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Bodelnlegearbeiten


30.11.2009 16:35 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Guten Tag

ich habe einen Fußboden neu verlegen lassen : Bambus 3-Schicht Massivdiele .
Bei der Rechnungsprüfung wurde ich skeptisch bezüglich der relativ großen Menge des verbrauchten Klebers. Ich informierte mich beim Hersteller und dort machte man mich darauf aufmerksam, dass der besagte Kleber zwar ein Universalkleber sei, jedoch ausdrücklich nicht für Holz oder "Gras" ( Bambus) geeignet ist. Was tun ? Den Boden herausreißen lassen? ( Momentan sind keine Schäden ersichtlich) Warten, ob etwas passiert? - lt- Hersteller des Klebers können sich nutzungsbedingt Dielen vom Boden ablösen. Die Rechnung gar nicht bezahlen oder nur einen Teil und einen Sicherheitseinbehalt machen für die 5 Jahre Gewährleistungsfrist nach BGB ? Wenn Einbehalt, wieviel? Wie teile ich dies dem Handwerker mit?
Verlange ich Nachbesserung = Austausch des Belages, Abschleifen des falschen Klebers...würde dies bedeuten, dass der Raum wieder einige Zeit nicht nutzbar wäre, sämtliche Arbeiten wie Ausräumen, reinigen... einräumen ein 2. Mal von mir erbracht werden müßten. Außerdem hat der Bodenbelag eine relativ lange Lieferzeit.
Welche Kosten betreffen zusätzlich den Handwerker?
Vielen Dank für eine Antwort

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Wenn ein falscher Kleber verwendet wurde und sich dadurch die Lebenszeit des Bodenbelags verkürzt, dann liegt unproblematisch ein Mangel des Werks im Sinne von § 633 Abs. 2 BGB vor, da nämlich der Bodenbelag sich nicht für die gewöhnliche Verwendung eignet und nicht die Beschaffenheit aufweist, die bei Werken der gleichen Art üblich ist.

Sie haben daher die üblichen Mängelrechte gemäß § 634 BGB: Zunächst muss dem Werkunternehmer die Gelegenheit zur Nachbesserung gegeben werden. Der Unternehmer muss also den Mangel beseitigen oder ein neues Werk herstellen (§ 635 Abs. 1 BGB), und zwar vollständig auf eigene Kosten (Abs. 2). Wenn sich der Mangel nicht anders beheben lässt, muss der Bodenbelag wieder vollständig entfernt, der Kleber abgeschliffen und der Bodenbelag neu verlegt werden. Die Kosten für das Ausräumen, Lagern und Wiedereinräumen von Möbeln usw. hat der Unternehmer zu tragen.

Die Nachbesserung können Sie schon jetzt verlangen. Sie brauchen nicht abzuwarten, bis sich die Dielen ablösen oder ähnliches. Schon die falsche Montage stellt den Mangel dar und begründet Ihre Mängelrechte.

Einen sofortigen Schadensersatz können Sie nicht verlangen, da der Unternehmer zunächst das Recht auf Nachbesserung (sog. Recht der zweiten Andienung) hat. Erst wenn er dies ablehnt (z. B. wegen unverhältnismäßiger Kosten), können Sie Schadensersatz verlangen. Dieser wäre auf Grundlage der verkürzten Lebensdauer zu berechnen, d. h. es müssten die Kosten für eine vorzeitig notwendige Instandsetzung ersetzt werden.

Die Bezahlung der Rechnung sollten Sie von der erfolgreichen Nachbesserung abhängig machen.

Erst wenn, wie gesagt, die Nachbesserung nicht stattfindet, bietet sich eine Aufrechnung Ihrer Schadensersatzansprüche mit dem offenen Werklohnanspruch des Unternehmers an. In welcher Höhe Sie die Werklohnzahlung im Ergebnis verweigern können, hängt von den Kosten ab, die Ihnen entstehen werden, und kann an dieser Stelle nicht beurteilt werden. Hier kann es sich - vorbehaltlich einer Kenntnis der konkreten Zahlen - anbieten, dass Sie mit dem Unternehmer einen Vergleich abschließen, also eine Teilzahlung leisten und im Gegenzug auf Mängelrechte verzichten.

Empfehlenswert ist es sicherlich, dass Sie sich bei den Verhandlungen mit dem Unternehmer anwaltlich vertreten lassen.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt
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