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Bootlegs


| 22.11.2006 12:08 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Eines vorweg: ich bin kein Freund von Raubkopien.

Sog. Bootlegs (also z.B. nicht autorisierte Live-Mitschnitte) dagegen bieten mir als Musik-Fan jedoch die Möglichkeit auf das eine oder andere Highlight. Ich weiß auch gar nicht inwiefern diese Bootlegs mit Raubkopien gleichzusetzen sind.

Doch zu meinem Problem:
Ich bin vor kurzem über eine Internetanzeige auf eine Homepage in Canada gestossen, wo der Anbieter Live-Mitschnitte von fast allen stattgefundenen Springsteen-Konzerten der letzten Jahrzehnte anbietet. Da konnte ich als bekennender Fan nicht lange wiederstehen, habe also einige CDs (10 an der Zahl) geordert. Der Preis lag bei 110 €. (Abgerechnet über PayPal)

Vermutlich auf Grund der Größe des Paketes sowie der Beschriftung "CD" liegt das Paket nun beim zuständigen Hauptzollamt. Von dort wurde ich jetzt benachrichtigt, dass dieses unter Vorlage der Rechnung sowie Angabe über Art und Inhalt der Sendung abgeholt werden kann.

Rechnung habe ich natürlich nicht, sondern lediglich Zahlungsbestätigung PayPal, sowie Bestätigungs-eMail des Verkäufers. Sollte m.E. für die Zollabfertigung reichen.

Viel mehr Sorgen mache ich mir, dass der Inhalt kontrolliert wird und mir anderweitige Konsequenzen (strafrechtlich z.B.) drohen.

Wie soll ich mich jetzt am besten verhalten? Oder mache ich, wie man so schön sagt, einfach die Pferde scheu?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wir folgt beantworte:

Allein durch den Kauf des Bootleg haben Sie sich nicht strafbar gemacht. Sie können die Ware also beim Zoll in dieser Hinsicht gefahrlos abholen. Allerdings könnte nach einer etwaigen Kontrolle der Inhalt des Paketes beschlagnahmt werden, wenn der Versender in Kanada eine urheberrechtliche Straftat begangen hat und die Plattenfirma bzw. der Rockstar selbst gegen die Verbreitung illegaler Konzertmitschnitte vorgehen. Ich muss Sie auch davor warnen, auch nur eine der CDs weiterzuverkaufen, da dies dann etwa den Straftatbestand des § 106 UrhG erfüllen würde. Auch sollten Sie die CD nur privat hören, da die öffentliche Wiedergabe von derselben Vorschrift sanktioniert wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt



UrhG § 106 Unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke

(1)Wer in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen ohne Einwilligung des Berechtigten ein Werk oder eine Bearbeitung oder Umgestaltung eines Werkes vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.
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