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Brief von Inkassounternehmen

20.03.2009 10:53 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich benötige Ihre Hilfe. Seit 2006 läuft bei mir die Privatinsolvenz, jedoch nicht, weil ich, wie viele andere, munter drauflosbestellt habe in Warenhäusern, sondern, weil ich eine ETW von einem befreundeten Makler kaufte, der mich über den Tisch zog und von der Polizei seit Jahren gesucht wird (hat nicht nur mich betrogen). Als ich schwer erkrankte, konnte ich nicht mehr für diese ETW aufkommen, wurde Rentnerin, "wurschtelte" mich noch 2 Jahre durch, bis ich die Privatinsolzvenz beantragte, was mir nicht nur peinlich war sondern auch so ganz gegen mein Rechtsbewußtsein, weil ich bisher immer alles zahlte, was fällig war.
Nun aber folgendes: ich war Kundin bei ISH, die ja jetzt Unitymedia heißen. Ich hatte dort einen Vertrag, habe den gekündigt, die Kündigung wurde bestätigt. Da ich Lastschriften von denen zurückgehen ließ, weil mir was unklar war, berechneten die mir für jede zurückgegangen Lastschrift Gebühren. Ich schrieb denen also. Der Vertrag lief aus, und ich hörte nichts mehr von denen. Jetzt, nach 1 1/2 Jahren bekomme ich plötzlich von einem Inkassounternehmen Post. Ich solle den Rückstand von ISH (49 Euro) zahlen zuzüglich Inkassogebühren, insgesamt ca. 104 Euro! Davon abgesehen, daß ich dieses Geld gar nicht habe, frage ich mich, warum ISH mir nicht schon vor 1 1/2 Jahren geschrieben hat, daß ich bei denen noch was offen habe. Ich habe denen doch geschrieben und nichts gehört. Nicht mal eine Mahnung oder Zahlungsaufforderung. Und jetzt nach so langer Zeit verlangen die den Rückstand plus die Kosten für das Inkassounternehmen.
Hätte ISH mich schon vor 1 1/2 Jahren angeschrieben, den Rückstand angemahnt, hätte ich bezahlt und alles wäre erledigt gewesen. Jetzt warten die aber, beauftragen dann ein Inkassounternehmen und der Betrag erhöht sich laufend!
Meine Frage: die wissen, daß ich schon 2 x die EV abgegeben habe, wissen, daß die Privatinsolvenz läuft. Können die jetzt noch durch einen GV vollstrecken lassen? Ich habe nichts von Wert, habe nur eine kleine Rente und das Geld, welches ich durchs Putzen bekomme. Ich zahle an den Insolvenzverwalter auch schon Geld. Wie sieht das aus? Muß ich zahlen? Soll ich denen eine Vergleich anbieten, und zwar die eigentlichen 49 Euro, die ich denen noch schulde und die dann in 2 Raten oder brauche ich nichts zu bezahlen? Käme dann ein GV? Was also tun? Danke für Ihre Mühe.
Natürlich kann ich auch Ihnen nicht viel "bieten", aber 20 Euro könnte ich für Ihre Antwort erübrigen. Die können Sie abbuchen von meinem Konto. Dankeschön. MfG

Sehr geehrte Ratsuchende,

ob die gegen Sie erhobenen Forderung rechtmäßig ist, kann ich nach Ihrer Schilderung nicht beurteilen, da die Umstände im Einzelnen nicht ausgeführt werden. Die Forderung ist jedenfalls nach 1,5 Jahren noch nicht durch Zeitablauf verjährt. Eine Zahlungsaufforderung bzw. Mahnung war möglicherweise nicht erforderlich, wenn sich die geforderte Leistung aus den Vertragsbedingungen ergibt und eine Zeit nach dem Kalender zur Leistung bestimmt war.

Eine Zwangsvollstreckung setzt zunächst einmal voraus, dass der Gläubiger einen Titel gegen Sie hat, was bislang noch nicht der Fall ist. Darüber hinaus wäre eine Zwangsvollstreckung derzeit wegen des laufenden Insolvenzverfahrens nicht zulässig.

Sie sollten sich auf dieser Situation aber nicht ausruhen. Es handelt sich um eine Forderung nach Insolvenzeröffnung, die in der Wohlverhaltensperiode durchaus tituliert werden kann und dann auch nach einer ggf. erteilten Restschuldbefreiung bestehen bliebe. Eine vergleichsweise Lösung halte ich daher für sinnvoll.

Ich hoffe, Ihnen erste Anhaltspunkte gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

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