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Bleiberecht einer illegalen Person;


| 28.12.2008 17:39 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



Liebe Rechtsanwaltin,
lieber Rechtsanwalt,
ich hätte eine Frage zum folgenden Sachverhalt:

Ich, nicht-EU-Bürgerin, mit laufendem Verfahren zur Einbürgerung in die deutsche Staatsbürgerschaft, liiert mit einer derzeit sich illegal in DE aufhaltenden Marokkanerin, benötige Informationen für mögliche Schritte, einen Aufenthaltstitel für meine Partnerin zu erwerben.

Hier nun die Fakten zusammengefasst:

- Aufenthaltstitel der illegal in Deutschland lebenden Frau ist 2006 erloschen
- Seit 2000 Aufenthalt in DE; ca. 6 Jahre legal in DE (Studienaufenthalt und erfolgreicher Abschluss, anschließend Aufenthalt aufgrund von Lebenspartnerschaft mit einer deutschen Frau; Scheidung nach einem halben Jahr)
- länger als 1,5 Jahren mit nicht-EU-Bürgerin liiert
- Ein Pass ist nicht vorhanden, jedoch kann eine Geburtsurkunde beantragt und zugeschickt werden


Fragen:
Ist eine freiwillige Ausreise zu empfehlen? Was wären die nachfolgenden Schritte?
Wäre ein Asylantrag für marrokanische Staatsbürgerin in Erwägung zu ziehen? (homosexueller Hintergrund)
in 6 Monaten: Verfahren zur Eheschließung mit deutscher Staatsbürgerin?
Eheschließung mit nicht-EU-Bürgerin, mit unbefr. Aufenthaltstitel und fester Anstellung

Es gilt noch zu sagen, dass sich keiner der Partner anderweitig jemals strafbar gemacht hat und auch keine laufenden Verfahren bestehen.

Ich freue mich auf schnellstmögliche Antworten, vorzugsweise aus Berlin und Umkreis.

Vielen Dank im Voraus.

-- Einsatz geändert am 28.12.2008 17:48:22
Sehr geehrte Ratsuchende,

für ihre Anfrage möchte ich Ihnen danken und diese unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes summarisch wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung der derzeitigen Lage Ihrer Lebenspartnerin besteht eine Möglichkeit in der freiwilligen Ausreise Ihrer Lebenspartnerin nach Marokko, um im Anschluss daran nach Ausstellung eines Passes aufgrund der Lebenspartnerschaft mit Ihnen eine Aufenthaltserlaubnis im Wege des Familiennachzuges gem. den §§ 27, 29 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) zu beantragen. Die Vorrausetzungen hierfür (Lebenspartnerschaft, Aufenthaltserlaubnis der bereits in Deutschland befindlichen ausländischen Lebenspartnerin und ausreichender Wohnraum) dürfte in Ihrem Fall vorliegen.

Nach der Gesetzeslage ist eine Beantragung der Aufenthaltsgenehmigung von Deutschland aus in Ihrem Fall unter Umständen ebenfalls möglich, da in Ihrem Fall aufgrund der Strafbarkeit von homosexuellen Handlungen in Marokko ein Asylgrund vorliegen könnte. Das eventuelle Vorliegen eines Asylgrundes ist anhand der konkreten Umstände einer möglichen Verfolgung Ihrer Lebenspartnerin unter Berücksichtigung aller Einzelheiten jedoch vorab genauer zu überprüfen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens im Wege eines persönlichen Beratungsgespräches unter Nennung aller Einzelheiten Ihres Einzelfalls mit Überprüfung der Erfolgsaussichten eines Asylantrages und eines Antrages auf Aufenthaltserlaubnis von Deutschland aus zu beauftragen, da nur in Kenntnis aller Umstände des Einzelfalls Ihnen eine seriöse endgültige Empfehlung gegeben werden kann. Beide Wege (Antrag von Deutschland aus oder freiwillige Ausreise) erscheinen mir jedoch nach derzeitiger Lage möglich, wobei aus meiner Sicht aufgrund der drohenden Verfolgung Ihrer Lebenspartnerin in Marokko der Antrag auf Aufenthaltsgenehmigung von Deutschland aus – wenn möglich - vorzuziehen ist.

Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung der Frage weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen für die Klärung der Angelegenheit viel Glück. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne auch persönlich in Berlin-Prenzlauer Berg oder telefonisch unter 030-44318625 zur Verfügung.

Gern können Sie die Nachfragefunktion nutzen.

Abschließend weise ich daraufhin, dass das Weglassen oder Hinzufügen von Details die rechtliche Beurteilung der Angelegenheit verändern kann.

Mit freundlichen Grüßen


Christoph Lattreuter
- Rechtsanwalt -
www.ra-lattreuter.de


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Nachfrage vom Fragesteller 29.12.2008 | 12:25

Sehr geehrter Herr Lattreuter,

vielen Dank für die zügige Antwort!

Ich habe Sie bereits versucht in Ihrer Kanzlei zu erreichen und dort meine Telefonnummer hinterlassen.

Ich habe noch ein Paar Fragen, die ich gerne mit Ihnen besprechen möchte.

1.Ist es gewährleistet, dass meine Partnerin, welche freiwillig ausreist, keine Einreisesperre bekommt?

2.Wenn meine Partnerin Asyl beantragt, erhält sie dann zunächst eine Duldung? Könnte man innerhalb diesen Zeitraumes (nach dem Asylantrag) eine Lebenspartnerschaft gründen, auch wenn sie nur eine „Duldung“ gewährt bekommt?

3.Würde sie einen Aufenthaltstitel erhalten aufgrund des Asylantrages oder wegen der anschließenden Eheschließung?

4.Könnte Sie nach dem Antrag auf einen Aufenthaltstitel trotzdem in Marokko einreisen?

Wir würden sie gerne (wenn möglich) noch diese Woche kennen lernen, da ich ab nächster Woche werktags berufsbedingt nicht in der Stadt sein werde – außer an den Wochenenden.

Vielen Dank im Voraus!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.12.2008 | 18:59

nach erfolgter telefonischer Absprache erfolgt die Beantwortung der Fragen bei einem persönlichen Termin

Bewertung des Fragestellers 29.12.2008 | 12:36


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