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Browsergame, was ist gesetzlich in Deutschland erlaubt ?


11.03.2009 16:57 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht



Einleitung:
Ich möchte eine Browsergame betreiben bei dem ein Nutzer mit verschiedenen Bezahlmöglichkeiten Geld einzahlen kann um so genannten "Spielgeld bzw. Goldmünzen" zu erhalten. Dieser kann dann mit den erworbenen Goldmünzen Objekte für das Spiel kaufen.
Zudem können die Goldmünzen durch eigene Leistungen von anderen Mitspielern gewonnen/verloren werden, durch Kämpfe untereinander.



1.
Wenn ein Nutzer als Bsp. 100 Goldmünzen für eine Teilnahme an einer Aktion einsetzt in der er durch das Finden eines Objektes oder Lösen eines Rätsels in einer gewissen Zeit einen realen Gewinn erhalten kann, ist dies dann Glücksspiel? Darf dies so in Deutschland angeboten werden?

2.
Ich möchte dass der Nutzer auch reale Ware über einen Shop Bestellen kann, jedoch nur mit den Goldmünzen bezahlen kann, ist dies rechtens und bin ich als Betreiber für Garantie/Gewährleistung verantwortlich?




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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen ihre Frage im Rahmen einer ersten rechtlichen Orientierung auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Die Merkmale des Glückspiels sind der „erhebliche Einsatz“ und die „Zufallsbezogenheit“. Beide Voraussetzungen müssen kumulativ vorliegen. Ist bereits eine der beiden Voraussetzungen zu verneinen, handelt es sich um kein strafbares Glücksspiel, sondern um ein rechtmäßiges Gewinnspiel. Nach der Rechtsprechung liegt Zufall vor, wenn die Entscheidung über den Gewinn und Verlust nach den Spielbedingungen nicht wesentlich von Fähigkeiten, Kenntnissen oder dem Grad der Aufmerksamkeit des Teilnehmers abhängig ist.

Insofern ist - je nach Gestaltung - die von Ihnen angedachte Variante grundsätzlich zulässig. Aufgrund des gewerblichen Hintergrunds ist es allerdings unabdingbar, die konkrete Fallgestaltung umfassend anwaltlich überprüfen zu lassen.

Sofern Sie Ware vertreiben, treffen Sie die allgemeinen Pflichten (Gewährleistung, Widerruf etc.). Hieran ändert das Bezahlen mit "Godmünzen", welche zunächst ebenfalls erworben werden müssen, nichts.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt
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