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Brandschadensanierung


23.11.2017 13:16 |
Preis: 58,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte(r) Rechtsberater(in),

Nach einem Wohnungsbrand einer Nachbarwohnung vor 4 Wochen und Nutzung meiner Wohnung als Rauchabzug durch die Feuerwehr ist mein kompletter Hausrat verrußt. Der Geruch hält sich standhaft in meiner Wohnung. Aufgrund des Geruchsträgers (Tapeten/Möbel/Kleidung) kamen mehrfach Gutachter von verschiedenen Versicherungen in meine Wohnung. Die Gutachter der Gebäudeversicherung weigern sich von vorne rein neue Tapeten wieder anzubringen. Sprich, sie reißen die Tapeten zwar ab, streichen das Mauerwerk weiß, fertig. Grund dieser geringen Maßnahme: Wohnung sei "zu 100% verwohnt".
Im weitesten stimmt das auch, aber mit einem Überstreichen der vorhandenen Tapete wäre diese Aussage nicht mehr gültig, und die Versicherung hätte keinen Grund mehr die Tapeten nicht zu ersetzen und wieder zu montieren.
Wie sieht es mit einem Teilersatz zumindest der Tapeten (Strukturtapeten) aus. Kann die Versicherung sich weigern diese (zumindest zum Teil) zu ersetzen?

Zur Brandschadensanierung einzelne Schritte:
1. Ausräumen der gesamten Wohnung und Reinigung des Inventars (Haftpflichtversicherung des Brandverursachers, da keine eigene Hausratvers. bestand)
2. Sanierung der festen Bestandteile der Wohnung (Tapeten, Teppiche, Laminat); Entfernen und Neuanbringung der Tapete
3. Nach Reinigung des komplette Hausrats wieder Einräumung desgleichen

aktuelle Lage:
Gebäudeversicherung will kompletten Hausrat pro Zimmer ausräumen, im ausgeräumte Zimmer Tapeten runter, weiß streichen, Zimmer wieder einräumen.
Die Haftpflichtversicherung wartet auf Angebote (regt sich derzeit nicht)
Eine Schadensanierungsfirma ist derzeit vom Eigentümer beauftrag worden, die verbrannte Wohnung und das Treppenhaus zu sanieren. Diese hat leider bis dato keine Angebot meine Wohnung betreffend an die Haftpflichtversicherung gestellt. Will aber mit den Sanierungsarbeiten meiner Wohnung im Auftrag der Gebäudeversicherung in 4 Tagen anfangen.
Dies würde im Endeffekt bedeuten, daß mein verrußter Hausrat 3 mal bewegt werden würde. Einmal um die einzelnen Zimmer Teilzurenovieren, dann um diese wieder verrußt in das Teilrenovierte Zimmer zurückzubringen, und letztendlich zum 3. mal, wenn die Haftpflichtversicherung den Auftrag zur Reinigung meines Hausrates erteilt. Eigentlich auch noch ein 4. Mal, wenn die Tapeten nachträglich von mir angebracht werden würden.

Welche Schritte muß ich einleiten oder unterbinden (Sanierung soll in 4 Tagen beginnen), um meine vorhandenen Tapeten ersetzt zu bekommen, sofern ich einen Anspruch darauf habe?

mit freundlichen Grüßen
24.11.2017 | 09:49

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Fragen gerne wie folgt:

Zunächst einmal gehe ich anhand Ihrer Schilderung davon aus, dass es sich um eine gemietete Wohnung handelt.
Bei einer gemieteten Wohnung haben Sie keine Rechtsbeziehung zu den Versicherungen des Vermieters, sondern haben gegen den Vermieter einen Anspruch auf Schadensbeseitigung. Das bedeutet, dass Sie sich gar nicht auf die Versicherungen des Vermieters verweisen lassen müssen, sondern diesen selbst zur Schadensbeseitigung auffordern können/müssen. Was dieser dann über seine Versicherung abrechnet, ist letztlich dessen Sache.

Sollte es sich um Ihre eigene Wohnung handeln, so gilt dies nicht. Dann müssen Sie sich selbst mit den Versicherungen auseinandersetzen.

Was die Tapete anbelangt, so gilt folgendes: Der Grundsatz im Schadensrecht ist der, dass der Geschädigte so gestellt werden muss, als hätte das schädigende Ereignis nicht stattgefunden. Dabei ist der Zustand zu berücksichtigen, welchen die Tapeten vorher hatten. Wenn Sie also etwas Besseres, sprich neue Tapeten bekommen würden, so wäre Ihnen ein Abzug neu für alt zu machen.
Die Versicherung kann daher also auch anbieten, dass die Wände gestrichen werden, dann gibt es keinen Abzug neu für alt. Allerdings kann sie nicht nur das bloße Mauerwerk streichen lassen, sondern dieses ist wohl vorher zu verputzen, damit ein geeigneter Untergrund besteht. Hiervon gehe ich jedoch aus.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben. Falls noch Unklarheiten bestehen, so können Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 24.11.2017 | 19:52

Sehr geerhte Frau RA Draudt,

vielen Dank für Ihre Ausführungen. Leider ist mir aus Ihrer Schilderung noch nicht ganz klar, ob ich nun die Tapete in vollem Umfang selber zahlen soll/muß und die Handwerker/Tapezierer zusätzlich noch? Kann der Abzug 100% betragen?

mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2017 | 08:51

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage möchte ich mitteilen, dass der Zeitwert der Tapete zu ermitteln ist. Ich gehe davon aus, dass die Gutachter das gemacht haben. Je nachdem kann der Abzug auch 100% betragen.

Jedoch nochmals mein Hinweis, dass Sie sich nicht mit leeren Wänden zufrieden geben müssen, irgendeine Art von fertiger Wand muss es geben.


Mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin

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