscht, Urlaub zu beantragen, oder kann ich diese Tage aus meinem Stundenkonto bedienen? (Zur Info: ich liege bei knapp 30 Überstunden, meine Soll-Arbeitszeit pro Tag liegt gem. Zeitarbeitsvertrag bei 7,12 h -also würden für die benannten 2 Tage lediglich knapp 15 stunden anfallen, die ich ja habe).

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.04.2012 | 15:19

Eine Verrechnung mit dem
Stundenkonto wäre nur einvernehmlich mit dem Arbeitgeber möglich. Ist dieser mit einer Verrechnung nicht einverstanden, so muss Urlaub genommen werden.

Bewertung des Fragestellers 27.04.2012 | 15:41

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