Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Brief vom Inkassobüro trotz gekündigter Mitgliedschaft

20.01.2008 19:50 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Guten Tag,

ich habe Post von einem Inkassobüro erhalten für eine Rechnung einer Partnervermittlungsbörse. Die kostenpflichtige Mitgliedschaft hatte ich bereits am 30.10.2007 gekündigt und auch eine Bestätigungsmail erhalten, in dem mir die Kündigung zum 01.12.07 bestätigt wurde.
Die Börse hat Ihre Beiträge für 3 Monate im voraus gewünscht, die letzte Rechnung aus August habe ich bezahlt. Nun mahnt mich das Inkassobüro für eine Rechnung vom 25.11.07 an, die ich zum Einen nicht erhalten habe, zum Anderen habe ich keine Nachricht vom Betreiber dieser Vermittlungsbörse erhalten, daß ich eine offene Rechnung habe und ausserdem ist die Mitgliedschaft gekündigt, so dass der Betrag für weitere 3 Monate im voraus unrechtmäßig ist, oder?

Wie soll ich mich verhalten ? Das Inkassobüro hat mir weder die Vollmacht, noch die angeblich überfällige Rechnung vorgelegt. Die Partnerbörse antwortet mir nur, daß die Geschichte an das Inkassobüro übergeben sei (auf Nachfrage). Soll ich dem Inkassobüro Unterlagen zur Verügung stellen, aus dem die Kündigung hervorgeht, oder erkenne ich damit bereits etwas an?

Vielen Dank für eine Antwort im voraus.


Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

durch Ihre Kündigung ist der Vertrag zum 01. Dezember 2007 beendet worden. Dabei gehe ich davon aus, dass zu diesem Zeitpunkt die Kündigung auch durch Einhalten der Kündigungsfrist möglich war. Zahlungsansprüche über diesen Kündigungstermin hinaus bestehen damit grundsätzlich nicht mehr.

Sie sollten daher dem Inkassounternehmen mitteilen, dass Sie den Vertrag mit der Partnervermittlungsbörse zum 01. Dezember 2007 gekündigt haben und somit keine Anspüche über diesen Zeitpunkt hinaus bestehen. Übersenden Sie dazu eine Kopie Ihrer Kündigung und der Kündigungsbestätigung. Darüber hinaus fordern Sie eine Kopie der angeblich offenen Rechnung an, damit Sie wissen worauf sich die Forderung bezieht.

IdR erhalten Sie von dem Inkassounternehmen dann eine Mitteilung, dass sich nach Rückfrage bei der Partnervermittlungsbörse die Angelegenheit erledigt hat. Sollte das Inkassounternehmen jedoch weiterhin auf Zahlung bestehen, müssen Sie, wenn Sie eine Mahnbescheid erhalten, gegen diesen Widerspruch einlegen. Dann wird es höchstwahrschenlich zu einer gerichtlichen Klärung über die Ansprüche kommen.

Indem Sie dem Inkassounternehmen Ihre Kündigung überlassen erkennen Sie die Forderung nicht an.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

Nachfrage vom Fragesteller 20.01.2008 | 21:02

Sehr geehrter Herr Bordasch,

vielen Dank für die schnelle und informative Antwort.

Ich habe da ein kleines Problem. Mein Kündigungsschreiben habe ich nicht mehr, da ich nach Ablauf der Mitgliedschaft nicht mit Problemen gerechnet habe. Wohl aber habe ich die Bestätigungmail der Partnerbörse über die Kündigung. Würde diese Email in einem Rechtsstreit Bestand haben ?

Viele Dank noch einmal.

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.01.2008 | 15:18

Sehr geehrter Fragesteller,

um Ihre Kündigung beweisen zu können, müssen Sie den Zugang des Kündigungsschreibens beweisen können. Die Bestätigungsmail selbst ist dafür kein Beweis, kann aber als Indiz für eine Kündigung gewertet werden. Sie sollten dem Inkassounternehmen die Kündigungsbestätigung in Kopie zukommen lassen und im dazu verfassten Schreiben auf Ihre Kündigung Bezug nehmen ohne zu erwähnen, dass Ihnen diese nicht mehr vorliegt.

Zur Sicherheit sollten Sie der Partnervermittlungsbörse ´hilfsweise erneut´ kündigen. Dies sollte am besten per Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Damit haben Sie jedenfalls den Nachweis für eine, wenn auch spätere, Kündigung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 75936 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Da ich die Frage für meine Nachbarn gestellt habe und der Anwalt ein weiteres Angebot offeriert hat, welches nicht angenommen wurde, bin i c h zwar zufrieden mit der Antwort, ... ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
ja zu allen punkten ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Wir hatten am Samstagmorgen einen konkreten Sachverhalt detailliert und mit präzisen Fragestellungen eingestellt. Innerhalb von ca. 2 h hatten wir eine fundierte, verständliche und ausführliche Antwort, in der auf alle Fragestellungen ... ...
FRAGESTELLER