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Börsenbriefe: polizeiliche Vorladung

16.06.2015 08:27 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Einer polizeilichen Vorladung als Zeuge muss man nicht Folge leisten, anders sieht es bei einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft aus. Die Einschaltung eines Strafverteidigers kann durchaus auch für einen Zeugen sinnvoll sein, da man leicht zum Beschuldigten werden kann.

Sehr geehrte Damen und Herren,

kurze Vorgeschichte:

Ich habe seit Jahren selbst 2-3 Börsenbriefe abonniert und die Kosten dafür selbst gezahlt.

Diese Börsenbriefe habe ich jedoch kostenlos an eine Internetbekanntschaft per email weiter geleitet und im Gegenzug von ihm abonnierte Börsenbriefe im Tausch kostenlos bekommen (obwohl ich diese gar nicht brauchte sondern nur gelesen habe. Aktien habe ich nur aus meinen Börsenbriefen gekauft).

Ich habe diesem weder etwas gezahlt noch habe ich von ihm Geld bekommen. Ich dachte auch immer, dass dies eine Einzelperson sei.

Gestern rief mich die Polizei an, dass ich zu einer Zeugenaussage im Auftrag der Staatsanwaltschaft vernommen werden sollte, da dieser Internetbekannte einen sehr großen Tauschring aufgezogen hat und sogar von vielen anderen Geld als ABO für die Weiterleitung der Börsenbriefe bezogen hat. Laut Polizei ist Ihnen dabei meine email Adresse untergekommen.

Anscheinend wird erst noch ermittelt, da die Internetbekanntschaft weiterhin Börsenbriefe verteilt.

Ich habe sofort alles gestoppt und meine email Adresse gelöscht.

Was soll ich jetzt machen?

Soll ich zu dem Termin der Polizei hingehen oder nur mit Rechtsanwalt?

Soll ich alles leugnen oder zugeben?

Was sage ich zur Polizei, wenn Sie mich fragen ob ich die Person oder dessen email Adresse kenne?

Was sage ich zur Polizei, wenn Sie mich fragen, ob ich Börsenbriefe weitergeleitet habe oder bekommen habe?

Soll ich meine email Adresse leugnen?

Was sage ich zur Polizei, wenn Sie mich fragen, wie meine email Adresse zu dem Internetbekannten kommt?

Was sage ich zur Polizei, wenn Sie mich fragen, ob ich selbst Börsenbriefe habe?

Was sage ich zur Polizei, wenn Sie mich fragen, ob ich Geld genommen habe?

Was habe ich zu befürchten?
16.06.2015 | 09:15

Antwort

von


(17)
Beim Schlump 58
20144 Hamburg
Tel: 040 - 35709790
Tel: 0163-2688570
Web: http://www.verteidigerin-braun.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

hiermit beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

bei einer Vorladung als Zeuge sind Sie nicht verpflichtet, dort zu erscheinen. Sie können einfach nicht hingehen. In vielen Fällen hören Sie dann von der ganzen Sache nichs mehr.

Sollten Sie von der Staatsanwaltschaft als Zeuge vorgeladen werden, so müssen Sie dort erscheinen und eine Aussage machen. Sie laufen sonst Gefahr, dass Sie von der Polizei zwangsweise vorgeführt werden.

Unter Umständen steht Ihnen ein Aussageverweigerungsrecht nach § 55 StPO zu. Das bedeutet, dass Sie keine Fragen beantworten müssen, mit deren Beantwortung Sie sich selbst belasten. Ob dies der Fall ist, kann ich aufgrund des geschilderten Sachverhaltes nicht beurteilen.

In Anbetracht Ihrer Schilderungen erscheint es zumindest möglich, dass Sie sich mit einer Zeugenaussage selbst schaden können und dann als Beschuldigter geführt werden.

Es ist ratsam, sich an einen auf Strafrecht spezialisierten Rechtsanwalt zu wenden, der Sie im Falle des Falles verteidigt. Eine ausführliche Beratung zum jetzigen Zeitpunkt ist ebenfalls sinnvoll. Bitte beachten Sie, dass eine seriöse Information in aller Regel erst nach Akteneinsicht möglich ist.

Beachten Sie bitte, dass dieses Forum nur einer ersten Orientierung dient und eine persönliche Beratung nicht ersetzen kann. Sollten Ihnen noch etwas unklar sein, so nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.


Rechtsanwältin Alexandra Braun
Fachanwältin für Strafrecht

ANTWORT VON

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