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Brandschaden

| 12.06.2010 16:18 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Hallo,
Student A wohnt im Studienort in einer Wohnung, die
sein Vater auf den Namen des Vaters angemietet hat, Student A ist auch ordnungsgemäß in dem Ort der Wohnung des Vaters angemeldet.

Nun hat es in dieser Wohnung gebrannt, der -sehr alte- Kühlschrank,
der mit im Mietvertrag enthalten war -kleine Singleküche, im Flur im Eingangsbereich montiert- hatte
wohl einen "Elektroschaden" und ist in Flammen aufgegangen, und zwar nachts ca. 3.00 Uhr. Student A ist Gott sei Dank irgendwie wach geworden weil er bemerkt hatte, dass er keine Luft mehr bekommt.
Kurz und gut, die Wohnung ist in einem großen Wohn-Hochhaus-block eines Mehfamilienhauses. Student A ist sofort auf und hat die Tür zur Miniküche (die ebenfalls gleichzeitig auch der Durchgang zum Wohnungseingang ist) aufgerissen und
alles stand in Flammen. Er ist trotz der Flammen durchgelaufen, hat im Flur befindlichen Feuerlöscher genommen und wollte löschen, der Feuerlöscher ging aber nicht. Dann gegenüber und nebenan an alle Türen gehämmert und geklingelt und die Leute rausgeholt, einem gesagt "Ruf die Feuerwehr" und dann den nächsten Feuerlöscher der sich im Flur des Mehrfamilienhauses befand genommen, dieser ging Gott sei Dank. Er hat versucht zu löschen, darüber kam dann auch die Feuerwehr schon.
In diesem Mehrfamilienhaus mit fünf Stockwerken, waren KEINE Brandmelder oder ähnliche Vorkehrungen vorhanden, muss man sich auch Fragen ob das rechtens ist. Außerdem hatte die Feuerwehr keine Möglichkeit mit der Drehleiter an den Balkon des Mieter zu kommen, da das Haus in Hanglage ist und durch Grünlange im Hang die Feuerwehrzufahrt bis zur Wohnungslage NICHT möglich ist...
D. h. wenn die hätten Leute mit der Drehleiter oder schwerem Gerät bergen müssen, wäre das nicht gegangen - ist das überhaupt
statthaft... Die Feuerwehr hat sich sehr darüber aufgeregt...
Muß es nicht da sowas wie eine "Brandschau" geben.

Die Feuerwehr kam, löschte den Restbrand, hat alles nach "Brandnester" durchsucht und ist wohl noch länger geblieben um sicherzustellen, dass das Feuer nicht etwa erneut wieder aufflammt, die Feuerwehr hat Student A ausdrücklich wegen seines sehr umsichtigen Verhaltens gelobt und gesagt er hätte damit wohl sehr viel Schlimmes verhindert. Student A wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus verbracht - Rauchvergiftung und kleine Verbrennungen...

Dieser Vorfall war im März 2009. HEUTE -weit über ein Jahr später- schrieb die Gebäudeversicherung des Wohnblocks, sie wollen eine Regress-Zahlung geltend machen, weil fahrlässig der Herd angelassen worden sei... Student A hätte diesen Herd angemacht und sei dann zu seiner Geburtstagsfeier im Kellerschoß dieses Hauses gegangen - mal davon abgesehen: Wenn eine Herdplatte an ist von 18.00 Uhr abends bis 03.00 Uhr morgens wäre da doch schon längst alles abgebrannt und der Herd mußt doch auch eine Vorrichtung haben, dass die Sicherungen rausgeben würden oder. Fakt ist aber, dass der Herde definitiv NICHT an war. Es brannte jedoch der KÜHLSCHRANK und NICHT der Herd.

Den Schaden des Mieters zahlte dessen Feuerversicherung. Das hat uns schon SEHR gewundert, wir waren davon ausgegangen, dass die Gebäudeversicherung des Vermieters für unseren Schaden aufkommen muss.

Frage: Hat der Gebäudeversicherer nach ssoo langer Zeit noch einen
Anspruch an den Mieter.
Das Ganze ist sehr difus, weil der Mieter jetzt, nach diesem langen Zeitraum 1 1/4 Jahren, ein 16 Seiten-Schreiben bekommen hat mit irgendwelchen Schadensfeststellung, Aufräumarbeiten, Gutachten usw.

Es fand eine Begutachtung der Gebäudeversicherung statt, zu dem
Termin wurde der MIETER NICHT eingeladen, ist das o. k.

Fakt ist, dass der Kühlschrank der Brandauslöser war.

Leider sind natürlich -nach 1 1/4 JAHREN- die Beweisstücke (Single-Küche, Möbel etc.) entsorgt... d. h. man kann nichts
mehr nachvollziehen...

Die Feuerwehr sagte damals auch sofort, dass der Kühlschrank der Brandauslöser gewesen sei. Die Sache ist auch zur Polizei gegangen, die das Verfahren aber nicht bearbeitet haben, deren Aktenzeichen ist beim Mieter vorhanden. Die Tageszeitungen des Wohnungsortes haben in der Tagespresse auch berichtet -unter Bezug auf die Feuerwehr-, dass der Kühlschrank gebrannt hätte. Auch die Feuerwehr auf Ihrer Homepage berichtet, dass der Kühlschrank brandauslösend gewesen sei.
Da der Kühlschrank (und auch der Herd) im Mietvertrag mit inbegriffen waren also im Eigentum des Gebäudeinhabers standen, ist dies ja wohl Sache des Eigentümers, zumal der Kühlschrank sehr alt war...
Der Mieter hatte sich zuvor schon mehrfach beim Hausmeister beschwert, dass der Kühlschrank "eigentümliche Geräusche" mache, der Hausmeister ist vor Ort gewesen und "hat was geändert" -sagte er. Dieser Hausmeister ist zwischenzeitlich auch
leider verstorben und es ist jetzt ein neuer Hausmeister dort.

WAS sollte der Mieter jetzt machen, Rechtsanwalt nehmen und den
schreiben lassen oder erstmals selber mit der Zurich-Versicherung
des Gebäudeinhabers telefonieren. Wäre sowas über die Rechtsschutz-Versicherung des Mieters mit abgedeckt, also ist Student A automatisch noch in dieser Rechtsschutzversicherung mit drin, oder ist dies sowieso ein Fall, der NUR den Mieter der Wohnung was angeht.

Was würdet Sie vorschlagen, wie weiter verfahren werden sollte.
Welche Gesetze, Gerichtsurteile oder ähnlich hilfreiche könnten Sie mir zurückschreiben.

DANKE

Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

anhand Ihrer Schilderung und unter Berücksichtigung des Einsatzes folgende Hinweise zu den aufgeworfenen Fragen:

1. Die Gebäudeversicherung macht einen Regressanspruch geltend, offensichtlich aufgrund einer unterstellten "unerlaubten Handlung", vgl § 823 BGB . Diese Ansprüche verjähren in drei Jahren, d.h. die Geltendmachung ist noch innerhalb der laufenden Fristen.

2. Die Rechtsschutzversicherung kann nicht in Anspruch genommen werden, weil diese nicht für die Abwehr von Schadensersatzansprüchen eintritt (allgemeiner Risikoausschluss); sofern eine Haftpflichtversicherung besteht, sollte diese umgehend informiert werden. Die Haftpflicht würde dann die behaupteten Ansprüche prüfen, sofern berechtigt regulieren oder für die Abwehr sorgen, wenn eine gerichtliche Klärung ansteht.

Wenn auch keine Haftpflichtversicherung besteht, sollte aufgrund des Sachverhaltes und dem anzunehmenden erheblichen Schadensbetrag ein Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Versicherungsrecht konsultiert werden, bevor Erklärungen gegenüber der Versicherung abgegeben werden.

Mit freundlichen Grüßen

T. Fertig
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 12.06.2010 | 17:45

Hallo,
danke für die Antwort. Aber sie hilft mir in dieser Art nicht wirklich weiter. Sie schrieben ja auch: Sie geben mir Hinweise. Ich hatte ja schon konkrete Fragen gestellt, leider aber
darauf keine -für mich brauchbare- Antwort erhalten, welche ich für diese Schadenersatz-Ansprüche zitieren könnte. Ihre Antwort ist mir zu kurz und für meinen Sachverhalt nicht wirklich verwendbar...

Der zitierte § 823 BGB sagt ja:
Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

Hier wurde WEDER vorsätzlich noch fährlässig gehandelt, DEFINITIV NICHT!
Also kann doch die Gebäudeversicherung gegen uns NICHTS geltend machen, da hier keine "unerlaubte Handlung" vorgelegen hat. Rechtsschutz ist also ausgeschlossen. Haftpflichtversicherung besteht - jedoch für den Vater (der ist Wohnungsmieter) tritt diese dann ein - obwohl zu diesem Zeitpunkt der SOHN die Wohnung bewohnte?

WIE soll JETZT noch geklärt werden (da alles Verbrannte aus der Wohnung ja schon vor Jahresfrist entfernt wurde), DAS nun wirklich der Kühlschrank der Brand-Verursacher war, da dieser incl. mitgemietet war, ist das ja wohl in diesem Fall Sache des
Vermieters.

Bitte antworten Sie mir doch konkreter und auf MEINEN Fall zugeschnitten, WAS ich jetzt noch machen kann, wie ich argumentieren kann und ob es geltendes Recht hierzu
gibt oder was ich zitieren oder argumentieren kann.

Was meinen Sie mit: Berücksichtigung des Einsatzes? Wenn Sie mehr Einsatz haben möchten und mir DANN weiterhelfen können, teilen Sie es mir bitte mit.

Viele Grüße



Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.06.2010 | 18:42

Die Versicherung macht aber offensichtlich einen entsprechenden Anspruch gegen den Unter-Mieter geltend - immerhin 16 Seiten zum Sachverhalt und den Ermittlungen.

Die Haftpflichtversicherung der Vaters greift dann ein, wenn der Sohn mitversichert ist - einen Blick in den Versicherungsschein können Sie nur selbst werfen.

Wenn die Haftpflicht greift, brauchen Sie keinen Cent mehr in die Prüfung der Haftungsfrage zu investieren; dann ist die Haftpflichtversicherung zuständig.

Zum Einsatz: Sie können die Direktanfragefunktion nutzen und mir das komplette Schreiben mailen; die Erstberatungsgebühr über diese Seite beläuft sich auf 80,00 €.

Bitte berücksichtigen Sie, daß im Rahmen dieser Beratung im Regelfall nur ein erste Orientierung zur Sach- und Rechtslage möglich ist und gerade in diesem Fall Sie ohne anwaltliche Konsultation den Anspruch nicht werden abwehren können.


Mit feundlichen Grüßen

T. Fertig

Bewertung des Fragestellers 12.06.2010 | 21:09

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