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Bodenplatte zu niedrig

| 07.10.2013 10:04 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Zurückbehaltungsrecht Mängel beim Bauvertrag


Hallo,

folgender Sachverhalt, für den wir einen fachkundigen Rat benötigen :

Von einem großen deutschen Massivhaushersteller beziehen wir ein schlüsselfertiges Haus mit kleinen Eigenleistungen.

Dieses Haus ist bereits fast fertig gestellt. Nun unser Problem:

Aufgrund des Bodengutachtens wurde uns bei der Baudurchsprache mitgeteilt, dass die Beschaffenheit des Grundstückes ein normales Ablaufen des Wassers verhindert. Bei Starkregen bekommen wir auf dem Grundstück das Wasser der leicht zu uns kippenden Straße ab und das Wasser der Umliegenden Nachbarn, da diese alle aufgeschüttet haben. Ohne das wir in irgendeiner Weise reagieren konnten, wurde von uns eine Mehrleistung „Streifenfundamentgründung lt. Bodengutachten inkl. Erhöhung der Bodenplatte um ca. 50 cm " in Höhe von 4000€ vom Bauträger verlangt.
Auch wurde von uns ein feststehendes Fenster im Treppenhaus gewünscht, welches zu einem Preis von 930 EURO angeboten wurde, allerdings erfolgte der Einbau nicht nach der bayerischen Bauverordnung feststehend sondern zu öffnen. Angeblich gab es dafür keine andere Möglichkeit, lt. Bauträger.

Zum Zeitpunkt nachdem das Gewerk Bodenplatte erstellt war, waren schon mehrere Unternehmen auf der Bodenplatte tätig bzw.im Haus.
Aufgrund von Problemen mit dem ehemaligen Bauleiter, bekamen wir einen neuen BL zugewiesen. Vom neuen BL wurde dann festgestellt, dass uns die Bodenplatte zu tief gegossen wurde ( 50 cm).
Nach Anerkennung des groben Baumangels seitens des Bauträgers, wurde uns eine Not-Problemlösung vorgeschlagen, die von den beteiligten Unternehmen getragen werden soll.
Eine kleine Mauer um den gefährdeten Bereich, das was für uns schon einen sehr großen
Kompromiss darstellt, weil wir unseren Garten anders planen wollten.

Auf unsere Frage, ob wir unsere 4000 € wieder bekommen, weil wir ja für eine Fundamenterhöhung bezahlt hatten, bekamen wir als Antwort vom Subunternehmer - Erdaushub, das das ganze Material für die 4000€ verbaut worden wäre, halt nur nicht in die Höhe sondern in die Tiefe! Die Ausführung wäre absolut in Ordnung, nur halt in die falsche Richtung!
Wir haben selbst nach Erstellung der Mauer noch mit finanziellen Mehraufwendungen zu rechnen, um das Grundstück um das Haus trocken zu halten, da wie bereits erwähnt alle Nachbarn höher sitzen wie wir.

Auch mit dem Fensterproblem haben wir bis heute keine Antwort erhalten trotz mehrmaliger Aufforderung zur Nachbesserung. Das Fenster entspricht nicht der Bauordnung des Landes.

Meine Fragen:

Können wir die 4000€ einbehalten? Oder nur einen Teil?
Was wäre dann angemessen? Wenn ja, bitte mit §.
Wir haben meiner Meinung nach, für eine Erhöhung bezahlt und einen groben Baupfusch bekommen.

Können wir auch Geld für das Fenster einbehalten?

Herzlichen Dank
07.10.2013 | 11:40

Antwort

von


(1706)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ich würde die 4.000,- € voll zurückhalten - im Einzelnen dazu:

Solange die Mängelbehebung noch aussteht, können Sie derart vorgehen, um auch Ihre Rechtspositionen und finanziellen Interessen zu wahren.

Kann der Besteller die Beseitigung eines Mangels verlangen, so kann er nach der Fälligkeit die Zahlung eines angemessenen Teils der Vergütung verweigern; angemessen ist in der Regel das Doppelte der für die Beseitigung des Mangels erforderlichen Kosten (<a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/641.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 641 BGB: Fälligkeit der Vergütung">§ 641 Absatz 3</a> Bürgerliches Gesetzbuch - BGB - ansonsten auch nach <a href="http://dejure.org/gesetze/VOB-B/13.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 13 VOB/B: Mängelansprüche">§ 13 VOB/B</a> - Teil B der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen VOB).

Ich gehe erfahrungsgemäß davon aus, dass 2.000,- € niemals ausreichen werden, um den groben Mangel zu beseitigen.

Falls noch nicht geschehen, würde ich jetzt schriftlich eine Frist von 14 Tagen zur Mängelbehebung setzen, also dass zumindest nachweislich damit begonnen wird.

Für die Fenster gilt das Gleiche.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt<!--dejureok-->


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 20.10.2013 | 13:02

Hallo,
vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.
Eine Frage noch dazu:
Stehen uns diese 4000 EURO generell zu oder muss der Betrag nach Errichtung der Mauer an die Baufirma ausgezahlt werden?
Unser Schaden ist mit der Mauer eingedämmt aber nicht behoben!!!Wir müssen trotzdem noch kostspielige Vorkehrungen übernehmen, die vom Bauträger nicht übernommen werden. Wie ist hier die Rechtslage?
Vielen Dank für Ihren Rat.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.10.2013 | 14:25

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Ich würde wie gesagt SELBST die 4.000,- € voll zurückhalten - zur weiteren Mängelbeseitigung, die sich auch in den Mehraufwendungen zum Schutz von den noch bestehenden Gefahren.

Dieses lässt sich auch derart schlüssig begründen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.10.2013 | 13:10

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