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Britischer Fuehrerschein in Deutschland

| 25.06.2009 23:26 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


21:13

Hallo,

ich habe im Dezember 2007 aufgrund einer geforderten MPU fuer die ich wenig Erfolgsaussichten sah meinen deutschen Fuehrerschein freiwillig abgegeben.
Mittlerweile habe ich 10 Monate land in Grossbritannien gelebt und dort aufgrund einer bestandenen Fahrpruefung vor kurzem den britischen Fuehrerschein erhalten.

Darf ich nun mit diesem Fuehrerschein in Deutschland legal Auto fahren oder wuerde ich mich damit strafbar machen?

Koennte ich den britischen Fuehrerschein in einen deutschen problemlos umschreiben lassen und wuerde sich dies in irgendeiner Weise auf meine derzeitige deutsche Fuehrerscheinakte (z.B. Punktestand) auswirken?

Danke

25.06.2009 | 23:42

Antwort

von


(892)
Robert-Perthel-Str. 45
50739 Köln
Tel: 022180137193
Web: http://www.rechtsanwalt-schwartmann.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich gehe davon aus, dass in Deutschland keine Sperrfrist für die Erteilung der Fahrerlaubnis mehr bestand, als Sie in GB die dortige Fahrerlaubnis erworben haben.

In diesem Fall dürfen Sie den Führerschein zunächst grundsätzlich hier verwenden. Der Führerschein muss auch nicht bei einer etwaigen erneuten Wohnsitzverlegung nach Deutschland umgeschrieben werden, da es sich um einen EU-Führerschein handelt.

Allerdings kann § 29 Abs. 3 FeV eine abweichende Beurteilung begründen:

Danach dürfen Besitzer einer ausländischen Fahrerlaubnis diese nicht in Deutschland verwenden, denen die Fahrerlaubnis im Inland vorläufig oder rechtskräftig von einem Gericht oder sofort vollziehbar oder bestandskräftig von einer Verwaltungsbehörde entzogen worden ist, denen die Fahrerlaubnis bestandskräftig versagt worden ist oder denen die Fahrerlaubnis nur deshalb nicht entzogen worden ist, weil sie zwischenzeitlich auf die Fahrerlaubnis verzichtet haben.

Wäre Ihnen die Fahrerlaubnis also ohne Ihren Verzicht entzogen worden, nützt Ihnen Ihr englischer Führerschein in Deutschland leider nichts.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen und die weitere Vertretung selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Bei Bedarf kontaktieren Sie mich bitte unter <info@rechtsanwalt-schwartmann.de> oder telefonisch unter 0221-3559205.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt



Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 26.06.2009 | 12:56

Sehr geehrter Herr Schwartmann,

vielen Dank fuer die schnelle Antwort.

Ich moechte noch ein par Details zu meiner Frage hinzufuegen die evtl. eine praeziese Antwort ermoeglichen.

Eine gerichtliche Sperrfrist hat nie bestanden. Mir wurde die Fahrerlaubnis auch nicht von einem Gericht oder einer Verwaltungsbehoerde entzogen.

Die Fahrerlaubnisbehoerde hatte bis zum Dez. 2007 von mir eine MPU verlangt um meine Eignung ein Fahrzeug zu fuehren festzustellen.

Da mir der Vorbereitungszeitraum zu kurz erschien habe ich vor dem gesetzten Fristende die Fahrerlaubnis freiwillig abgegeben um ein Durchfallen bei der MPU zu vermeiden.

Also genau gesehen haette mir die Behoerde die Fahrerlaubnis nur bei einer negativen MPU entzogen, da ich diese aber nicht angetreten habe sondern die Fahrerlaubnis vorher freiwillig abgegeben habe hat ein Fahrerlaubnisentzug nie stattgefunden.

Die Behoerde konnte zu diesem Zeitpunkt den Entzug noch nicht anordnen.

Ich habe zusaetzlich den Hinweis von der Behoerde erhalten dass ich bei einem Nichtversuch der MPU innerhalb von 2 Jahren den Fuehrerschein neu machen muesste. Daher gehe ich davon aus, dass kein generelles Fahrverbot fuer mich besteht und ich somit doch berechtigt sein muesste einen anderen EU Fuehrerschein in Deutschland zu verwenden.

Koennen Sie mir nun praeziese sagen ob ich mit der britischen Fahrerlaubnis berechtigt bin in Deutschland Auto zu fahren?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.06.2009 | 21:13

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass kein Fall des § 29 Abs. 3 FeV vorliegt und Sie die britische Fahrerlaubnis hier nutzen dürfen.

Ich werde dies aber gerne nach dem Wochenende nochmals mit der Rechtsprechung abgleichen und Ihnen am Montag Bescheid geben, ob meine Antwort so stehen bleiben kann.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.06.2009 | 13:37

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Der Anwalt hat die Frage und Nachfrage sehr zügig beantwortet und ist um eine genaue und hilfreiche Beantwortung sehr bemüht. Ebenso zeigt er weiteren Einsatz in Form der zusätzlichen Abgleichung mit der gängigen Rechtsprechung um seine Antwort zu verifizieren.

Alles in allem eine sehr hilfreiche Antwort

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 29.06.2009
4,6/5,0

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Alles in allem eine sehr hilfreiche Antwort


ANTWORT VON

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