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Bösartiger Vater mit manischer Depression


25.07.2006 20:59 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vater wurde bereits vor 6 Jahren aufgrund einer manischen Depression behandelt und hat das Medikament Lithium bekommen, das seine Stimmungsschwankungen ziemlich gut reguliert hat. Im Rahmen einer Alkoholentziehungskur Ende letzten Jahres wurden die Medikamente jedoch von den behandelnden Ärzten (aus Unwissenheit?)komplett abgesetzt, woraufhin die Krankheit und damit die Manie wieder ausgebrochen ist, doch dieses Mal um einiges schlimmer. Er wurde dann in die Psychiatrie eingeliefert, wobei die Medikamente nicht mehr angeschlagen haben, weil sein altes Lithium Medikament nicht mehr hergestellt wurde und er das neue nicht vertragen hat. Die Ärzte haben mehrere Medikamente ausprobiert aber ohne Erfolg. Er hatte irgendwann keine Lust mehr auf Klinik und hat sich selbst entlassen (ohne das sein Zustand sich gebessert hatte). Seitdem hat er schwere Wahnvorstellungen und fühlt sich von allem und jedem verfolgt. Er unterstellt meiner Mutter und mir die wildesten, ungeheuerlichsten Sachen (begeht damit richtig üble Nachrede und erzählt jedem von seinen Geschichten), beschimpft, beleidigt und bedroht uns. Selbst die ehemaligen Freunde und Nachbarn wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben und man kommt nicht mehr an ihn ran. Bei der Polizei ist er auch schon mehrmals auffällig geworden, aber diese kann nichts tun, da kein Straftatbestand vorliegt. Er hat einen abgrundtiefen Hass auf meine Mutter und sagt er zahle ihr keinen Cent Unterhalt, vorher würde er sein ganzes Geld ausgeben und das Haus verschulden. Außerdem beleidigt er momentan mich auf das übelste, droht mir, hat mich enterbt und in das Haus darf ich auch nicht mehr um meine restlichen Sachen zu holen.
Meine Schwester und ich haben einen Antrag auf Vormundschaft gestellt. Dieser wird momentan geprüft. Ich weiß auch nicht inwieweit er sich bei einem Besuch des Gesundheitsamtes verstellen kann.

Frage 1:
Ich habe nun zum einen Angst, dass er tatsächlich das komplette Geld ausgibt. Was ist wenn er später ein Pflegefall wird und er kein Geld mehr hat. Müssen meine Schwester und ich dann für sein nachlässiges Verhalten heute aufkommen und seine Pflege bezahlen? Gibt es eine Möglichkeit (außer einer Vormundschaft) sich aus der Pflicht der späteren Zahlung zu entziehen? Ich sehe es nämlich nicht ein, dass ich später zahle um ihm sein Heim zu finanzieren, nur weil er kein Geld mehr hat weil momentan alles ausgibt.

Frage 2:
Was kann man tun, dass die Vormundschaft durchgeht und er in eine Klinik eingewiesen wird? Wir haben dem Notar bereits das Entlassungsschreiben der Psychiatrie von Anfang diesen Jahres gesendet, in dem steht, dass er eine schwere Psychose, manische Depression, mit Wahnvorstellungen,.. hat.

Frage 3:
Kann ich etwas tun, damit er mich nicht mehr beschimpft und beleidigt. Es ist eine riesen seelische Belastung. Er schreibt mir auch die bösesten sms. Reicht dies aus um ihn anzuzeigen wegen übler Nachrede?

Vielen Dank für Ihre Hilfe. Ich weiß wirklich momentan nicht weiter.

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes folgendes mitteilen:

Grundsätzlich haben die Abkömmlinge, die Verwandte erster Ordnung, also Sie, die Pflicht zum Elternunterhalt. Jedoch kommt es darauf an, wieviel Sie verdienen bzw. was Sie für Vermögenswerte haben. Ich sehe momentan keine andere Möglichkeit, als die Betreuung zu beantragen. Sie haben erwähnt, dass Sie und Ihre Schwester bereit wäre, als Betreuerinnen zu fungieren. Wenn Sie den Betreuungsantrag stellen, müssen Sie Gründe angeben, auf Grund derer Sie die Betreuung beantragen. Grundsätzlich wird dann eine Überprüfung durch einen Arzt vorgenommen, der feststellen soll, in wie weit die Beeinträchtigungen vorliegen. Sie müssen diesbezüglich auch vorlegen, dass Ihr Vater in psychatrischer Behandlung war, warum etc. Auch sein jetziges Verhalten sollten Sie vorbringen.Bei dem Entlassungsschreiben, welches Sie erhalten haben, wird ausdrücklich erklärt, wie der psychische Zustand Ihres Vaters ist.

Sie können zwar Ihren Vater anzeigen, in dem Sie Verleumdung vorbringen, aber auf Grund des psychischen Zustandes, der, falls es zur Verhandlung kommt, bei der Strafzumessung berücksichtigt wird, werden Sie vielleicht eine Verurteilung und eine Unterbringung erreichen, aber wirklich helfen wird Ihnen das nicht. Das Verhalten kommt auf Grund der psychischen Lage Ihres Vaters zustande und daher ist nicht davon auszugehen, dass er dies bewußt macht.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte. Bitte beachten Sie, dass auf Grund von Umständen, die der Bearbeiterin nicht bekannt sind, eine andere rechtliche Beurteilung möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin
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