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Brnout am Arbeitsplatz. Klagen wegen Entschädigung/ Schmerzensgeld?

17.09.2021 01:35 |
Preis: 35,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Ich bin im Customer Service eines Großkonzerns tätig. Seit mehreren Monaten arbeiten wir unter sehr hohem Druck und sind stark unterbesezt. Über mehreren Wochen habe ich zusätzlich zu meinem Aufgabengebiet Auch andauernd Vertretungen gemacht, teilweise für 2 Leute gleichzeitig. Auf Überlastungsanzeigen hat unser Top Management nicht reagiert. Auch Betriebsrat hat gescheitert die Geschäftsleitung zu überzeugen Entlastungen zu schaffen. Mein gesundheitlicher Zustand hat sich so verschlechtert, dass ich jetzt wegen Burnout krankgeschrieben bin und mein Arzt behauptet, dass es noch mehrere Monate dauern wird bis ich wieder arbeitsfähig bin. Ganz ehrlich möchte ich nicht mehr bei diesem Arbeitgeber weiter zu arbeiten. Am liebsten wäre es mir den Arbeitgeber zu verklagen und eine Abfindung + Entschädigung/ Schmerzensgeld zu bekommen.
Die Frage 1: Welche Chancen habe ich in so einem Fall? Der Arbeitgeber ist eigentlich zur Fürsorge verpflichtet und dazu gehören auch Überlastungen und Stressreduzierungen am Arbeitsplatz.
Frage 2: das Unternehmen positioniert sich als ethisch und Arbeitsnehmer freundlich (was der Realität nicht entspricht). Ich vermute (und so zeigt sich die Firma auch im vergangenen kündigungsfällen) dass in einem Klagefall der Arbeitgeber versuchen wird zu einer Einigung zu kommen und verhandeln. Was soll ich in meiner Situation am besten tun um diese Arbeitsverhältnis zu beenden aber auch finanziell nicht zu leiden (keine sperre bei Arbeitlosgeld UND eine Entschädigung). Meiner Meinung nach ist in diesem Fall der Arbeitgeber schuld, dass ich krank geworden bin und er muss die Konsequenzen tragen.
Frage 3: Ich habe keine Rechtschutzversicherung. Macht es Sinn sie jetzt abzuschließen? 3 Monate Wartezeit ist mir bekannt. Aber es wird bestimmt mind. 3 Monate dauern bis ich meine Forderungen geltend machen werde (dann ist auch die Wartezeit schon vorbei). Aber krank bin ich jetzt schon, deswegen zweifle ich mich ob der Fall von Versicherung dann übernommen wird.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen.
(Sorry für die Schreibfehler, deutsch ist nicht meine Muttersprache).

17.09.2021 | 08:19

Antwort

von


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Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Sie werden in einem etwaigen Klageverfahren nachweisen müssen, dass der Arbeitgeber (AG) seine Fürsorgepflichten verletzt hat, dass Ihre Erkrankung ausschließlich auf diese Fürsorgepflichtverletzung kausal zurückzuführen ist und dass Sie nicht in der Lage waren, den Eintritt der gesundheitlichen Folgen durch andere Maßnahmen zu verhindern, z.B. rechtzeitige Kündigung und Wechsel des Arbeitsplatzes.

Ob Ihnen das gelingen kann, ist hier nicht abschließend beantwortbar. Dazu benötigt ein Sie vertretender Anwalt weitergehende Informaionen.

Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, dort zu arbeiten, müssen Sie entweder mit dem AG einen Aufhebungsvertrag schließen, was dessen Zustimmung voraussetzt, oder aber selber kündigen. Das sollte allerdings nur nach Rücksprache mit der Arbeitsagentur und Ihrem behandelnden Arzt erfolgen, um die Verhängung einer Sperrfrist zu vermeiden.
Sie sollten allerdings beachten, dass Sie grundsätzlich keinen Anspruch auf Zahlung einer Abfindung haben. Eine solche können Sie daher nur durch eine entsprechende Vereinbarung mit dem AG erzielen.

Ihre erst jetzt abgeschlossene Rechtsschutzversicherung wird nicht eintrittspflichtig sein, weil die (angeblichen) Vertragsverstöße des AG bereits stattgefunden haben und damit vorvertraglich sind.
Damit tragen Sie ein erhebliches Kostenrisiko, weil es in Arbeitsgerichtsverfahren keine Kostenerstattung gibt. Sie zahlen daher auf jeden Fall Ihgren Anwalt selber..


Mit freundlichen Grüßen


ANTWORT VON

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