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Bodenbelag


26.05.2006 21:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Wir haben eine 2 1/2 Zimmer Wohnung vermietet.
Die Mieterin zieht nun mehr oder weniger im Streit aus.
Sie hat ca. 7Jahre ein weiteres Zimmer von uns bewohnt und musste dafür keine Miete bezahlen. Davon steht allerdings nichts im Mietvertrag.
Zu den Schönheitsreparaturen haben wir uns verpflichtet.
Vor ihrenm Einzug Okt 99 haben wir 1 Zimmer und die Diele mit Teppichboden neu ausgelegt.
Im Wohnzimmer und in der Diele hat die Mieterin Laminat verlegt.
Das haben wir zur Hälfte bezahlt.
Nun hat sie den Teppichboden rausgerissen, so dass 2 Zimmer ohne Bodenbelg sind.

Die Frage:
1. muss sie die Nebenkosten für das zusätzlich genutzte Zimmer bezahlen ? (Heizung, Anteilig Wasser)
2. ist sie berechtigt Zimmer ohne Bodenbelag zu hinterlassen ?

Vielen Dank
Sehr geehrte Fragesteller,

soweit es keine entsprechende - (für den Falle eines evtl. Prozesses dann auch beweisbare) mündliche oder schriftliche - Vereinbarung mit der Mieterin gibt, dass sie für das überlassene Zimmer Neben- oder Betriebskosten zahlen muss, braucht die Mieterin keine Neben-oder Betriebskosten für das Zimmer zu zahlen. Normalerweise sind diese Kosten bereits in der zu zahlenden Miete enthalten und können nur durch eine entsprechende Vereinbarung auf den Mieter umgelegt werden.

Grundsätzlich darf Ihre Mieterin den von Ihnen verlegten Teppichboden nicht eigenmächtig herausreissen, so dass die Zimmer bei Auszug ohne Bodenbelag sind. Fraglich ist allerdings, ob Sie dadurch noch einen Schadensersatzanspruch in Höhe des Zeitwertes gegen die Mieterin haben oder ob die Lebensdauer des Teppichs bei normaler Abnutzung nicht ohnehin vorüber gewesen wäre. Das hängt nicht auch zuletzt von der Qualität des verlegten Teppichs ab. Die Rechtsprechung schätzt im allgemeinen bei Teppichböden mittlerer Qualität die Lebensdauer auf 10 Jahre. Das AG Köln (WM 2000, 435) geht bei Teppichböden nur von einer Lebensdauer fünf bis zehn Jahren aus.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin
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