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Brief von Inkassounternehmen - aber nie eine Rechnung oder Mahnung erhalten

19.06.2010 11:54 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Guten Tag,

Zum Sachverhalt.
Ich habe am 18.06. 2010 einen Brief von einem Inkasso Unternehmen erhalten.

In diesem Schreiben werde ich zur Zahlung von 109,26€ aufgefordert, da ich angeblich noch Forderungen der Firma HanseNet Telkommunikation GmbH (vermutlich Alice) zu begleichen hätte.

Haupt-/Restforderung - 54,74€
5,00 Prozentpunkte über Basiszins Zinsen zum 24.06.2010 - 5,52€
Vorgerichtliche Mahnauslagen - 3€
Kontoführungsgebühr, Auslagen gem. § 670BGB - 7€
Auslagen (Adressermittlung ... ) - 9€
Inkassovergütung - 30€
gesamt: 109,26€

Die noch offene Rechnungssumme soll 51,53 betragen und die Rechnung ist angeblich vom 19.08. 2008.
Ich spreche von angeblich, da ich nie eine solche Rechnung erhalten habe und auch keinerlei Mahnungen oder ähnliches.

Seit meiner Kündigung im Mai 2008 habe ich von Hansenet oder Alice keinerlei Schreiben mehr erhalten.

Ich bin Ende Juli 2008 in eine neue Wohnung umgezogen und daher hatte ich auch vorher meinen DSL Vertrag bei Alice ordnungsgemäß zum 20.05. 2008 gekündigt.
Ich hatte auch die Kündigungsbestätigung erhalten und der Onlinezugang wurde zum Kündigungsdatum abgeschaltet. Zum Schluss habe ich noch die alte Hardware zurückgeschickt. Alice hatte mir dazu extra noch einen Rücksendeschein gegeben.

Jedenfalls war damit das Thema Alice für mich beendet, es wurden alle Rechnungen bis zur Kündigung bezahlt und ich habe auch keinerlei Dienste mehr in Anspruch genommen bzw. nehmen können, da ja alles abgeschaltet wurde von Seiten Alice.

Was soll ich denn jetzt tun?
Ich verstehe nicht, warum dieses Inkasso Unternehmen ohne Probleme meine neue Adresse rausgefunden hat, von Alice habe ich aber nie etwas an meine neue Adresse bekommen. Weder diese ominöse Rechnung noch irgend welche Mahnschreiben oder ähnliches worauf ich dannn auch hätte reagieren können - ich habe Alice natürlich nicht meine neue Adresse mitgeteilt, da ja schon vor dem Auszug das Vertragsverhältnis ordentlich beendet wurde!

Ich kann mir auch nicht vorstellen wie eine Summe von 51,53€ zu Stande kommt - die Faltrate kostete bedeutend weniger und ich habe ja auch alle Rechnungen bezahlt?
Unverständlich ist mir auch, dass auf der ersten Seite unter Hauptforderung ein Betrag von 54,74€ steht und auf der zweiten Seite steht dannn klein unten, dass es sich um einen Rechnungsbetrag von 51,53€ handelt!

Ich habe jetzt nur bis zum 24.6. Zeit die 109,26 zu bezahlen oder es wird ein gerichtliches Mahnverfahren gegen mich eingeleitet.

Ich hoffe sehr, dass Sie mir helfen können, da ich wirklich mit der Situation überfordert bin und auch nicht weiß, was ich jetzt zu meiner Verteidigung machen soll! Ich kann ja nicht mal eine Widerspruch gegen diese Forderung geltent machen, zumindest steht davon nichts in dem Schreiben.

Ich danke Ihnen schon mal für Ihre Unterstützung.
A.Z.

Sehr geehrter Ratsuchender,


die neue Adresse kann über das Einwohnermeldeamt erfragt werden, wofür dann auch die geltend gemachten Kosten verlangt werden könnten.

Allerdings wäre Voraussetzung, dass Sie eine Rechnung nicht gezahlt und sich damit im Verzug befinden, was aber nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung nicht der Fall ist, so dass Sie nun letztlich drei vernünftige Möglichkeiten haben:

-Sie ignorieren diese Schreiben und warten auf ein gerichtliches Verfahren. DANN müssten Sie aber reagieren und sich gegen die Forderung verteidigen. Erst im gerichtlichen Verfahren müssen Sie reagieren, um eine negative Verurteilung zu vermeiden.

-Sie bitten um Hergabe aussagefähiger Unterlagen, aus denen sich die angebliche Forderung ergibt und weisen dann alle Forderungen zurück.

-Sie beauftragen einen Anwalt, der die Sache klärt. Dieses erscheint am sinnvollsten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 19.06.2010 | 12:25

Danke für die schnelle Antwort.

Werde mich dann am besten direkt an einen Anwalt wenden!

Eine Frage hätte ich noch.
Ist das normal, dass ich jetzt erst nach fast 2 Jahren Post vom Inkassounternehmen bekomme? Warum hat Hansenet so lange gebraucht? - wenn die Rechnung wirklich vom 19.08.2008 stammen soll, dann hätte doch auch schon viel eher das Inkassobüro tätig werden müssen! Hat Hansenet überhaupt ansatzweise eine Grundlage zur Einforderung der Rechnung, da die Firma ja wissen musss, dass nie diese Rechung oder Mahnungen zugestellt werden konnten - selbst wenn Sie alles an die alte Adresse geschickt hätten, dann ist das doch ohne Umwege an Hansenet zurückgegangen mit Vermerk " nicht zustellbar, Adressant unbekannt" !!???
Danke nochmal für eine Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.06.2010 | 12:39

Sehr geehrter Ratsuchender,


leider ist dieses schon die Normalität, da eine dreijährige Verjährungsfrist droht und sehr viele nach Einschaltung eines Inkassounternehmen dann - unberechtigt - in Unkenntnis und ohne Prüfung zahlen.

Ihr Weg - Prüfung durch einen Anwalt - ist die sinnvollste Alternative, da eine Vielzahl von Forderungen eben unberechtigt sind.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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