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Brandschaden in vermieteter Wohnung mit EBK. In welcher Höhe gibt es Schadensersatz?

06.11.2013 11:09 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Hallo,
im August diesen Jahres gab es einen "Fettbrandbrand" in einer unserer vermieteten Eigentumswohnung. Die dort eingebaute Küche gehörte zur Wohnung und war somit auch unser Eigentum. Die Küche musste komplett entsorgt werden. Der Mieter hat eine Haftpflicht- und Hausratversicherung. Meine Frage ist jetzt, welche Versicherung (Hausrat vom Mieter oder Gebäudeversicherung) muss den entstandenen Schaden an der Küche bzw. die neue Einbauküche bezahlen und in welchem Umfang, soll heißen, wird eine Neue Küche bezahlt oder nur der Zeitwert der alten Küche und ich bleibe auf dem Restbetrag sitzen. Momentan bekommen ich von jeder Versicherung nur zu hören, dass die Andere dafür zuständig ist.
Vielen Dank vorab.

MfG

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Die aktuellen Bedingungen für die Gebäudeversicherung zugrunde gelegt, sind Einbauküchen als Gebäudebestandteil mitversichert soweit Sie individuell für das Gebäude geplant und gefertigt wurde(vgl. § 5 der Musterbedingungen für die Gebäudeversicherung). Anderes würde nur gelten, wenn diese durch die Mieter eingebaut worden wären. Nur in diesem Falle wäre die Küche der Hausratversicherung zuzuordnen, was sich aus § 6 Nr. 2 c) der Musterbedingungen für die Hausratversicherung ergibt. Die beiden Versicherungstypen ergänzen sich demnach.

Zuständig ist also Ihre Gebäudeversicherung. Anhand der Sachverhaltsangaben ist nicht abschätzbar, ob Regressansprüche der Gebäudeversicherung im Rahmen des § 86 VVG bestehen. Sollten Ihre Mieter den Küchenbrand schuldhaft verursacht haben, könnten Sie einen Haftungsanspruch gegen diese haben. Der würde dann auf Ihre Gebäudeversicherung übergehen und gegebenenfalls von dieser geltend gemacht werden. Diese Problematik betrifft Sie jedoch nicht, es sei denn, dass eine Unterversicherung bestand. In diesem Falle bestehen Besonderheiten, die hier jedoch im Rahmen einer Erstberatung nicht dargestellt werden können. Sollten sich hier Probleme ergeben, empfehle ich daher Kontakt zu einem Anwalt (gerne auch zu mir) aufzunehmen.

Die Frage, welcher Wert Ihnen zu ersetzen ist, kann nicht ohne weiteres beatwortet werden, da dies von einer Vielzahl an Faktoren abhängig ist. Wichtigster Faktor ist hierbei Ihr Versicherungsvertrag selbst, also die Vereinbarungen die Sie getroffen haben (Neuwert, Zeitwert, etc.). Daher müssten zunächst einmal die Versicherungsbedingungen bzw. – policen durchgesehen werden. Sollten Sie eine Neuwertversicherung abgeschlossen haben, können Sie im Normalfall auch den Neuwert beanspruchen und brauch sich nicht auf den Zeitwert verweisen zu lassen.

Leider kann eine abschließende Beurteilung aus oben genannten Gründen nicht erfolgen. Ich hoffe, Ihnen trotzdem weitergeholfen zu haben. Fordern Sie Ihre Versicherung unter Fristsetzung zur Regulierung des Schadens bzw. zur Erklärung, dass diese den Schaden dem Grunde nach anerkennt, auf. Hierbei können Sie auch auf § 14 VVG verweisen. Dieser besagt, dass Sie nach Ablauf eines Monats seit Anzeige des Versicherungsfalles Abschlagszahlungen vom Versicherer verlangen können.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
André Meyer, Rechtsanwalt


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