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Brennstoffosten für Holz - was darf berechnet werden?


27.06.2006 13:50 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Hallo,

wir wohnen in einer Mietwohnung, in der neben der Ölheizung auch mit Holz geheitzt werden kann.
Unser Vermieter hat das Holz (Sturmholz im Wald) gekauft, selbst eingeschlagen bzw. im Wald ausgeräumt, zugesägt und gelagert.

Welche Kosten kann er hier geltend machen?
Kann er den marküblichen Preis für getrocknetes, fertig zugesägtes und angeliefertes Brennholz vom Holzhändler von ca. 40€ pro Raummeter, oder nur die tatsächlich angefallenen Kosten (Sturmholzpreis, Benzin für Säge und Transport, ...) geltend machen?
Es gibt hierfür aber keinerlei Belege.
Wie sieht es mit der Arbeitszeit zur Holzverarbeitung aus. Ist diese auch anrechnungsfähig? Wenn ja in welcher Höhe?

Gruß
HG

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre online.Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten möchte:

Da der Vermieter an den Heizkosten nicht verdienen soll, wird er seiner Heizkostenabrechnung nicht den üblichen Quadratmeterpreis für Brennholz eines Händlers zugrunde legen dürfen, sondern nur den Preis, den er tatsächlich gezahlt hat zuzüglich der Kosten für das Zusägen und den Transport.

Nachdem keine Belege vorhanden sind, werden Sie die Holzkosten der Höhe nach zunächst erfolgreich bestreiten können. Es ist dann Sache des Vermieters die Kosten nachzuweisen, ggf. durch übliche "Sturmholzkosten". Weiterhin kann der Vermieter bei einer Eigenleistung grundsätzlich nur den nachweisbaren Aufwand umlegen. Pauschale Ansätze (z.B. nach Maßgabe eines Kostenangebots einer Fremdfirma) werden daher regelmäßig als unzulässig angesehen. Ihr Vermieter wird folglich den Stundenaufwand seiner Arbeitsleistung für das Zusägen erfassen müssen und unter Berücksichtigung eines angemessenen Stundensatzes in die Betriebskostenabrechnung einstellen dürfen. Als Studensatz wird der Lohn für einen Waldarbeiter zugrunde gelegt werden können, der zwischen EUR 25,- bis EUR 30,- liegt.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
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